Masterarbeit, 2018
153 Seiten, Note: 3,00
1 Kurzfassung
1.1 Problemstellung
1.2 Erwartetes Resultat
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 State-of-the-Art
2 Einleitung
2.1 Einleitung
2.2 Was ist ein Shitstorm?
2.3 Der Ursprung des Wortes Shitstorm
2.4 Wie alles begann - Die Geschichte des Shitstorms
2.5 Trolle
3 Anatomie eines Proteststurmes: Blick ins Innere des Shitstorms
3.1 Die Auslöser
3.2 Die Merkmale
3.3 Die Arten
3.4 Der Streisand-Effekt
3.5 Seeding und Spillover
3.6 Zerstörungsgrade eines Shitstorms
3.7 Wie gestaltet sich eine Empörungswelle im österreichischen Stil?
4 Im Auge des Sturms
4.1 Die Pre-Phase
4.2 Die Akut-Phase
4.3 Die Post-Phase
4.4 Nach dem Shitstorm
4.5 Den Shitstorm als Chance sehen
4.6 Folgen einer Empörungswelle
4.7 Das Markenimage
4.8 Überwachung der Konsequenzen
4.9 Gründe, wieso ein Proteststurm nicht den Weltuntergang bedeuten muss
5 Rechtliche Aspekte
5.1 Einleitung/State-of-the-art
5.2 Rechtlicher Rahmen
5.2.1 E-Commerce-Gesetz, Inkrafttretensdatum 01.01.2002
5.2.2 Verpflichtungen von Diensteanbietern
5.2.3 Umfang der Pflichten der Diensteanbieter
5.3 Straftaten im Rahmen von Shitstorms
5.3.1 Offizialdelikte
5.3.2 Privatanklagedelikte
5.4 Das Recht auf Meinungsfreiheit
5.5 Kosten/Konsequenzen eines Shitstorms
5.5.1 Allgemein
5.5.2 Entlassung auf Grund von Hasspostings
5.5.3 Möglichkeiten eines Arbeitgebers im Falle von Hasspostings
5.5.4 Wer haftet bei einem Shitstorm auf einer Facebook-Seite?
5.5.5 Der anonyme Shitstorm
6 Das Resümee Shitstorm-gebeutelter Unternehmen
6.1 ING-DiBa: „der Wurstkrieg“ vom 02-17.01.2012
6.2 Deutschen Telekom: „Drosselkom“
6.3 Post: E-Brief 2010
6.4 Vodafone: Proteststurm „Anni Roc“ Sommer 2012
6.5 Zusammenfassung der Interviews
6.5.1 Das Gefährdungspotenzial
6.5.2 Die Sichtweise zum Thema Shitstorm
6.5.3 Die Entwicklung viraler Proteststürme
6.5.4 Reaktionen der Unternehmen auf den Shitstorm
6.5.5 Folgen der Kommunikationskrise
7 Conclusio
Die Arbeit analysiert das Phänomen „Shitstorm“ als virale Kommunikationskrise und untersucht, welche Anlässe zu Empörungswellen führen, welche Strategien Unternehmen zur Krisenbewältigung einsetzen können und welche rechtlichen Konsequenzen sowohl für Urheber von Hasspostings als auch für betroffene Unternehmen bestehen.
3.1 Die Auslöser
Um einen Sturm der Empörung heraufzubeschwören, genügt bereits ein vorschnell ausgesprochener und unbedachter Gedanke. Meist wird dabei außer Acht gelassen, wie verheerend die Wirkung sein kann. Beispielsweise kann dadurch eine Person ungerechtfertigter Weise gekränkt oder es können falsche Informationen verbreitet werden. Passiert dies im Freundeskreis, so kann der Verursacher meist darauf hoffen, dass dieser Fauxpas nicht zu ernst genommen und bald darüber hinweggesehen wird. Vollkommen anders verhält sich dies im Umgang mit Fremden. Fällt hier eine gedankenlose Aussage, ist mit Toleranz kaum zu rechnen. Im Gegenteil: Auf Grund der Dynamik des Internets ist bereits ein einziger Fehltritt ausreichend, um eine Kettenreaktion heraufzubeschwören, welche in einem Proteststurm endet. Dieses Lauffeuer basiert auf diversen sozialen Medien, Plattformen, Blogs und zieht häufig bis dato unbeteiligte Personen in ihren Bann, welche sich dann in zwei Lager aufspalten: Menschen, die die Thematik befürworten und jene, die sich dagegen aussprechen. Je höher das Aufkommen der Gegenpartei, desto größer der Shitstorm, welcher die Pro-Gruppe vorwiegend mit emotionalen, negativen und teils bösartigen Kommentaren trifft.
Der Autor des Buches „Masse und Macht in der Geschichte“, P.Kuhnau hält hierzu fest: „Der wichtigste Vorgang, der sich innerhalb der Masse abspielt, ist die Entladung. Vorher besteht die Masse eigentlich nicht, die Entladung macht sie erst wirklich aus. Sie ist der Augenblick, in dem alle, die zu ihr gehören, ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als gleiche fühlen.“
1 Kurzfassung: Bietet einen kompakten Überblick über die Problemstellung, die Forschungsfragen und das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Einleitung: Definiert den Begriff Shitstorm und beleuchtet seine historische Entwicklung sowie die Rolle von Trollen im digitalen Diskurs.
3 Anatomie eines Proteststurmes: Blick ins Innere des Shitstorms: Analysiert die Auslöser, Merkmale und verschiedenen Arten von Proteststürmen, einschließlich psychologischer Aspekte und Klassifizierungsmodelle.
4 Im Auge des Sturms: Erörtert die verschiedenen Phasen eines Shitstorms (Pre-, Akut- und Post-Phase) sowie konkrete Handlungsstrategien für betroffene Akteure.
5 Rechtliche Aspekte: Beleuchtet die rechtliche Einordnung von Hasspostings in Österreich, darunter relevante Straftatbestände wie Verhetzung, Beleidigung und Kreditschädigung.
6 Das Resümee Shitstorm-gebeutelter Unternehmen: Fasst Experteninterviews mit PR-Verantwortlichen zusammen, die ihre Erfahrungen aus konkreten Krisenfällen teilen.
7 Conclusio: Zieht ein abschließendes Fazit und beantwortet die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
Shitstorm, Social Media, Krisenmanagement, Hate Speech, Verhetzung, Online-Kommunikation, Reputationsmanagement, Internetrecht, Cybermobbing, digitale Empörung, PR-Krisen, Nutzerschaft, digitale Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von sogenannten „Shitstorms“, also viralen Proteststürmen im Internet, und untersucht, wie diese entstehen, welche Folgen sie haben und wie Unternehmen rechtlich und kommunikativ damit umgehen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie von Online-Empörung, den rechtlichen Rahmenbedingungen für Hasskommentare in Österreich, dem professionellen Krisenmanagement und der Auswertung von Fallbeispielen aus der Wirtschaft.
Das Ziel ist es, Betroffenen eine Art „Guideline“ an die Hand zu geben, um die Entstehung von Shitstorms zu verstehen, Anlässe zu identifizieren und angemessen auf die Situation zu reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche in Fachzeitschriften und Publikationen sowie auf der Analyse von Experteninterviews mit PR-Verantwortlichen betroffener Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Anatomie des Shitstorms, die Phasenlehre (Pre-, Akut- und Post-Phase), rechtliche Aspekte wie das E-Commerce-Gesetz sowie spezifische Straftatbestände und die Auswertung der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Shitstorm, Social Media, Krisenmanagement, Hate Speech, Verhetzung, Reputationsmanagement, Cybermobbing und digitale Kommunikation.
Die Arbeit zeigt, dass Unternehmen zunehmend auf Monitoring, interne Task-Forces und eine transparente Kommunikation setzen, anstatt destruktive Kommentare pauschal zu löschen, um den Dialog nicht abreißen zu lassen.
Die rechtliche Verschärfung, etwa durch den Verhetzungsparagrafen oder das NetzDG, zwingt Plattformbetreiber zu einer proaktiveren Löschpraxis, auch wenn dies kritisch im Hinblick auf die Meinungsfreiheit diskutiert wird.
Nein, die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die langfristigen wirtschaftlichen Folgen meist überschaubar sind und ein professionelles Krisenmanagement sogar zu einer gestärkten Reputation führen kann.
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