Bachelorarbeit, 2018
67 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Intergenerationelle Mobilität - eine Definition
3. Messung Intergenerationeller Mobilität und Messkonzepte
3.1 Intergenerationelle Einkommensmobilität
3.2 Intergenerationelle Bildungsmobilität
3.3 Sozio-ökonomische Mobilität
4. Intergenerationelle Mobilität im internationalen Vergleich
4.1 Intergenerationelle Einkommensmobilität im internationalen Vergleich
4.2 Intergenerationelle Bildungsmobilität im internationalen Vergleich
4.3 Zusammenhang der Einkommens- und Bildungsmobilität
4.4 Rolle des tertiären Bildungssektors
5. Finanzielle Beschränkungen
5.1 Belley und Lochner (2007)
5.2 Frenette (2007)
5.3 Chowdry et al. (2012)
5.4 Vandenberghe (2007)
5.5 Zusammenfassung des Literaturüberblicks
6. Charakteristika der Hochschulsysteme
6.1 Ausmaß der Kostenteilung - Studiengebühren
6.2 Studienkredite und Studienzuschüsse
6.3 Analyse der charakteristischen Unterschiede im internationalen Vergleich
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle des tertiären Bildungssektors für die intergenerationelle Mobilität in einem internationalen Vergleich. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie unterschiedliche Ausgestaltungen von Hochschulsystemen – insbesondere hinsichtlich Finanzierung und Unterstützung – die Chancengleichheit und Mobilität zwischen den Generationen beeinflussen.
4.1 Intergenerationelle Einkommensmobilität im internationalen Vergleich
In Tabelle 1 sind die in Blanden (2013) präferierten Studien zur Schätzung intergenerationeller Einkommenselastizität aufgelistet. Für eine optimale Vergleichbarkeit der Nationen verwendet Blanden (2013) hierbei Kohorten, welche in den 1960er und 1970er Jahren geboren wurden mit Altersgruppen, welche möglichst dem Optimum von 30 bis 40 Jahren entsprechen. Wie in Abschnitt 3.1 besprochen, haben die verschiedenen Messmethoden unterschiedliche Fehleranfälligkeiten. Corak (2006) zeigt mithilfe von US Daten und den Ergebnissen aus Solon (1992) und Björkl und Jäntti (1997), dass OLS Schätzungen um einen Faktor von 0,75 kleiner sind, als auf Instrumentvariablen basierende Messansätze. Dieser nur für die USA gestützte Fakt wird in Blanden 2013 als universell geltend angenommen, sodass sowohl IV- und TSIV-Ansätze mit 0,75 skaliert werden, um die Vergleichbarkeit der Studien zu gewährleisten.
Für Großbritannien wurde der in Dearden et al. (1997) genutzte IV-Ansatz skaliert (0.58 zu 0.44) und mit der in Nicoletti und Ermisch (2007) geschätzten Elastizität (0.29) gemittelt (siehe Tabelle 1). Ebenso kommt der Elastizitätswert Finnlands durch das Mitteln der errechneten Werte aus Pekkarinen et al. (2006) und Österbacka (2001) zustande, wobei dies konform zur Anwendung in Björklund und Jäntti (2009) geschehen ist.
Björklund und Jäntti (2011) verwenden anders als Blanden für die USA Ergebnisse aus Mazumder (2005), welcher bei einem Mitteln der Einkommenswerte des Vaters über 7 Jahre auf einen Elastizitätswert von 0.458 kommt. Des Weiteren wird bei Björklund und Jäntti (2011) die Elastizitätsschätzung Kanadas, entnommen aus Corak und Heisz (1999) mit dem Faktor 1,2 multipliziert, um dem verhältnismäßig jungen Alter der Söhne in den kanadischen Daten gerecht zu werden. Es gilt somit das junge Alter der in Blanden (2013) angeführten Studien zur USA (alter 25–34), Großbritannien (alter 33) und Kanada (alter 29-32) ebenfalls bei der Interpretation zu beachten, da eine Elastizitätsschätzung bei Messungen im höheren Alter vermutlich stärker ausgefallen wäre.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die verfassungsrechtliche Forderung nach Chancengerechtigkeit ein und definiert intergenerationelle Mobilität als zentralen Indikator für eine faire Gesellschaft, wobei die Rolle des tertiären Bildungssektors hervorgehoben wird.
2. Intergenerationelle Mobilität - eine Definition: Das Kapitel definiert den Begriff der Mobilität im sozioökonomischen Kontext und unterscheidet zwischen ökonomischen und soziologischen Forschungsansätzen.
3. Messung Intergenerationeller Mobilität und Messkonzepte: Es werden methodische Ansätze zur Quantifizierung von Einkommens-, Bildungs- und sozioökonomischer Mobilität sowie deren Vor- und Nachteile erörtert.
4. Intergenerationelle Mobilität im internationalen Vergleich: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über Elastizitäts- und Korrelationsschätzungen der Mobilität und analysiert den Zusammenhang zwischen Bildungs- und Einkommensmobilität.
5. Finanzielle Beschränkungen: Hier werden verschiedene empirische Studien analysiert, um zu bewerten, inwieweit kurzfristige finanzielle Hürden die Hochschulteilnahme von einkommensschwächeren Gruppen behindern.
6. Charakteristika der Hochschulsysteme: Es erfolgt eine Kategorisierung internationaler Bildungssysteme hinsichtlich ihrer Finanzierungsansätze (Studiengebühren, Kredite, Zuschüsse) und deren Auswirkungen auf den Zugang zum Hochschulsektor.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass bildungspolitische Maßnahmen in frühen Lebensphasen maßgeblicher für die Mobilität sind, während der tertiäre Sektor durch eine gezielte Finanzierungspolitik kurzfristige Hürden abbauen kann.
Intergenerationelle Mobilität, tertiärer Bildungssektor, Einkommenselastizität, Bildungsmobilität, Humankapitaltheorie, Studiengebühren, finanzielle Beschränkungen, Hochschulteilnahme, Chancengleichheit, Sozioökonomischer Status, Bildungsrendite, Familienhintergrund, Studienkredite, Bildungsfinanzierung, OECD.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung des tertiären Bildungssektors für die intergenerationelle Mobilität im internationalen Vergleich und untersucht, wie strukturelle Unterschiede in den Hochschulsystemen die soziale Mobilität beeinflussen.
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen Bildung und Einkommen über Generationen hinweg, der Einfluss finanzieller Faktoren auf die Entscheidung für ein Studium sowie der Vergleich verschiedener nationaler Finanzierungsmodelle für Hochschulen.
Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie tertiäre Bildungssysteme dazu beitragen können, Chancengleichheit zwischen verschiedenen sozioökonomischen Schichten zu fördern und die intergenerationelle Mobilität positiv zu beeinflussen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf einer Auswertung internationaler empirischer Studien zu Einkommens- und Bildungsmobilität sowie Regressionsanalysen zur Hochschulpartizipation basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Mobilitätskonzepten, den internationalen Vergleich von Mobilitätsraten, die Untersuchung finanzieller Barrieren für Studierende und die Analyse der Charakteristika nationaler Hochschulsysteme.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie intergenerationelle Mobilität, Bildungsrendite, Studienfinanzierung und sozioökonomische Ungleichheit geprägt.
Die Arbeit zeigt, dass hohe Studiengebühren, sofern sie nicht durch ein breites Netz an Unterstützungsleistungen wie Kredite oder Stipendien abgefedert werden, insbesondere für einkommensschwache Gruppen eine Hürde darstellen können.
Die skandinavischen Länder dienen als Beispiel für Systeme mit hoher intergenerationeller Mobilität, da sie ein öffentlich finanziertes Modell mit universeller finanzieller Unterstützung für Studierende kombinieren.
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