Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Methode
3 Situation der Pflege in Deutschland
4 Profession und Professionalisierung
4.1 Begriffsbestimmung Profession und Professionalisierung
4.2 Professionalisierung des Arztberufes
4.3 Professionalisierung des Pflegeberufes
5 Interprofessionelle Zusammenarbeit
5.1 Begriffsbestimmung interprofessionelle Zusammenarbeit
5.2 Notwendigkeit interprofessioneller Zusammenarbeit im Krankenhaus
6 Stand der Zusammenarbeit zwischen Pflegekraft und Arzt
6.1 Aufgabenverteilung zwischen Pflegekraft und Arzt
6.2 Aufgabenbereiche erfolgreicher Zusammenarbeit
6.3 Mangelnde Kooperation
7 Bedingungen der Zusammenarbeit zwischen Pflegekraft und Arzt
7.1 Strukturelle Rahmenbedingungen der pflegerisch-ärztlichen Zusammenarbeit
7.1.1 Hierarchische Strukturen
7.1.2 Arbeitsorganisation im Krankenhaus
7.1.3 Kommunikation und Interaktion im Krankenhaus
7.2 Individuelle Rahmenbedingungen der pflegerisch-ärztlichen Zusammenarbeit
7.2.1 Sprache
7.2.1.1 Sprache der Ärzte
7.2.1.2 Sprache der Pflegekräfte
7.2.2 Berufliche Sozialisation
7.2.2.1 Sozialisation der Pflegekräfte
7.2.2.2 Sozialisation der Ärzte
7.2.3 Leitbilder
7.2.3.1 Leitbilder der Pflegekräfte
7.2.3.2 Leitbilder der Krankenhausärzte
8 Perspektiven interprofessioneller Zusammenarbeit
8.1 Interventionen zur Verbesserung interprofessioneller Zusammenarbeit
8.2 Akademisierung der Pflegeausbildung
8.3 Interprofessionelle Ausbildung
9 Fazit und Limitationen der Studie
10 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Professionalisierung des Pflegeberufs und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Ärzten im Krankenhaus. Ziel ist es, Hindernisse für eine effektive Kooperation zu identifizieren und aufzuzeigen, wie eine weitere Professionalisierung der Pflege die Zusammenarbeit verbessern kann.
6.1 Aufgabenverteilung zwischen Pflegekraft und Arzt
Die flächendeckend zu beobachtende Veränderung der Aufgabenverteilung in Krankenhäusern zeigt sich zum einen als Umverteilung zwischen etablierten Berufen und zum anderen als Schaffung neuer Aufgabenprofile für bekannte und neue Berufe. Probleme bei der Besetzung ärztlicher Stellen und die Leistungsverdichtung im ärztlichen Bereich haben bereits vor Jahren eine Diskussion um eine Delegation von Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten aus dem ärztlichen Dienst auf die Pflege in Gang gesetzt. In der Praxis ist häufig ein Kaskadeneffekt durch die Übernahme neuer Aufgaben zu beobachten: Der Pflegedienst übernimmt Aufgaben vom ärztlichen Dienst und gibt im Gegenzug andere Aufgaben an weitere Dienste ab (vgl. Evans und Bräutigam, 2015: 391).
Nach einer Befragung von 1839 Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern stellt sich das aktuelle Aufgabenspektrum der Pflegenden differenziert dar (Abbildung 2) (vgl. Bräutigam et al., 2014: 45). Neben den dominierenden Aufgabenfeldern der pflegerischen Versorgung und der zum großen Teil darauf bezogenen Dokumentation finden sich diverse Zuständigkeiten unterschiedlicher Qualität.
Wenn zwischen patientennahen und patientenfernen Aufgaben unterschieden wird, dann fällt auf, dass ein großer Teil der Befragten aus dem Pflegedienst auch für patientenferne Aufgaben zuständig ist. So nennen jeweils rund 40 % die Aufgabenfelder Transport, Reinigung, Verwaltungsaufgaben und Hauswirtschaft als Anteile ihres Arbeitsspektrums. Hinzu kommen noch logistische und technische Aufgaben, die von rund einem Viertel der Pflegenden als zu ihrem Aufgabenspektrum gehörig genannt werden. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass ein erheblicher Teil des Aufgabenspektrums der Pflegenden abseits der Arbeit mit den Patienten liegt. Gleichzeitig beklagen die Befragten im Pflegedienst die mangelnde Zeit, die sie für Kernaufgaben zur Verfügung haben (vgl. Bräutigam et al., 2014: 45).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Machtverhältnisse zwischen Ärzten und Pflegekräften ein und erläutert die Relevanz der interprofessionellen Zusammenarbeit vor dem Hintergrund veränderter Versorgungsstrukturen.
2 Methode: Hier wird das methodische Vorgehen der Literaturstudie beschrieben, einschließlich der Datenbankrecherche und der Kriterien für die Einbeziehung der Quellen.
3 Situation der Pflege in Deutschland: Das Kapitel analysiert die aktuelle Lage der Pflege in deutschen Krankenhäusern, geprägt durch demografischen Wandel, Personalmangel und erhöhte Anforderungen durch die Patientenversorgung.
4 Profession und Professionalisierung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Profession und Professionalisierung und vergleicht die Entwicklung der Professionalisierung von Arzt- und Pflegeberuf.
5 Interprofessionelle Zusammenarbeit: Hier wird der Begriff der interprofessionellen Zusammenarbeit definiert und die Notwendigkeit einer verbesserten Kooperation im Krankenhaus kontextualisiert.
6 Stand der Zusammenarbeit zwischen Pflegekraft und Arzt: Dieses Kapitel stellt die gegenwärtige Aufgabenverteilung dar, zeigt erfolgreiche Kooperationsbereiche auf und analysiert bestehende Probleme und Barrieren der Zusammenarbeit.
7 Bedingungen der Zusammenarbeit zwischen Pflegekraft und Arzt: Hier werden sowohl strukturelle als auch individuelle Rahmenbedingungen wie Sprache, Sozialisation und Leitbilder, welche die Zusammenarbeit maßgeblich beeinflussen, detailliert erörtert.
8 Perspektiven interprofessioneller Zusammenarbeit: Das Kapitel diskutiert mögliche Interventionen zur Verbesserung der Kooperation und beleuchtet die Rolle der Akademisierung sowie interprofessioneller Ausbildung.
9 Fazit und Limitationen der Studie: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, die Bedeutung der Professionalisierung betont und die Grenzen der vorliegenden Studie aufgezeigt.
10 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Argumente und Ergebnisse der Arbeit zusammen und hebt die Notwendigkeit für weitere strukturelle und bildungspolitische Veränderungen hervor.
Interprofessionelle Zusammenarbeit, Pflege, Krankenhaus, Professionalisierung, Arztberuf, Akademisierung, Aufgabenverteilung, interdisziplinäre Kooperation, berufliche Sozialisation, Krankenhausmanagement, Gesundheitswesen, Patientenversorgung, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal und Ärzten in deutschen Krankenhäusern sowie die Bedeutung der zunehmenden Professionalisierung und Akademisierung der Pflege für dieses Verhältnis.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Berufsrollen, die aktuelle Situation in Krankenhäusern, Barrieren und Förderfaktoren der interprofessionellen Kooperation sowie der Einfluss von Ausbildung und Sozialisation auf die Zusammenarbeit.
Das Ziel ist die Darstellung des aktuellen Stands der Zusammenarbeit und die Analyse der Faktoren, die diese beeinflussen, um aufzuzeigen, wie eine weitere Professionalisierung der Pflege zur Verbesserung der klinischen Praxis beitragen kann.
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine qualitative Literaturstudie, die Erkenntnisse aus dem deutschsprachigen Raum aufarbeitet.
Im Hauptteil werden der Stand der Zusammenarbeit, die strukturellen und individuellen Bedingungen (wie Sprache und Leitbilder) sowie Ansätze zur Verbesserung durch Interventionen und eine veränderte Ausbildung detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Interprofessionelle Zusammenarbeit, Pflege, Krankenhaus, Professionalisierung, Arztberuf und Akademisierung.
Zu den Barrieren zählen u. a. hierarchische Strukturen, eine starke Arztzentriertheit, unterschiedliche berufliche Sozialisation, mangelnde interprofessionelle Standardisierung sowie Zeitdruck und hohe Arbeitsbelastung.
Die Arbeit identifiziert Sprache als wesentlichen Faktor, wobei Ärzte eine hoch standardisierte Fachsprache nutzen, während die Pflege eher auf Beziehungsebene kommuniziert, was zu Missverständnissen oder einer „Sprachlosigkeit“ bei professionellen Belangen führen kann.
Die Arbeit empfiehlt gemeinsame Lehrangebote für Mediziner und Pflegekräfte, die Verzahnung der akademischen Ausbildungsgänge sowie eine stärkere Fokussierung auf interprofessionelles Handeln bereits während der Ausbildungsphase.
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