Bachelorarbeit, 2018
126 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definitorische Grundlagen zu Sprachkontakt und Psycholinguistik
2.1 Bilinguismus
2.2 Code-Switching
2.3 Die Psycholinguistik
2.3.1 Das mentale Lexikon
2.3.2 Autonome vs. interaktive Sprachproduktionsmodelle
2.4 Die Theorie Gary S. Dells
2.4.1 Der Sprachproduktionsprozess nach Gary S. Dell (1986)
3. Die Studie
3.1 Die Probanden
3.2 Die Untersuchungsmethode
3.3 Die Untersuchungsvariablen
3.4 Die Untersuchungsdurchführung
3.5 Die Interview-Fragen
3.6 Die Ergebnisse
4. Psycholinguistische Analyse
4.1 Charakterisierung des Sprechers 3
4.2. Rekonstruktion des Sprachproduktionsprozesses und psycholinguistische Analyse der Velarisierung des Phonems /l/
4.2.1 Assimilationsprozesse als Indiz für ein höheres Aktivierungslevel des alveolaren [l] bei /salsa/
5. Fazit
Die vorliegende Bachelor-Arbeit rekonstruiert kognitive Prozesse von Sprachkontaktphänomenen bei bilingualen Englisch/Spanisch-Sprechern aus Los Angeles. Dabei wird untersucht, wie Sprachwechsel zustande kommen und inwiefern der Sprachproduktionsprozess bei Bilingualen durch das Modell von Gary S. Dell (1986) erklärt werden kann, wobei der Fokus insbesondere auf der produktiven Seite der Sprache liegt.
2.4.1 Der Sprachproduktionsprozess nach Gary S. Dell (1986)
Um die Produktion einer sprachlichen Äußerung verstehen zu können, muss zunächst das Zusammenspiel der drei in Kapitel 2.4 angeführten Komponenten betrachtet werden. Bei der Sprachproduktion wird auf jedem Level eine Repräsentation des “sentence-to-be-spoken” gebildet. Konstituiert wird diese durch die Enkodierung der jeweils höher stehenden Repräsentation. Dieser Übersetzungsprozess geschieht wie folgt: Wenn exemplarisch die phonologische Repräsentation (hier: R2) hergestellt werden soll, muss dies im Zuge der phonologischen Enkodierung passieren. Während dieses Enkodierungsprozesses findet eine Übersetzung einzelner Items der morphologischen, vorangegangenen, Repräsentation (hier: R1) in die R2 statt. Die morphologische Repräsentation wird demnach in Silben, Rimes, Clusters, Phoneme und Features übersetzt.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Sprachkontakt und Formulierung der Forschungsfrage zur kognitiven Rekonstruktion von Sprachwechseln bei bilingualen Sprechern.
2. Definitorische Grundlagen zu Sprachkontakt und Psycholinguistik: Definition zentraler Begriffe wie Bilinguismus und Code-Switching sowie Einbettung in die psycholinguistische Theorie und Sprachproduktionsmodelle.
3. Die Studie: Erläuterung des methodischen Vorgehens, der Probandenauswahl, der Interviewdurchführung und Präsentation der gesammelten Sprachdaten.
4. Psycholinguistische Analyse: Konkrete Anwendung der Theorie von Dell auf aufgezeichnete Äußerungen, insbesondere die Analyse von Velarisierungsprozessen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Faktoren Gebrauchshäufigkeit und Assimilation bei Sprachwechseln.
Bilinguismus, Code-Switching, Psycholinguistik, Sprachproduktion, Gary S. Dell, Mentales Lexikon, Sprachwechsel, Velarisierung, Assimilation, Spanglish, Sprachkontakt, Kognitive Prozesse, Interviewstudie.
Die Arbeit untersucht psycholinguistisch, wie es bei bilingualen Sprechern (Englisch/Spanisch) zu Sprachwechseln und inkorrekten Sprachproduktionen kommt.
Die zentralen Themen sind Sprachkontakt, die Struktur des mentalen Lexikons bei Bilingualen und die Prozesse der Sprachproduktion auf Basis konnektionistischer Modelle.
Das Ziel ist die Rekonstruktion der internen kognitiven Sprachproduktionsprozesse, die zu Sprachwechseln führen, basierend auf dem Modell von Gary S. Dell.
Es wird eine empirische Untersuchung in Form von leitfadengestützten Interviews mit neun Probanden aus Los Angeles durchgeführt, deren Äußerungen qualitativ analysiert werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Sprachproduktion, die Erläuterung der Studiendurchführung und eine detaillierte psycholinguistische Analyse spezifischer Äußerungen der Probanden.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Bilinguismus, Code-Switching, Sprachproduktion, Mentales Lexikon und Sprachkontakt.
Die Velarisierung dient als konkretes Beispiel für einen Sprachfehler, der psycholinguistisch durch das Modell der spreading-activation erklärt werden kann.
Inkorrekte Sprachwechsel werden als Konsequenz hoher Aktivierungslevel einzelner Items im mentalen Netzwerk erklärt, beeinflusst durch Gebrauchshäufigkeit und Assimilationsprozesse.
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