Bachelorarbeit, 2014
29 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1 Definition des Begriffs ethnische Gruppe
2.2 Definition der Begriffe Vorurteil, Stereotype und Diskriminierung
2.3. Die Definition des Begriffs Medien und der Medienwirkung
3.Die Große Emigration ( ca.1880- 1927)
3.1Push-Faktoren der Emigration
3.2.Pull-Faktoren der Emigration
4. Italiener in den Vereinigten Staaten
4.1 Soziale (Re-)Organisation
4.2 US-amerikanische Migrationspolitik
4.3 Fremdenfeindlichkeit und Untergrundkriminalität
5. Italiener in den amerikanischen Medien
5.1 Italiener im Film
5.2 Italiener im Fernsehen am Beispiel der TV-Serie The Sopranos
5.2 Italiener in der amerikanischen Werbung
5.4 Stereotypisierung der italienischstämmigen Frau
6.Fazit / Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Darstellung italienischer Migranten in den amerikanischen Medien, insbesondere in Film und Fernsehen. Ziel ist es zu analysieren, ob und in welcher Form Vorurteile, Stereotypisierungen und Diskriminierungen gegenüber dieser ethnischen Gruppe stattgefunden haben und welche langfristigen Folgen diese medialen Bilder für italienischstämmige Amerikaner bis in die heutige Zeit haben.
5.1 Italiener im Film
„[…] the gangster, in the hands of Italian American artist, becomes a telling figure in the tale of American race, gender, and ethnicity, a figure that reflects the autobiography of an immigrant group, just as it reflects the fantasy of a native population“
Organisiertes Verbrechen und kriminelle Vereinigungen jeder Art werden heute allgemein als Mafia betitelt. Jedoch wird der Begriff hauptsächlich als ein italienisches Phänomen wahrgenommen. Den Ursprung des Phänomens glauben viele tatsächlich im Sizilien des 18. Jahrhunderts verwurzelt zu wissen, auf Grundlage der Existenz des Großgrundbesitzes bzw. des Feudalismus. Als sich am Anfang des 20. Jahrhundert in den USA erste kriminelle Gruppen formierten, fanden sich sehr schnell zahlreiche Berichte in der amerikanischen Presse über die Aktivitäten dieser Banden. Fatal für die italienischen Einwanderer waren diese Berichterstattungen in den Medien bzw. der US-amerikanischen Presse. Durch ihre häufig sehr einseitigen und dramatisierten Darstellungen über die italienischen Mitbürger schufen sie ein überzogenes und realitätsfremdes Bild der südeuropäischen Migranten. Dieses Bild stellte den italienischen Immigranten häufig als einen gewalttätigen, ungebildeten Eindringling dar, der in kriminellen Organisationen tätig war.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Stereotypisierung italienischstämmiger Menschen als Mafiosi in den amerikanischen Medien ein und benennt die zentrale Forschungsfrage.
2. Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden grundlegende soziologische und psychologische Begriffe wie ethnische Gruppe, Vorurteil, Stereotyp, Diskriminierung sowie Medien und Medienwirkung definiert und abgegrenzt.
3. Die Große Emigration ( ca.1880- 1927): Das Kapitel erläutert die historischen Push- und Pull-Faktoren, die zur Massenauswanderung von Italienern in die Vereinigten Staaten führten.
4. Italiener in den Vereinigten Staaten: Hier wird der Ankunftsprozess der Migranten, das Padroni-System, die Entstehung der Little-Italies und die diskriminierende US-amerikanische Migrationspolitik thematisiert.
5. Italiener in den amerikanischen Medien: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Darstellung von Italienern als Kriminelle in Filmen, Serien wie The Sopranos sowie die mediale Instrumentalisierung in der Werbung und die spezifische Rollenbilder von Frauen.
6. Fazit / Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Problematik der medialen Stereotypisierung im Kontext der heutigen amerikanischen Gesellschaft.
Italienische Migration, USA, Stereotypisierung, Vorurteile, Mafia, Diskriminierung, Medienwirkung, The Sopranos, Ethnische Gruppe, Gangsterfilm, Integration, Amerikanische Kultur, Identität, Werbebranche, Fremdenfeindlichkeit.
Die Arbeit untersucht, wie italienische Einwanderer in den USA durch amerikanische Medien, insbesondere in Film und Fernsehen, dargestellt wurden und welche Rolle diese Darstellung bei der Entstehung und Festigung von Vorurteilen spielte.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Einwanderungsgeschichte, die soziologische Definition von Stereotypen, die Entwicklung von Migrationspolitik in den USA sowie die mediale Darstellung von Italienern als Mafiosi.
Ziel ist es zu ergründen, warum und wie italienische Migranten in den Medien stereotypisiert wurden und ob diese Darstellung das Bild der Italo-Amerikaner in der amerikanischen Gesellschaft nachhaltig geprägt hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Fachliteratur sowie einer qualitativen Untersuchung von Filmbeispielen, Fernsehserien und Werbespots hinsichtlich ihrer stereotyper Inhalte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Emigration und Lebensbedingungen sowie eine medienkritische Untersuchung, die das Mafia-Image in Filmen und Serien detailliert beleuchtet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie italienische Migration, Stereotypisierung, Mafia, Diskriminierung, Medienwirkung und kulturelle Identität geprägt.
Die Darstellung wandelte sich von der passiven, ökonomisch abhängigen Ehefrau in frühen Mafia-Filmen hin zu moderneren und komplexeren Rollenbildern, wie etwa der der Dr. Melfi in der Serie The Sopranos.
Die Reaktionen waren gespalten: Während Organisationen wie die OSIA vehement gegen Stereotype protestierten, sahen andere italienischstämmige Amerikaner das Mafia-Image als Teil ihres kulturellen Erbes, das ihnen ein besonderes Identitätsmerkmal verlieh.
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