Diplomarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 1,3
2 Einleitung
3 Kosten der Deflation
3.1 Kosten der Inflation
3.1.1 Verzerrung von Relativpreisen
3.1.2 Nominale Rigiditäten
3.1.3 Störungen in einem progressiven Steuersystem
3.1.4 Direkte Transaktionskosten
3.1.5 Einkommensumverteilung
3.2 Kosten unerwarteter Disinflation
3.3 Kosten der Deflation
3.3.1 Kosten durch Lohnstarrheiten
3.3.2 Ursachen von Lohnstarrheiten
3.3.3 Das Modell von Akerlof, Dickens und Perry
3.3.4 Die Untersuchung von Coenen
4 Ursachen der Deflation
5 Geldpolitische Konsequenzen
5.1 Maßnahmen zur Bekämpfung von Deflation
5.1.1 Das Modell von Buiter
5.2 Die Wirkung der Geldpolitik auf die aggregierte Nachfrage
5.2.1 Die Effekte einer Zinssenkung auf die aggregierte Nachfrage
5.2.2 Effekte einer angekündigten zukünftigen Zinssenkung
5.2.3 Abwertung der Währung
5.2.4 Offenmarkt Geschäfte
5.2.5 Beurteilung der Vorschläge von OW, MC, SV
5.2.6 Fiskalpolitische Ansätze
5.3 Maßnahmen zur Vermeidung von Deflation
6 Zusammenfassung
7 Nebenrechnungen
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Kosten und Ursachen von Deflation und analysiert geldpolitische Strategien zu deren Bekämpfung sowie Vermeidung, wobei insbesondere die Problematik der Null-Untergrenze des Nominalzinses und Lohnstarrheiten im Fokus stehen.
3.3 Kosten der Deflation
Bei Deflation kommt es zu einem Phänomen, welches Irving Fisher als „debt deflation“. Dabei steigt die reale Schuldenlast durch das Absinken des Preisniveaus an und es entstehen die gleichen Probleme, wie bei nicht antizipierter Disinflation. Es wurde bereits erwähnt, dass es bei nicht vollständig antizipierter Deflation außerdem zu einer Umverteilung von Vermögen von Schuldnern zu Gläubigern kommt. Die Gewinne letzterer werden jedoch die Verluste der Schuldner nicht komplett aufwiegen, da die den Krediten zugrunde liegenden Sicherheiten an Wert verlieren. Dieser Effekt ist dann besonders ausgeprägt, wenn eine Deflation mit einem Absinken von Assetpreisen einhergeht (ITO[2004]). Besonders gefährlich ist dies für Volkswirtschaften, mit instabilen Finanzsystemen. In einem Umfeld mit überschuldeten Haushalten und unterkapitalisierten Banken, welche sich starken Belastungen durch Kreditausfälle ausgesetzt sehen, kann eine einsetzende Deflation eine weitere Verschlechterung der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte verursachen (BERNANKE[2003]). Allerdings ist Bernanke der Ansicht, dass sowohl der Zustand der Haushalte, als auch der Unternehmen in den USA alles andere als instabil sei und eine kurzfristige, geringe Deflation kaum negative Effekte für das US-amerikanische Finanzsystem hätte.
2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Übergang von Hochinflationsperioden zu Preisniveaustabilität und identifiziert Deflation als neue potenzielle Gefahr für Industrienationen.
3 Kosten der Deflation: Dieses Kapitel analysiert theoretische Kosten der Deflation, insbesondere unter dem Aspekt der Lohnstarrheit und ökonomischer Modelle wie dem von Akerlof, Dickens und Perry.
4 Ursachen der Deflation: Das Kapitel erläutert, wie Angebots- und Nachfrageschocks zu Deflationserscheinungen führen können und welche Rolle das Vertrauen der Konsumenten dabei spielt.
5 Geldpolitische Konsequenzen: Hier werden verschiedene Instrumente der Geld- und Fiskalpolitik zur Bekämpfung einer Liquiditätsfalle und Deflation detailliert evaluiert.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Deflation ein vermeidbares makroökonomisches Missmanagement darstellt und das Preisniveaustabilität spezifische Risiken birgt.
Deflation, Inflation, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Lohnstarrheit, Null-Untergrenze, Liquiditätsfalle, Preisniveaustabilität, Zentralbank, Rezession, aggregierte Nachfrage, Modell von Buiter, Fisher-Gleichung, Taylor-Regel, Konjunkturzyklus
Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen, volkswirtschaftlichen Kosten und geldpolitischen Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Deflationserscheinungen in modernen Industrienationen.
Die zentralen Themenfelder sind die Auswirkungen nominaler Rigiditäten, die Bedeutung der Lohnstarrheit, die Funktionsweise der Geldpolitik an der Null-Untergrenze des Zinses und der Vergleich verschiedener fiskalpolitischer Strategien.
Die Arbeit analysiert, wie eine Volkswirtschaft Deflation vermeiden oder bekämpfen kann, wenn traditionelle Instrumente der Geldpolitik aufgrund der Null-Untergrenze des Nominalzinses ihre Wirkung verlieren.
Es werden verschiedene ökonomische Modelle (z.B. nach Buiter oder Akerlof, Dickens und Perry) analysiert, formal hergeleitet und anhand von Simulationen sowie empirischen historischen Daten evaluiert.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der Kosten von Inflation und Deflation, gefolgt von einer Untersuchung der Ursachen und einer Evaluierung geldpolitischer und fiskalischer Gegenmaßnahmen, inklusive der Rolle von Wechselkursinterventionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Deflationsspirale, Liquiditätsfalle, Lohnstarrheit, geldpolitisches Missmanagement und Preisniveaustabilität maßgeblich geprägt.
Der Autor argumentiert, dass Lohnstarrheiten in einer Deflation zu ineffizienter, permanenter Arbeitslosigkeit führen, da Reallohnanpassungen durch Nominallohnsenkungen oft institutionell oder sozial verhindert werden.
Diskutiert werden klassische Ansätze wie die Erhöhung der Staatsausgaben sowie modernere Vorschläge, etwa eine stetige Erhöhung der Mehrwertsteuer, um intertemporale Konsumanreize zu schaffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

