Examensarbeit, 2018
78 Seiten, Note: 1,00
Einleitung
1. Struktur der wissenschaftlichen Hausarbeit
2. Aktueller Forschungsstand der Kinderzeichnungsforschung mit Blick auf die Schemaphase der späten Kindheit
2.1 Forschungsaspekte
2.1.1 Gesamteindruck
2.1.2 Motive, Symbole, Zeichen
2.1.3 Graphomotorik
2.1.4 Formdarstellung
2.1.5 Größendarstellung
2.1.6 Farbdarstellung
2.1.7 Bewegungsdarstellung
2.1.8 Raum- und Zeitdarstellung, Komposition
3. Methodologische Überlegungen
3.1 Qualitativ-empirische Forschung
3.2 Einzelfallanalyse
3.3 Datenerhebung
3.3.1 Teilnehmende Beobachtung
3.3.2 Videoaufzeichnung
3.3.3 Fotografie
4. Methodische Konkretisierung der empirischen Untersuchung
4.1 Situative Bedingungen
4.2 Untersuchungsaufbau
4.3 Datenerhebung
5. Datenaufbereitung und Auswertung
5.1 Beobachtungsbogen für den Gesamtverlauf
5.2 Analyse der Prozess-Aspekte
6. Fazit
6.1 Inhaltliches Resümee
6.2 Kritische Betrachtung der Datenerhebung und Interpretation
6.3 Reflexion der eigenen Rolle als Forscher
6.4 Kunstdidaktische Konsequenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Einzelfallstudie, wie kindliche Zeichenprozesse in der Grundschule durch Prozessanalysen wissenschaftlich erfasst und gedeutet werden können, wobei der Fokus auf dem Verlauf und der Entstehung der Zeichnung anstatt auf dem bloßen Ergebnis liegt.
Die Schemaphase der späten Kindheit
Im Unterschied zur Schemaphase der mittleren Kindheit der Zeichenentwicklung wird nun in der späten Kindheit das Denken flexibler, Umkehrungen der Denkprozesse werden möglich. (Richter, 1997, S.62) Das Kind beginnt, seine Wahrnehmungen der Realität anzugleichen. Detailfreude und Detailgenauigkeit nehmen in der Zeichnung zu. (Richter, 1997, S.63)
Das Kind der mittleren Kindheit zeigt ab etwa 7;0 Jahren mit Bewegungsdarstellungen Anfänge der neuen Denkmöglichkeiten und damit auch die Möglichkeit zu vorwegnehmenden Vorstellungsbildern. (Richter, 1997, S.49)
In der späten Kindheit (ab circa 9;0 bis 10;0 Jahren) werden die Bewegungsdarstellungen durch größere Angleichung an die Wahrnehmung der äußeren Realität und die nun möglichen Überschneidungen und Verdeckungen immer sicherer und vielfältiger. Hinzu kommt eine immer bewusstere und an die Realität angeglichenere Raumdarstellung der Tiefenrelation von Gegenständen. Die Objekte und Objektdetails werden jetzt in sachlich-logischer Beziehung zueinander gesehen. Handlungen in den Zeichnungen sind keine isolierten Akte mehr, sondern Bestandteil eines Systems in einem Gesamtbild. Verschiedene Beziehungen wie Lage, Größe und Richtung der Objekte zueinander und der Details innerhalb der Objekte werden zunehmend berücksichtigt. (Richter, 1997, S.62)
In der späten Kindheit (circa 9;0 bis 11;0/12;0 Jahre) setzt sich das Kind deutlich mit den Möglichkeiten der Raumdarstellung in seinen Zeichnungen auseinander. „Klappbilder“ und vorperspektivische Darstellungen sind zu beobachten. Auch die Dimension der Zeit beginnt zunehmend in den Zeichnungen eine Rolle zu spielen. Diese Beobachtungen reflektieren nicht nur den Entwicklungsstand der Denkentwicklung, sondern auch aller anderen psychischen Funktionen, die nun in gleicher Weise am Aufbau dieser Stufe der Zeichenentwicklung beteiligt sind. (Richter, 1997, S.62)
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung der Forschungsarbeit aus einem Praktikum und definiert die zentrale Forschungsfrage zum Umgang mit Prozessanalysen in einer Einzelfallstudie.
1. Struktur der wissenschaftlichen Hausarbeit: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit in einen theoretischen und einen empirischen Teil.
2. Aktueller Forschungsstand der Kinderzeichnungsforschung mit Blick auf die Schemaphase der späten Kindheit: Es werden theoretische Grundlagen zu Entwicklungsphasen dargestellt, wobei der Fokus auf der Schemaphase der späten Kindheit und deren spezifischen Merkmalen liegt.
3. Methodologische Überlegungen: Die Wahl der qualitativ-empirischen Forschungsmethode sowie die Instrumente der Datenerhebung (teilnehmende Beobachtung, Videoaufzeichnung) werden begründet.
4. Methodische Konkretisierung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die konkreten Rahmenbedingungen der Untersuchung, einschließlich der situativen Gegebenheiten des Kindes und des Versuchsaufbaus.
5. Datenaufbereitung und Auswertung: Die erhobenen Daten werden aufbereitet und analysiert, wobei der Entstehungsprozess zweier bildnerischer Arbeiten des Kindes im Zentrum steht.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise sowie die Rolle der Forschenden und leitet kunstdidaktische Konsequenzen für die Praxis ab.
Kinderzeichnung, Schemaphase, späte Kindheit, Einzelfallstudie, Prozessanalyse, bildnerische Entwicklung, qualitativ-empirische Forschung, teilnehmende Beobachtung, Videoaufzeichnung, Raumdarstellung, Bewegungsdarstellung, Kunstpädagogik, menschliche Figur, Zeichenprozess, kreatives Gestalten
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung kindlicher Zeichenprozesse in der späten Kindheit durch eine Einzelfallstudie.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kinderzeichnungsforschung, die Anwendung qualitativ-empirischer Methoden und die Analyse der individuellen Entstehung von Zeichnungen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Wie kann im Rahmen einer Einzelfallstudie eine Kinderzeichnung eines Grundschulkindes mittels Prozessanalysen untersucht werden?"
Es wird eine qualitativ-empirische Forschungsweise angewendet, basierend auf einer Einzelfallanalyse durch teilnehmende Beobachtung und Videoaufzeichnung.
Im Hauptteil werden theoretische Modelle der Kinderzeichnungsforschung erläutert und die empirische Untersuchung eines 9-jährigen Kindes detailliert ausgewertet.
Charakteristische Begriffe sind Kinderzeichnung, Schemaphase, Prozessanalyse, Einzelfallstudie und Kunstpädagogik.
Die Wahl fiel auf ihn, da er durch seine Teilnahme an einer Kunstprojektgruppe bereits ein grundlegendes Interesse an bildnerischem Schaffen zeigte.
Sie dient dazu, komplexe Zeichenprozesse vollständig und für eine wiederholte Analyse zugänglich zu machen, was eine rein menschliche Beobachtung in dieser Detailtiefe nicht leisten könnte.
Klappbilder werden als deutliches Zeichen einer weiterführenden kognitiven Entwicklung in der Raumdarstellung interpretiert.
Die Analyse zeigt, dass das Kind zwar anatomische Details differenzierter darstellt als in früheren Stufen, jedoch weiterhin ein schematisches Vorgehen bevorzugt, um Sicherheit zu gewinnen.
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