Fachbuch, 2019
91 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Kompetenz
2.2 Berufliche Handlungskompetenz
2.3 Industrie 4.0
3 Der Prozess der Industrialisierung
3.1 Die erste industrielle Revolution
3.2 Die zweite industrielle Revolution
3.3 Die dritte industrielle Revolution
3.4 Die vierte industrielle Revolution
4 Beschäftigungswandel im Kontext Industrie 4.0
4.1 Zwei zentrale Thesen über den Beschäftigungswandel durch die Technologisierung
4.2 Frey & Osborne (2013)
4.3 Spöttl (2016)
4.4 Weitere Ergebnisse
4.5 Schlussfolgerungen aus den bisherigen Ergebnissen
5 Veränderungen der Qualifikationsanforderungen im Kontext der Industrie 4.0
5.1 Acatech u.a. (2016)
5.2 HR-Report (2017)
5.3 Konsequenzen aus den bisherigen Ergebnissen
6 Empirische Analyse
6.1 Berufswahl
6.2 Auswahl der Stellenanzeigen
6.3 Qualitative Inhaltsanalyse
6.4 Häufigkeitsanalyse
7 Ergebnisse
7.1 Vergleich zwischen den Berufen
7.2 Vergleich zwischen Ausbildung und Direkteinstieg
7.3 Vergleich der Bereiche je Ausbildungsberuf
7.4 Vergleich von sozialer und personaler Kompetenz je Beruf und Einstiegsart
7.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.6 Kritische Würdigung
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die durch die Industrie 4.0 induzierten Veränderungen der Qualifikations- und Kompetenzanforderungen für Mitarbeiter auf der Shop-Floor-Ebene. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Analyse aktueller Stellenanzeigen zu bestimmen, welche sozialen und personalen Kompetenzen tatsächlich gefordert sind und welche an Bedeutung verlieren, um so einen Beitrag zur berufs- und wirtschaftspädagogischen Debatte über die zukünftige Gestaltung der Ausbildung zu leisten.
3.4 Die vierte industrielle Revolution
Nun befinden wir uns an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Diese ist durch die Möglichkeiten der „Internettechnologien und die Vernetzung in die Produktion geprägt.“ (Köhler u.a. 2015, S. 18) Der gesamte Wertschöpfungsprozess wird vernetzt, wodurch sich sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen bilden. Die neue Stufe der Organisation und Steuerung ermöglicht, Echtzeitinformationen zu erhalten und weiterzuleiten. Dadurch bietet sich eine große Chance, den Wertschöpfungsfluss zu optimieren. Als zentrales Merkmal kann „[d]ie Verschmelzung von Produktionstechnologien und Produkten sowie die Vernetzung beteiligter Komponenten und (Teil-)Systeme […]“ (Köhler u.a. 2015, S. 18) hervorgehoben werden. „Die Digitalisierung verändert Technologien, Produkte, Arbeitsprozesse, Geschäftsmodelle und letztendlich auch die Arbeitsaufgaben der damit befassten Fachkräfte.“ (Zinke u.a. 2017, S. 15) Die Rolle des Menschen durch den veränderten Wertschöpfungsprozess wird von Huber (2018) wie folgt beschrieben:
„War in der ersten industriellen Revolution der Mensch noch der Bediener von Maschinen, so war er in der zweiten der Spezialist und in der dritten der Befähiger. In der vierten Stufe gilt der Mensch nun als Gestalter, nicht nur von Maschinen, sondern der gesamten Wertschöpfung.“ (S. 13)
Diese Veränderungen werden wie zuvor neue Qualifizierungsmaßnahmen mit sich bringen. Für Zinke u.a. (2017) sind deshalb „[a]däquate Qualifizierungsstrategien, lernförderliche Arbeitsumgebungen und entsprechende Weiterbildungskonzepte [...] unabdingbar.“ (Zinke u.a. 2017, S. 15) Allerdings stellt sich die Frage, welche Qualifikationen und Kompetenzen der Mensch für seine zukünftige Tätigkeit besitzen muss. In den vorhergegangenen Revolutionen wurde deutlich, dass Bedienern von Maschinen neue Qualifikationen und in manchen Fällen schon bestimmte Kompetenzen zugesprochen wurden. Dass der Mensch nun als Gestalter der gesamten Wertschöpfungskette über bestimmte Qualifikationen verfügen muss, liegt sehr nahe. Laut acatech u.a. (2016) sind sogar die Qualifikationen der Mitarbeiter die Basis für die nachhaltige Entwicklung der Industrie 4.0 (vgl. acatech u.a. 2016, S. 12).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Industrie 4.0 für die Berufspädagogik ein, formuliert die Forschungsfrage bezüglich der veränderten Kompetenzanforderungen auf der Shop-Floor-Ebene und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kompetenz und berufliche Handlungskompetenz und erläutert die Bedeutung von Industrie 4.0, insbesondere durch Cyber-physische Systeme.
3 Der Prozess der Industrialisierung: Hier erfolgt ein historischer Rückblick auf die vier industriellen Revolutionen, wobei der Fokus auf den damit einhergehenden Veränderungen der Qualifikationsanforderungen an die Arbeitnehmer liegt.
4 Beschäftigungswandel im Kontext Industrie 4.0: Dieses Kapitel analysiert anhand von Studien den durch Industrie 4.0 zu erwartenden Beschäftigungswandel und stellt verschiedene Thesen zur technologischen Arbeitsplatzentwicklung gegenüber.
5 Veränderungen der Qualifikationsanforderungen im Kontext der Industrie 4.0: Das Kapitel beschreibt detailliert relevante Studien, wie die Kompetenzentwicklungsstudie von acatech und den HR-Report, hinsichtlich der für eine digitale Arbeitswelt benötigten Kompetenzen.
6 Empirische Analyse: Dies beschreibt das methodische Vorgehen der eigenen Untersuchung, inklusive der Begründung der Berufswahl, der Auswahl der Stellenanzeigen und der Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse.
7 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse der Stellenanzeigen, vergleicht Kompetenzanforderungen zwischen den gewählten Berufen sowie Einstiegsarten und überprüft die vorab formulierten Thesen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Forschungslücke im Bereich der sozialen und personalen Kompetenzen bei Industrie 4.0 und gibt Anregungen für zukünftige berufspädagogische Forschung.
Industrie 4.0, Kompetenzanforderungen, Shop-Floor-Ebene, Berufspädagogik, Personale Kompetenz, Soziale Kompetenz, Qualifikationswandel, Stellenanzeigen, Digitalisierung, Berufliche Handlungskompetenz, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Arbeitsmarkt, Beschäftigungswandel.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Arbeitsanforderungen für Mitarbeiter in der industriellen Produktion (Shop-Floor-Ebene) durch die technologischen Entwicklungen der Industrie 4.0 verändern.
Die zentralen Themen sind der Wandel von Qualifikationen und Kompetenzen, die historische Entwicklung der Industrialisierung sowie eine empirische Analyse von Stellenanzeigen in Bezug auf soziale und personale Anforderungen.
Das primäre Ziel ist zu bestimmen, welche spezifischen sozialen und personalen Kompetenzen durch Industrie 4.0 für Facharbeiter auf der Produktionsebene künftig wichtiger werden und welche an Bedeutung verlieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zum Forschungsstand sowie einer eigenen empirischen Studie mittels qualitativer Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen, inklusive einer Häufigkeitsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen historischen Rückblick auf die Industrialisierung, eine Auswertung aktueller Studien zum Beschäftigungswandel sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Analyse von Stellenanzeigen.
Zu den Schlüsselwörtern zählen insbesondere Industrie 4.0, Kompetenzanforderungen, personale Kompetenz, soziale Kompetenz, berufliche Handlungskompetenz und Shop-Floor-Ebene.
Diese Berufe wurden basierend auf der Deckungsanalyse von Spöttl (2016) ausgewählt, da sie eine hohe Affinität zur Industrie 4.0 aufweisen und somit als besonders repräsentativ für anstehende Veränderungen gelten.
Die Analyse zeigt, dass soziale und personale Kompetenzen bei Auszubildenden stärker in Stellenanzeigen gefordert werden als bei Fachkräften im Direkteinstieg mit bereits abgeschlossenem Berufsabschluss.
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