Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffserklärungen
2.1 Prävention
2.2 Gesundheitsförderung
2.3 Salutogenese und Pathogenese
3 Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
3.1 Definition Kindes- und Jugendalter
3.2 Historie Kinder- und Jugendpsychiatrie
3.3 Klassifikation
3.4 Symptome
3.5 Komorbidität
3.6 Risiko- und Schutzfaktoren
3.6.1 Risikofaktoren
3.6.2 Schutzfaktoren
3.7 Ausgewählte Krankheitsbilder & Prävalenz
3.7.1 Depressionen
3.7.2 Angststörungen
3.7.3 Störungen des Sozialverhaltens
3.7.4 Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)
4 Möglichkeiten der Prävention
4.1 Herausforderungen an Prävention
4.2 Prävention in der Familie
4.2.1 Präventionsprogramm „Triple P“
4.2.2 Elternkurs „Starke Eltern - Starke Kinder“
4.3 Prävention im Gesundheitswesen
4.4 Prävention im Kindergarten
4.5 Prävention in der Schule
4.5.1 Präventionsprogramm „Faustlos“
4.5.2 Präventionsprogramm „Dinosaurier-Schule“
4.5.3 Suizidprävention an Schulen
4.6 Prävention im Jugendalter durch soziale Trainingsprogramme
4.7 Politische Aspekte im Bereich Prävention
5 Rechtliche Grundlagen im Bereich der Prävention
6 Handlungsräume der Sozialen Arbeit
6.1 Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
6.2 Schulsozialarbeit
6.3 Sozialpädagogische Familienhilfe
7 Schlussbemerkungen
Diese Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und der Bedeutung präventiver Ansätze in der Arbeit mit psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch frühzeitige Interventionen, strukturelle Maßnahmen und die Stärkung von Schutzfaktoren im sozialen Umfeld – insbesondere in Familie und Schule – die psychische Gesundheit dieser Zielgruppe gefördert und die Entwicklung schwerwiegender Erkrankungen abgemildert oder gar verhindert werden kann.
4.2.1 Präventionsprogramm „Triple P“
Bei „Triple-P“ (Positive Parenting Programm) handelt es sich um ein Präventionsprogramm zur Verbesserung der Erziehungskompetenzen von Eltern mit verhaltensauffälligen Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren. Ziel ist es, den Kindern ein positives Selbstbild zu vermitteln und sie darin zu unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten und Emotionen zu erkennen.
Eine Stärkung in diesem Bereich fördert auch die Selbstständigkeit der Kinder, wenn Sie von ihren Eltern Zuneigung, eine stabile Beziehung und gute Erziehung erhalten. Dies kann infolgedessen vorbeugend gegen emotionale oder psychische Probleme, sowie Verhaltensauffälligkeiten wirken. (vgl. Ettrich/Ettrich 2006: 145f.).
Das Trainingsprogramm „Triple-P“ orientiert sich an fünf Erziehungsprinzipien mit denen Erziehungskompetenzen gestärkt und verinnerlicht werden sollen (vgl. Ettrich/Ettrich 2006: 146ff.):
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Prävention psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und verweist auf die Dringlichkeit frühzeitiger Interventionen zur Verbesserung der Prognosen.
2 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert und differenziert die zentralen Fachbegriffe Prävention, Gesundheitsförderung sowie das salutogenetische und pathogenetische Modell im Kontext der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
3 Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter: Hier werden Definitionen des Lebensalters, die historische Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie, gängige Klassifikationssysteme sowie Symptome und Komorbiditäten detailliert analysiert.
4 Möglichkeiten der Prävention: Dieser Hauptteil widmet sich den vielfältigen Präventionsstrategien, skizziert Herausforderungen und stellt konkrete Programme für die Bereiche Familie, Kindergarten und Schule sowie spezielle soziale Trainingsprogramme vor.
5 Rechtliche Grundlagen im Bereich der Prävention: Das Kapitel bietet einen Überblick über die relevanten Paragraphen des SGB VIII und verdeutlicht die gesetzliche Verankerung präventiver Leistungen der Jugendhilfe.
6 Handlungsräume der Sozialen Arbeit: Hier werden die spezifischen Einsatzgebiete der Sozialen Arbeit – insbesondere in der Psychiatrie, der Schulsozialarbeit und der Familienhilfe – als zentrale Säulen der Präventionsarbeit vorgestellt.
7 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert den mangelnden Schwerpunkt auf psychische Erkrankungen in aktuellen Gesetzestexten und plädiert für einen intensiveren Theorie-Praxis-Transfer.
Prävention, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychische Erkrankungen, Gesundheitsförderung, Soziale Arbeit, Triple P, Faustlos, Dinosaurier-Schule, Resilienz, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Schulsozialarbeit, SGB VIII, Erziehungskompetenz, Kindeswohl
Die Arbeit beschäftigt sich mit den präventiven Möglichkeiten, die dazu beitragen können, psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu erkennen, zu mildern oder deren Entstehung zu verhindern.
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Prävention, die Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren, die Vorstellung konkreter Präventionsprogramme sowie die rechtlichen und sozialen Handlungsräume der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist es, fundierte Ansätze für die Präventionsarbeit im Kindes- und Jugendalter aufzuzeigen und deren Wirksamkeit sowie Bedeutung für eine gesunde Entwicklung darzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse bestehender Studien, Fachpublikationen und rechtlicher Grundlagen zur Prävention psychischer Störungen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Klassifikationsmodelle für psychische Erkrankungen als auch praktische Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen Lebenswelten wie Familie, Schule und sozialen Einrichtungen detailliert erläutert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Prävention, Resilienz, Schutzfaktoren, SGB VIII und spezifische Programme wie "Faustlos" oder "Triple P".
Die "Dinosaurier-Schule" ist ein spezielles Programm für Vor- und Grundschüler, das gezielt auf Kinder mit aggressivem oder auffälligem Verhalten ausgerichtet ist und Elemente der Behandlung und Prävention verbindet.
Das familiäre Umfeld ist der primäre Sozialisationsort; eine Unterstützung der Eltern stärkt deren Erziehungskompetenz und trägt maßgeblich dazu bei, ein stabiles Umfeld für das Kind zu schaffen und psychische Belastungen zu reduzieren.
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