Bachelorarbeit, 2016
39 Seiten, Note: 1,3
1. Zielstellung
2. Problematik
2.1 Definition und Auslegung der organisationalen Integrität
2.1.1 Wirtschaftsethik, Unternehmensethik, Führungsethik
2.1.2 Compliance und Integrity
2.1.3 Organisationale Integrität
2.2 Unterschiedliche Dimensionen der Mitarbeiterbeeinflussung
2.2.1 Extrinsische Faktoren
2.2.2 Intrinsische Faktoren
2.3 Unmoralische Regelkonformität
3. Maßnahmen zur Problemlösung
3.1 Compliance Management-System
3.2 Integritätsstrategie
3.3 Two-leg Approach
4. Deduktion
4.1 Rechtliche und politische Aspekte
4.2 Betriebswirtschaftliche Aspekte
4.3 Volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte
5. Ergebnis und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die systematischen Ursachen für Wirtschaftskriminalität und die daraus resultierende individuelle Amoralität in Unternehmen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Organisationen strukturiert sein müssen, damit sich integre Mitarbeiter nicht zu dolosen Handlungen verleiten lassen und wie ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung organisationaler Integrität implementiert werden kann.
3.1 Compliance Management-System
Im vorhergehenden Kapitel wurde konstatiert, dass ein reiner Compliance-Ansatz in der Praxis häufig nicht genügt, allerdings stellt dieser zumindest das Fundament dar, um ein Unternehmen nicht „auf Sand“, sondern „auf Fels“ zu bauen. Das Ziel eines Unternehmens sollte also sein, auch in turbulenten Zeiten, wie beispielsweise einer Rezession, sowohl compliant als auch integer zu bleiben.
Insbesondere die marktbeherrschenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG, PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young und Deloitte haben durch die Implementierung von Compliance Management-Systemen (CMS) neue, lukrative Geschäftszweige für sich detektiert. Diese richten ihre CMS insbesondere nach dem IDW PS 980 aus. So sollen unter anderem Kartellrechtsverstöße, die Missachtung von Datenschutzbestimmungen, Verletzung von steuer- und zollrechtlichen Vorschriften und Verstöße gegen Umweltbestimmungen präventiv vermieden werden, sowie generell Fraud und Korruption aufgedeckt und verhindert werden.
Nach dem IDW PS 980 sind sieben Grundelemente zwingend zu beachten, welche im Folgenden kurz skizziert werden sollen:
1. Zielstellung: Einleitung in die Problematik der Wirtschaftskriminalität und Definition des Untersuchungsziels, organisationale Integrität als Lösungsansatz zu etablieren.
2. Problematik: Analyse der begrifflichen Grundlagen sowie der äußeren und inneren Faktoren, die Mitarbeiter zu unethischem Verhalten innerhalb von Organisationen führen.
3. Maßnahmen zur Problemlösung: Erörterung des Compliance Management-Systems und der Integritätsstrategie sowie deren Verknüpfung durch den sogenannten Two-leg Approach.
4. Deduktion: Spezifizierung der Problemlagen aus rechtlicher, politischer, betriebswirtschaftlicher sowie volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive.
5. Ergebnis und Ausblick: Fazit zur notwendigen organisationalen Neuausrichtung und Zusammenfassung der Anforderungen an einen ganzheitlichen Integritätsprozess.
Organisationale Integrität, Compliance, Integrity, Wirtschaftsethik, Unternehmensethik, Compliance Management-System, Two-leg Approach, Korruption, Wirtschaftskriminalität, Mitarbeiterbeeinflussung, Unternehmenskultur, Stakeholder-Ansatz, Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Unternehmenssteuerung und untersucht, warum Mitarbeiter in Organisationen trotz persönlicher Integrität zu unethischem oder rechtswidrigem Verhalten neigen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von organisationaler Integrität, die Analyse von Einflussfaktoren auf Mitarbeiter, die Rolle von Compliance-Strukturen sowie die Bedeutung von Integritätsstrategien.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, welche Unternehmensstrukturen ein integeres Verhalten begünstigen und wie Unternehmen per se integer gestaltet werden können, um doloses Verhalten zu verhindern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Untersuchung aktueller wirtschaftsethischer Konzepte sowie der Deduktion aus rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Compliance vs. Integrity), die Einflussfaktoren (extrinsisch/intrinsisch) und konkrete Maßnahmen wie das Compliance Management-System und die Integritätsstrategie erörtert.
Die wichtigsten Schlagworte sind organisationale Integrität, Compliance, Integrity, Wirtschaftskriminalität, Unternehmenskultur und das "Two-leg Approach"-Modell.
Der Ansatz wird als notwendig erachtet, da ein reines Compliance-System oft nur zur Vermeidung von Strafen dient, während erst die Kombination mit einer Integritätsstrategie eine nachhaltige ethische Selbststeuerung der Mitarbeiter ermöglicht.
Die Arbeit sieht in der Veröffentlichung von Fehlverhalten ("Naming & Shaming") ein wirksames Instrument zur Abschreckung, da es den für Unternehmen kritischen Faktor der Reputation direkt angreift.
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