Bachelorarbeit, 2018
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Freundschaft und soziale Medien
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Hypothesen
2. Methoden
2.1 Stichprobe
2.2 Vorgehensweise und Instrumente
2.3 Analytische Verfahren
3. Ergebnisse
3.1 Deskriptive Ergebnisse
3.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
4. Diskussion
4.1 Schlussfolgerungen
4.2 Limitationen
4.3 Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Beziehungsqualität von Offline-, Online- und gemischten Freundschaften bei jungen Erwachsenen. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss des elektronischen Kontakts auf verschiedene Dimensionen der Beziehungsqualität zu analysieren und zu prüfen, ob sich die Freundschaftstypen in ihrer Qualität signifikant unterscheiden, unter Berücksichtigung von Einflussfaktoren wie Geschlecht, Alter, Kontakthäufigkeit und Dauer der Freundschaft.
1.1 Freundschaften und soziale Medien
„Wie gibt es überhaupt ein »lebenswertes Leben« [...], das nicht auf gegenseitiger Sympathie von Freunden beruht? Was ist denn angenehmer, als jemanden zu haben, mit dem du dich getrauen kannst, alles so bereden wie mit dir selbst. Würdest du glückliche Stunden so genießen können, wenn du nicht jemand hättest, der sich darüber ebenso freut wie du?“ (Cicero, 2014, S.16-17)
Mit diesen Worten preist der römische Philosoph Marcus Tullius Cicero bereits 44 v.Chr. das Wesen der Freundschaft an (Mackenthun, 1987). Selbst Aristoteles betonte, dass Freundschaftsbeziehungen essentiell für ein erfüllendes Leben seien (Aristoteles, 1980). Dies veranschaulicht, dass Freundschaften seit Jahrtausenden ein wichtiger und fester Bestandteil unseres Lebens sind. So wird der Begriff in unserem alltäglichen Sprachgebrauch für eine Vielzahl von Personen verwendet.
Wir bezeichnen Arbeitskollegen, Familienmitglieder, Bekannte und auch unseren Partner als einen Freund (Wrzus, Zimmermann, Mund, Neyer, 2017). Eben diese Vielschichtigkeit des Freundschaftsbegriffes macht eine einheitliche wissenschaftliche Definition schwer. Jedoch werden Freunde in der psychologischen Beziehungsforschung klar von romantischen Beziehungen und Familienmitgliedern differenziert (Neyer & Wrzus, 2018).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Freundschaftsforschung ein, beleuchtet die Rolle sozialer Medien und leitet auf Basis des Forschungsstandes die Hypothesen ab.
2. Methoden: Hier werden die Stichprobe, das Studiendesign inklusive der verwendeten Fragebögen (MFQ-FF) sowie die statistischen Auswertungsverfahren detailliert beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Daten der Befragung sowie die inferenzstatistischen Analysen zur Prüfung der Hypothesen.
4. Diskussion: Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse interpretiert, in den Kontext bestehender Literatur eingeordnet, Limitationen der Studie aufgezeigt und ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben.
Freundschaft, Beziehungsqualität, soziale Medien, Online-Freundschaft, Offline-Freundschaft, digitale Kommunikation, junge Erwachsene, McGill Friendship Questionnaire, Selbstenthüllung, Intimität, soziale Unterstützung, Geschlechtsunterschiede, Kontakthäufigkeit, Beziehungsdauer, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht, wie digitale Kommunikation die Qualität von Freundschaften beeinflusst und wie sich verschiedene Freundschaftstypen (offline, online, gemischt) hinsichtlich ihrer Beziehungsqualität unterscheiden.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Beziehungsforschung, der Auswirkung digitaler Medien auf zwischenmenschliche Interaktionen sowie der Messung von Freundschaftsqualität bei jungen Erwachsenen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das Ausmaß elektronischer Kommunikation mit der erlebten Beziehungsqualität korreliert und ob Offline-Freundschaften im Vergleich zu Online- und gemischten Freundschaften als qualitativ hochwertiger wahrgenommen werden.
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage bei jungen Erwachsenen durchgeführt, bei der die Freundschaftsqualität mittels des „McGill Friendship Questionnaire-Friend’s Functions“ (MFQ-FF) erhoben und mittels Korrelations- und Varianzanalysen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einleitung, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung, die Darstellung der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse sowie die kritische Diskussion der Befunde.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Freundschaft, Beziehungsqualität, soziale Medien, digitale Kommunikation sowie spezifische Dimensionen wie Intimität und soziale Unterstützung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Offline-Freundschaften deskriptiv und in zentralen Aspekten wie Hilfe und Intimität signifikant qualitativer wahrgenommen werden als Online-Freundschaften.
Frauen berichten durchweg von einer höheren Beziehungsqualität als Männer. Das Alter hingegen zeigt in dieser Stichprobe bei den meisten Freundschaftstypen keinen signifikanten Einfluss.
Überraschenderweise hat die Kontakthäufigkeit nur bei Online-Freunden einen signifikanten positiven Einfluss auf die Beziehungsqualität, während sie bei anderen Freundschaftstypen kaum eine Rolle spielt.
Diese Differenzierung ist notwendig, da die Art der Interaktion und der Entstehungsort maßgeblich die Erwartungen und die Dynamik innerhalb der Freundschaft beeinflussen können, was durch die Studie empirisch überprüft wurde.
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