Masterarbeit, 2018
78 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung und Forschungsfrage
2 Nutzung der Onlineplattform für Vermieter
2.1 Kommunikation und Präsentation
2.2 Preisgestaltung und Zahlungsabwicklung
2.3 Reporting und Rechnungslegung
2.4 Praktische Umsetzung
2.4.1 Ausgestaltung zur Ermittlung des Ertragswerts
2.4.2 Verhältnis zwischen Eigentümer und Betreiber
2.4.3 Chancen und Risiken für den Eigentümer
2.5 Vergleichsdaten aus Airbnb
2.5.1 Angebote und Preise
2.5.2 Schlussfolgerung
3 Gesetzliche Rahmenbedingungen der Kurzzeitvermietung
3.1 Vertragsverhältnis und Mietrechtsgesetz
3.1.1 Verhältnis zwischen dem Eigentümer und dem Betreiber
3.1.2 Inhalte des Bestandvertrages
3.1.3 Verhältnis zwischen dem Betreiber und den Reisenden
3.2 Wohnungseigentumsgesetz
3.3 Gewerbeordnung
3.4 Steuerrecht und Abgaben
3.4.1 Einkommen- und Körperschaftsteuer
3.4.2 Umsatzsteuer
3.4.3 Ortstaxe
3.4.4 Vergebührung des Mietvertrages
3.5 Wiener Bauordnung
4 Auswirkungen auf den Ertragswert
4.1 Definition der Beispielwohnung
4.2 Begriffe und Anwendungsbereich
4.3 Erträge
4.3.1 Potentieller Jahresumsatz
4.3.2 Erträge im Mietermodell
4.3.3 Erträge im Betreibermodell
4.3.4 Nachhaltigkeit der Erträge
4.4 Bewirtschaftungskosten
4.4.1 Pachtausfallwagnis
4.4.2 Instandhaltungskosten
4.4.3 Verwaltungskosten
4.4.4 Nicht umlagefähige Betriebskosten
4.5 Kapitalisierungszins
4.5.1 Ableitung des Kapitalisierungszinses
4.5.2 Vergleichszinssätze aus dem Immobilienmarkt
4.5.3 Bestimmung des Zinssatzes in der gewählten Nutzungsform
4.6 Bodenwert und Restnutzungsdauer
4.7 Abschließende Schritte des Verfahrens
5 Forschungsergebnis
5.1 Gegenüberstellung der Ertragswerte
5.2 Sensitivitätsanalyse einzelner Parameter
5.2.1 Kapitalisierungszins
5.2.2 Erträge
5.3 Ertragsmodell für Eigentümer
6 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht, wie sich eine tageweise Vermietung über Onlineplattformen wie Airbnb auf den Ertragswert einer Immobilie in Wien auswirkt. Dabei wird analysiert, inwieweit diese alternative Nutzungsform im Vergleich zur herkömmlichen Langzeitvermietung (insbesondere im Vollanwendungsbereich des MRG) zu einer Wertsteigerung führt, unter Berücksichtigung der damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen und operativen Risiken.
3.1.1 Verhältnis zwischen dem Eigentümer und dem Betreiber
Vorweg gilt es also, das rechtliche Verhältnis zwischen Eigentümer und Betreiber zu spezifizieren und die aufgrund dessen anzuwendenden Gesetze zu erarbeiten. Zwischen den Parteien liegt iSd sog Mietermodells dieser Arbeit ein Bestandsvertrag, also ein Vertrag, wodurch jemandem der Gebrauch einer unverbrauchbaren Sache auf gewisse Zeit und gegen einen bestimmten Preis übergeben wird (vgl. § 1090 ABGB), über Wohnraum zur ausschließlichen Ziehung von Früchten durch den Betreiber vor. Der Eigentümer überlässt diesem also auf bestimmte oder unbestimmte Zeit einen, für den Betrieb vollständig ausgestatten Wohnraum gegen Entgelt, welcher ohne weiteres Zutun zur Erzielung von Einkünften genutzt werden soll und auch ausschließlich mit dieser Betriebspflicht überlassen wird.
Dem Bestandnehmer werden sohin vom Bestandgeber neben dem Raum zusätzlich auch die notwendigen Betriebsmittel, die zum wesentlichen Betrieb erforderlich sind, bereitgestellt. Ob und inwieweit ein Kundenstock oder Ähnliches übergeben wird, hängt vom Individualfall ab und wird in weiterer Folge noch ausgeführt.
1 Einführung und Forschungsfrage: Einleitung in das Thema der Kurzzeitvermietung als alternative Wohnraumnutzung und Darstellung der Forschungsziele.
2 Nutzung der Onlineplattform für Vermieter: Erläuterung der technischen und praktischen Aspekte der Nutzung von Plattformen wie Airbnb durch Wohnungseigentümer.
3 Gesetzliche Rahmenbedingungen der Kurzzeitvermietung: Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen einschließlich Mietrechtsgesetz, Wohnungseigentumsgesetz, Gewerbeordnung und Steuerrecht.
4 Auswirkungen auf den Ertragswert: Detaillierte methodische Herleitung der Immobilienbewertung unter Berücksichtigung verschiedener Bewirtschaftungsformen.
5 Forschungsergebnis: Gegenüberstellung und Sensitivitätsanalyse der berechneten Ertragswerte für die verschiedenen Szenarien.
6 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit Empfehlungen für Wohnungseigentümer hinsichtlich der gewählten Bewirtschaftungsform.
Kurzzeitvermietung, Ertragswertverfahren, Pachtwertverfahren, Airbnb, Mietrechtsgesetz, Immobilienbewertung, Betreibermodell, Festpacht, Umsatzpacht, Rendite, Kapitalisierungszins, Sharing-Economy, Wohnungseigentum, Gewerbeordnung, Wien.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen einer kurzfristigen, tageweisen Vermietung von Wiener Wohnungen über Onlineplattformen auf deren Ertragswert und rechtliche Einordnung.
Die zentralen Felder umfassen Immobilienbewertung, Mietrecht (MRG), Wohnungseigentumsrecht, Gewerberecht sowie die betriebswirtschaftliche Betrachtung der Ertragsmaximierung bei Immobilieninvestments.
Das primäre Ziel ist es, den potenziellen Werteinfluss der Kurzzeitvermietung darzustellen und zu beurteilen, ob diese Nutzungsform für Eigentümer wirtschaftlich attraktiver ist als eine konventionelle Vermietung.
Die Arbeit verwendet das Ertragswertverfahren, das für diesen Zweck methodisch in ein Pachtwertverfahren abgewandelt wird, um die spezifischen Risiken und Ertragsstrukturen des Kurzzeit-Betreibermodells abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die detaillierte Definition einer Beispielwohnung sowie die Berechnung der Erträge und Bewirtschaftungskosten für unterschiedliche Mietmodelle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kurzzeitvermietung, Ertragswert, Airbnb, Mietrechtsgesetz und Rendite charakterisiert.
Beim Mietermodell wird die Wohnung an einen Betreiber verpachtet (Fest- oder Umsatzpacht), der das operative Risiko trägt. Beim Betreibermodell fungiert der Eigentümer als Risiko- und Rechnungsträger, während der Betreiber lediglich Dienstleistungen übernimmt.
Die Wiener Bauordnung regelt die Zulässigkeit der Beherbergung in bestimmten Zonen; insbesondere drohende Einschränkungen für Wohnzonen sind für die Nachhaltigkeit der Kurzzeitvermietung von großer Relevanz.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da Pachtverhältnisse nicht unter die strengen, mieterschützenden Bestimmungen des Mietrechtsgesetzes (MRG) fallen, was für den Eigentümer eine höhere Gestaltungsfreiheit bedeutet.
Schlussendlich wird das Modell der Festpacht empfohlen, da es dem Eigentümer ein stabiles Einkommen garantiert und im Vergleich zum eigenverantwortlichen Betreibermodell den geringsten operativen Aufwand verursacht.
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