Masterarbeit, 2013
142 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Persönlichkeitsentwicklung als Bildungsauftrag der Schule
3. Fremdverstehen
4. Fremdverstehen im literurdidaktischen Kontext
4.1 Lesen im Deutschunterricht
4.2 Emotionale Prozesse im Deutschunterricht
4.3 Literarische Texte und ihr persönlichkeitsförderndes Potenzial
4.4 Fremdverstehen und literarisches Lernen
5. Fremdverstehen mit Kinder- und Jugendliteratur
5.1 Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht
5.2 Einsatz der Kinder- und Jugendliteratur zur Förderung des Fremdverstehens
5.2 Didaktische Begründung der Auswahl für das Leseprojekt
5.2.1 „Disteltage“ von Renate Welsh
5.2.2 „Das Adoptivzimmer oder: Gefangen im Reich des Namenlosen“ von Antonia Michaelis
5.2.3 „Glück mit Soße“ von Sharon Creech
6. Das Lesetagebuch im Deutschunterricht
6.1 Das freie Lesetagebuch
6.2 Unterstützung des Fremdverstehens mit Lesetagebucharbeit
7. Das Leseprojekt in der 6
7.1 Klassenvorstellung
7.2 Planung des Leseprojektes
7.3 Beschreibung des Arbeitsmaterials
7.4 Beschreibung des Projektverlaufes
8. Auswertung und Analyse der Lesetagebücher
8.1 Beschreibung und Begründung des methodischen Vorgehens
8.2 Zielbeschreibung der Auswertung
8.3 Quantitative Erfassung der Inhalte
8.4 Qualitative Analyse der Lesetagebücher
8.5 Analyse der Lesetagebücher
8.5.1 Lesetagebuch
8.5.2 Lesetagebuch
8.5.3 Lesetagebuch
8.5.4 Lesetagebuch
8.5.5 Lesetagebuch
8.5.6 Lesetagebuch
9. Auswertung der Ergebnisse
10. Fazit/Ausblick
11. Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, inwieweit Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit Jugendbüchern im Rahmen einer Lesetagebucharbeit die Kompetenz des Fremdverstehens entwickeln können.
1. Einleitung
„Ich träumte von den Schmerzen der Dichter; ich weinte mit ihnen ihre schönsten Tränen, ich empfand sie nach bis zum Herzensgrunde; sie ergriffen, zerrissen mich, und zuweilen war mir, als machte mich der Enthusiasmus, den sie mir einflößten, zu ihresgleichen.“ (Gustave Flaubert)
Können Schüler und Schülerinnen beim Lesen eines Jugendbuches ebenso emotional betroffen sein wie in realen Situationen? Kann die Literatur eine Welt entstehen lassen, die die Protagonisten so authentisch werden lässt, dass der Leser gemeinsam mit den Figuren fühlt, denkt und erlebt? Ist das Medium Buch geeignet den Schülern, stellvertretend für realen Situationen, einen Raum für die Persönlichkeitsentwicklung bieten? Können Schüler sich mithilfe eines Lesetagebuches so intensiv mit einem Buch auseinandersetzen, dass eine Entwicklung des Fremdverstehens entsteht? Diese Fragen beschreiben die Intention dieser Arbeit anhand verschiedener Aspekte. Folgende Frage bildet allerdings den Kern der Arbeit: Können Schüler durch die Auseinandersetzung mit Jugendbüchern und der Lesetagebucharbeit Fremdverstehen entwickeln? Dieser Frage wird in dieser Arbeit nachgegangen. Selbstverständlich stehen auch noch weitere Aspekte damit im Zusammenhang, die mit den Fragen am Anfang aufgegriffen wurden und diese werden im Laufe der Arbeit zum Tragen kommen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob durch die Auseinandersetzung mit Jugendbüchern und Lesetagebucharbeit die Entwicklung des Fremdverstehens bei Schülern unterstützt werden kann.
2. Persönlichkeitsentwicklung als Bildungsauftrag der Schule: Dieses Kapitel verankert die Förderung der Persönlichkeit von Schülern im offiziellen Bildungsauftrag des Bundeslandes Niedersachsen.
3. Fremdverstehen: Hier wird der Begriff Fremdverstehen theoretisch beleuchtet und in Zusammenhang mit der Identitätsentwicklung und existenziellen Fähigkeiten gesetzt.
4. Fremdverstehen im literurdidaktischen Kontext: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Überlegungen mit dem Literaturunterricht und betont die Bedeutung emotionaler Prozesse und literarischen Lernens.
5. Fremdverstehen mit Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird das Potenzial von Kinder- und Jugendliteratur erörtert und die Auswahl der für das Projekt genutzten Werke begründet.
6. Das Lesetagebuch im Deutschunterricht: In diesem Kapitel wird die Methode des Lesetagebuchs, insbesondere die freie Form, als geeignetes Instrument zur Unterstützung des Fremdverstehens vorgestellt.
7. Das Leseprojekt in der 6: Dieses Kapitel dokumentiert die konkrete Umsetzung des Leseprojekts, von der Klassenvorstellung über die Planung bis hin zum Verlauf.
8. Auswertung und Analyse der Lesetagebücher: Die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der 21 entstandenen Lesetagebücher wird hier beschrieben und analysiert.
9. Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel gleicht die Ergebnisse der Erfassung und Analyse mit den aufgestellten Hypothesen ab.
10. Fazit/Ausblick: Die Arbeit reflektiert die Projektergebnisse und zieht Schlüsse über das Potenzial der untersuchten Methode für den Unterricht.
Fremdverstehen, Persönlichkeitsentwicklung, Jugendliteratur, Lesetagebuch, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Empathie, Perspektivenübernahme, Schüler, Identitätsentwicklung, Lesekompetenz, Unterrrichtsprojekt, Inklusion, Multikulturalität, literarisches Lernen.
Die Arbeit untersucht, wie durch den Einsatz von Kinder- und Jugendliteratur in Kombination mit einer Lesetagebucharbeit die Fähigkeit des Fremdverstehens bei Schülern einer 6. Klasse gefördert werden kann.
Zentrale Themen sind die Persönlichkeitsentwicklung im Bildungsauftrag, die Bedeutung von Fremdverstehen, literarisches Lernen im Deutschunterricht und die Methode des Lesetagebuchs.
Die primäre Forschungsfrage lautet, ob Schülerinnen und Schüler durch die gezielte Auseinandersetzung mit Jugendbüchern und der Dokumentation in einem Lesetagebuch Fremdverstehen entwickeln können.
Es wird eine empirische Vorgehensweise gewählt, die auf der Methode der Inhaltsanalyse nach Mayring basiert, um 21 von Schülern erstellte Lesetagebücher quantitativ und qualitativ auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Literaturdidaktik und zum Begriff des Fremdverstehens sowie einen praktischen Teil, in dem ein konkretes Unterrichtsprojekt geplant, durchgeführt und analysiert wird.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Fremdverstehen, Persönlichkeitsentwicklung, Lesetagebuch, Jugendliteratur, Perspektivenübernahme und literarisches Lernen.
Die Auswahl erfolgte nach Kriterien wie thematischer Vielfalt, Schwierigkeitsgrad, Alter der Protagonisten, Geschlechterbalance und einem Bezug zu den Lebenswelten der Schüler, um Identifikations- und Distanzierungsmöglichkeiten zu bieten.
Die Lehrkraft nimmt eine unterstützende und beratende Rolle ein, hält sich jedoch im Hintergrund, um den Schülern Freiraum für ihre eigenständige Auseinandersetzung mit dem Text und die Gestaltung ihres Lesetagebuchs zu lassen.
Die Analyse zeigt, dass die Schüler durch die Arbeit am Lesetagebuch diverse Strategien wie Imagination, Perspektivenübernahme und Empathie nutzen, um sich in die Figuren hineinzuversetzen und eine persönliche Bindung zum Gelesenen aufzubauen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

