Examensarbeit, 2005
30 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
1. Krise
2. Krisenintervention
2.1 Methodik – Der generelle und der individuelle Ansatz in der Krisenintervention
2.1.1 Prinzipien der Krisenintervention
2.2 Die drei Ausgleichsfaktoren
3. Schizophrenie
3.1 Ursachen und Entstehung
3.2 Symptomatik
3.3 Therapie
3.4 Verlauf
4. Stimmenhören
4.1 Stimmenhörer verstehen
4.2 Stimmenhörer – Netzwerk
5. Pflegerische Interventionsmöglichkeiten beim Stimmenhören
5.1 Umgang mit gefährlichen Stimmen – Krisenintervention
5.2 Gruppenarbeit mit Stimmenhörern
5.3 Eigene Interventionsmöglichkeiten
Resümee
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Stimmenhörens im Kontext von Krisensituationen und erarbeitet pflegerische Interventionsmöglichkeiten, um Betroffene bei der Bewältigung zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern, ohne das Stimmenhören vorschnell als rein pathologisch abzuwerten.
4.1 Stimmenhörer verstehen
Je nachdem, wie man das Stimmenhören betrachtet, kann man es einerseits als Symptom sehen, was die problemorientierte, pathologische Sichtweise von außen ist. Oder man sieht die Stimmen als Signal, was die ressourcenorientierte, individuelle Sicht von innen wäre.
Das Stimmenhören beinhaltet demnach auf jeden Fall zwei Aspekte: ein Signal für etwas Wichtiges, dass die PatientInnen betrifft, aber auch ein Problem, dass insbesondere ihre Interaktionen mit anderen Menschen belastet und in vielerlei Hinsicht gefährlich werden kann.
Die Art und Weise, wie die Betroffenen selbst mit ihren Stimmen umgehen, lässt sich in drei Phasen der Selbststeuerung einteilen (nach Stratenwerth/Bock, 1999):
1.) Phase der Irritation
- Reizquellen/eine Quelle für die Stimmen werden gesucht
- Flucht vor den Stimmen
2.) Phase der Reorganisation
- (vorläufige) rationale Erklärung für die Stimmen finden
- ggf. Austausch mit anderen über die Stimmen
3.) Phase der Stabilisierung
- individuelle Strategien entwickeln
~ ablenken, anderweitig beschäftigen
~ mit Musik übertönen
~ selektiv hinhören, unliebsame Stimmen ausblenden
- Neugestalten der sozialen Situation, so das die Macht der Stimmen eingegrenzt wird
Krise: Definiert Krisen als Ungleichgewicht zwischen Problemen und Ressourcen und erläutert verschiedene Krisentypen sowie Phasenmodelle der Krisendynamik.
Krisenintervention: Beschreibt therapeutische Konzepte, die darauf abzielen, unmittelbare Krisen zeitlich begrenzt aufzulösen und das vorherige Funktionsniveau des Patienten wiederherzustellen.
Schizophrenie: Bietet einen medizinischen Überblick über die Erkrankung, einschließlich Ursachen, Symptomatik, diagnostischer Kriterien und gängiger Behandlungsansätze.
Stimmenhören: Beleuchtet das Phänomen als individuelles Erleben jenseits reiner Pathologie und stellt die Perspektive von Stimmenhörer-Netzwerken dar.
Pflegerische Interventionsmöglichkeiten beim Stimmenhören: Vermittelt praxisnahe Strategien wie die Einschätzung des Erlebens, Gesprächstechniken, Gruppenkonzepte und konkrete Hilfen zur Selbststeuerung.
Stimmenhören, Krisenintervention, psychiatrische Pflege, Schizophrenie, psychisches Gleichgewicht, Bewältigungsstrategien, Halluzinationen, Selbststeuerung, Ressourcenorientierung, Krisenprävention, Patientenbetreuung, auditive Wahrnehmungsstörung, Beziehungsarbeit, psychische Krise.
Die Arbeit behandelt die professionelle pflegerische Unterstützung von Menschen, die durch das Phänomen des Stimmenhörens in eine psychische Krise geraten sind.
Zentrale Themen sind Krisentheorien, das medizinische Verständnis von Schizophrenie, die Phänomenologie des Stimmenhörens und konkrete pflegerische Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, Pflegekräften Leitlinien an die Hand zu geben, um Betroffene ressourcenorientiert bei der Bewältigung ihrer Krisen zu unterstützen und den Umgang mit den Stimmen zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Zusammenführung pflegewissenschaftlicher Konzepte zur Krisenintervention und zum Stimmenhören.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von Krisen und Schizophrenie, die differenzierte Betrachtung des Stimmenhörens und einen umfangreichen praktischen Teil zu pflegerischen Interventionsmöglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Stimmenhören, Krisenintervention, psychische Stabilität, Ressourcenorientierung und pflegerische Beziehungsarbeit.
Für Betroffene können Stimmen eine reale, subjektive Bedeutung haben; ein vorschnelles Abwerten als pathologisches Symptom kann die notwendige vertrauensvolle therapeutische Beziehung gefährden.
Da jeder Mensch anders reagiert, gibt es keine Standardlösungen; Pflegekräfte müssen flexibel und kreativ individuelle Bewältigungswege gemeinsam mit dem Patienten finden.
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