Magisterarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 1,7
Die Magisterarbeit befasst sich mit dem Einfluss der Endzeitvorstellungen auf die Regierungszeit Ottos III. Die Arbeit untersucht, inwiefern das eschatologische Denken der Zeit das Handeln Ottos beeinflusste und ob er sich selbst als Friedenskaiser einer bereits eingetretenen Endzeit sah.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsstand zum Thema der Endzeiterwartung um das Jahr 1000 beleuchtet. Kapitel 2 befasst sich mit dem eschatologischen Denken der Zeit und analysiert den Einfluss des Antichrist und der Apokalypse auf die damalige Gesellschaft. Kapitel 3 untersucht das Umfeld Ottos III. und dessen enge Beziehungen zu Persönlichkeiten wie Gerbert von Aurillac, Leo von Vercelli, Adalbert von Prag und Romuald von Camaldoli, die durch ihre eigenen eschatologischen Ideen geprägt waren. In Kapitel 4 wird Ottos eigenes Handeln im Hinblick auf die Endzeiterwartung analysiert. Die Arbeit untersucht die verschiedenen Aktionen des Kaisers, wie z.B. seine Pilgerfahrten, seinen Adalbertkult und seine Renovatio-Politik, um zu verstehen, inwiefern er sich mit den Endzeitvorstellungen auseinandersetzte.
Endzeiterwartung, Jahrtausendwende, Apokalypse, Antichrist, Otto III., Renovatio Imperii Romanorum, Friedenskaiser, Eschatologie, Heiliges Römisches Reich, Religiöse Bewegungen, Byzantinische Einflüsse
Die "Schreckensthese" der Romantik ist umstritten; die Arbeit zeigt jedoch, dass eschatologische Vorstellungen im Umfeld Ottos III. durchaus verbreitet waren.
Ein Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, bekannt für seine tiefe Frömmigkeit und sein politisches Programm der "Renovatio Imperii Romanorum".
Die Erneuerung des Römischen Reiches. Otto III. wollte Rom wieder zum Zentrum des Reiches machen, möglicherweise auch als Bollwerk gegen den Antichrist.
Der Antichrist galt als Vorbote des Weltendes; viele religiöse Handlungen dienten dazu, sein Erscheinen hinauszuzögern oder sich darauf vorzubereiten.
Dazu gehörten Gelehrte wie Gerbert von Aurillac (später Papst Silvester II.) und Heilige wie Adalbert von Prag.
Die Öffnung im Jahr 1000 wird oft als symbolische Handlung im Kontext seiner Renovatio-Politik und seiner eschatologischen Erwartungen gedeutet.
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