Diplomarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Situation des deutschen Mittelstandes unter dem Gesichtspunkt der Unternehmensfinanzierung
2.1 Begriffsbestimmung Mittelstand
2.1.1 Quantitative Merkmale
2.1.2 Qualitative Merkmale
2.2 Klassische Finanzierungswege des deutschen Mittelstandes
2.2.1 Innenfinanzierung
2.2.2 Außenfinanzierung
2.3 Der Baseler Eigenkapitalakkord (Basel II)
2.3.1 Das 3-Säulen-Konzept
2.3.2 Die Auswirkungen auf die Kreditfinanzierung mittelständischer Unternehmen
2.4 Die Nachfolgeproblematik des deutschen Mittelstandes
3. Grundlagen der Beteiligungskapital-Finanzierung
3.1 Definition des verwendeten Beteiligungskapital-Begriffes
3.2 Beteiligungskapital in den unterschiedlichen Finanzierungszyklen
3.2.1 Frühphasen-Finanzierung
3.2.2 Spätphasen-Finanzierung
3.3 Gestaltung der Beteiligungskapital-Finanzierung
3.4 Der Beteiligungsprozess
3.4.1 Kapitalakquisition
3.4.2 Deal Flow und Projektüberprüfung
3.4.3 Beteiligungsverhandlung
3.4.4 Management der Beteiligung
3.4.5 Desinvestition
3.5 Der Markt für Beteiligungskapital in Deutschland
3.5.1 Marktvolumen und Marktsegmente
3.5.2 Der deutsche Markt im internationalen Vergleich
3.6 Die Rolle des Staates bei der Bereitstellung von Beteiligungskapital
3.6.1 Die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften
3.6.2 Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau
4. Beteiligungskapital in der Unternehmensfinanzierung
4.1 Die Ausweitung der Eigenkapitalbasis mittels Beteiligungskapital
4.1.1 Die Eigenkapitalausstattung mittelständischer Unternehmen
4.1.2 Voraussetzung für die Beteiligungskapital-Finanzierung
4.1.3 Vor- und Nachteile einer Beteiligungsfinanzierung
4.2 Beteiligungskapital als Lösungsansatz für die Nachfolgeproblematik mittelständischer Unternehmen
4.2.1 Buy-Outs als Nachfolgelösung
4.2.2 Der Börsengang als Nachfolgelösung
5. Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung der Arbeit
5.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Beteiligungskapital als Finanzierungsalternative zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und zur Lösung der Nachfolgeproblematik im deutschen Mittelstand beitragen kann, insbesondere vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen durch Basel II.
3.2.1 Frühphasen-Finanzierung
Die Frühphasen-Finanzierung ist durch einen vergleichsweise geringen Kapitalbedarf und ein hohes Risiko gekennzeichnet. In diesem Stadium der Unternehmensentwicklung werden erste Produktideen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft sowie ein Produkt- und Unternehmenskonzept entwickelt. Diese auch als Early-stage-Financing bezeichnete Phase reicht von der Unternehmensgründung bis zum Start der Produktion und lässt sich in drei Subphasen unterteilen.
Seed Financing: In dieser Phase erfolgt die Entwicklung der Idee in verwertbare Resultate bis hin zum Prototyp, auf dessen Basis das Unternehmenskonzept weiter konkretisiert wird. Der Kapitalbedarf wird in dieser Phase fast ausschließlich durch die Gründer aufgebracht, häufig mit der Unterstützung staatlicher Förderprogramme. Beteiligungskapital wird in dieser Phase vorwiegend durch das Engagement von so genannten Business Angels zur Verfügung gestellt. Diese stellen informelles Beteiligungskapital bereit, welches sich von formellem Beteiligungskapital dadurch unterscheidet, dass es sich bei den Kapitalgebern um Privatinvestoren, also natürliche Personen handelt. Vielfach stellen Business Angels auch ihr kaufmännisches Know-how sowie ihr Netzwerk von Kontakten den Unternehmensgründern zur Verfügung.
Start Up Financing: In diesem Abschnitt der Unternehmensentwicklung wird das Produkt bis zur Marktreife entwickelt und ein erstes Marketingkonzept aufgestellt. Die Finanzierung wird in dieser Phase erstmals auch mittels formellem Beteiligungskapital realisiert, da auf Grundlage des fertigen Produktes eine erste Risikokalkulation vorgenommen werden kann. Der Kapitalbedarf muss nahezu vollständig durch Eigenkapital gedeckt werden. Bankkredite sind infolge der zu erwartenden Anlaufverluste und der fehlenden Sicherheiten noch keine Alternative.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Finanzierungsschwierigkeiten mittelständischer Unternehmen infolge von Basel II und anstehender Nachfolgeprozesse und definiert das Ziel, Beteiligungskapital als Lösungsansatz zu analysieren.
2. Die Situation des deutschen Mittelstandes unter dem Gesichtspunkt der Unternehmensfinanzierung: Dieses Kapitel erläutert den Mittelstandsbegriff, klassische Finanzierungswege, die regulatorischen Änderungen durch Basel II und die Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge.
3. Grundlagen der Beteiligungskapital-Finanzierung: Es werden der Beteiligungskapital-Begriff definiert, verschiedene Finanzierungsphasen sowie die Gestaltung und der idealtypische Beteiligungsprozess inklusive des deutschen Marktüberblicks beschrieben.
4. Beteiligungskapital in der Unternehmensfinanzierung: Das Kapitel untersucht konkret, wie Beteiligungskapital das Eigenkapitaldefizit ausgleichen kann und welche Rolle es bei Nachfolgelösungen wie Buy-Outs oder Börsengängen spielt.
5. Schlussbetrachtung: Hier werden die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Beteiligungskapitalmarktes sowie notwendige Anpassungen durch Unternehmen und Politik gegeben.
Beteiligungskapital, Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Basel II, Eigenkapital, Unternehmensnachfolge, Venture Capital, Private Equity, Buy-Out, Börsengang, Finanzierungszyklen, Beteiligungsgesellschaften, KMU, Rating, Kapitalakquisition
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie mittelständische Unternehmen durch den Einsatz von Beteiligungskapital ihre Eigenkapitalbasis stärken und komplexe Herausforderungen wie die Unternehmensnachfolge bewältigen können.
Zentrale Themen sind die Finanzierungssituation im deutschen Mittelstand, die Auswirkungen von Basel II, die Grundlagen von Beteiligungsfinanzierungen und die Anwendung spezifischer Instrumente wie Buy-Outs.
Das Ziel ist es, das Potenzial von Beteiligungskapital als strategisches Instrument zur Lösung der spezifischen Finanzierungs- und Nachfolgeprobleme des Mittelstandes aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung aktueller Studien (z.B. der KfW und des BVK) sowie den Vergleich deutscher Marktstrukturen mit internationalen Standards.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Mittelstandsfinanzierung, die theoretische Fundierung des Beteiligungskapital-Prozesses und die praktische Anwendung von Beteiligungskapital als Lösungsansatz für das Eigenkapitaldefizit und die Nachfolgeplanung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Beteiligungskapital, Mittelstand, Basel II, Eigenkapitalquote, Unternehmensnachfolge, Buy-Out und Private Equity.
Basel II führt dazu, dass Kreditkonditionen stärker bonitätsabhängig gestaltet werden, wodurch für den Mittelstand der Anreiz steigt, das Rating durch eine höhere Eigenkapitalquote zu verbessern.
Da der Kaufpreis bei familienexternen Übernahmen oft nicht allein durch das Management aufgebracht werden kann, dient Beteiligungskapital dazu, das notwendige Eigenkapitalvolumen bereitzustellen.
Neben dem Ausbau der Haftungsbasis und der Schonung der Liquidität profitieren Unternehmen von der Managementunterstützung und dem Netzwerk der Beteiligungsgesellschaft.
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