Fachbuch, 2019
77 Seiten
1 Einleitung
2 Transhumanismus
2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2 Arten des Transhumanismus
2.3 Philosophische Grundlagen
2.4 Aktuelle Kritik
2.5 Technische Möglichkeiten
3 Zur Philosophie Martin Heideggers
4 Die Technikphilosophie in Heideggers Spätwerk
4.1 Die Frage nach der Technik
4.2 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 1
4.3 Über den Humanismus
4.4 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 2
4.5 Gelassenheit
4.6 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 3
5 Sein und Zeit
5.1 Überblick
5.2 Weltlichkeit der Welt
5.3 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 4
5.4 Befindlichkeit
5.5 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 5
5.6 Sein zum Tode
5.7 Heidegger und der Transhumanismus – Teil 6
6 Zusammenfassung der Ergebnisse
Das Ziel der Arbeit ist es, die philosophischen Annahmen des Transhumanismus anhand von Kernelementen der Früh- und Spätphilosophie von Martin Heidegger kritisch zu beleuchten und deren implizite Weltanschauung zu hinterfragen.
Die Frage nach der Technik
Das technische Denken Heideggers grenzt sich vor allem dadurch ab, dass es die übliche Bestimmung der Technik als bloßes Mittel für Zwecke und ein Tun des Menschen, d.h. die instrumentale und anthropologische Bestimmung der Technik, aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet. Die instrumentale Bestimmung ist zwar richtig, enthüllt jedoch nicht das Wesen der Technik und damit nicht das Wahre. Der übergeordnete Blickwinkel im Herangehen Heideggers ist damit eine Unterscheidung zwischen bloßer Richtigkeit und eigentlicher Wahrheit. Die Wahrheit wurde im Laufe der Philosophiegeschichte auf Richtigkeit, d.h. Übereinstimmung von Vorstellung und zugehörigem Sachverhalt reduziert. Heidegger denkt Wahrheit jedoch als Unverborgenheit bzw. Aletheia. Die Unverborgenheit wiederum geschieht durch ein Her-vor-bringen (Poiesis), z.B. im Sinne handwerklicher Verfertigung, künstlerisch-dichtender Tätigkeit oder auch des Wachstums von Pflanzen. „Das Her-vor-bringen bringt aus der Verborgenheit in die Unverborgenheit.“ Im Rückgang auf die griechische Philosophie holt Heidegger damit den für ihn ursprünglicheren Begriff von Wahrheit wieder und kann dadurch die Technik als Weise des Entbergens verstehen. Das eigentliche Wesen der Technik liegt deswegen nicht in ihrem instrumentalen Charakter, der das wesentliche erst verdeckt, sondern in dem was sie entbirgt oder hervorbringt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Verbindung zwischen kybernetischer Entwicklung, Transhumanismus und der Technikphilosophie Heideggers.
2 Transhumanismus: Darstellung der Geschichte, Strömungen, philosophischen Grundlagen und aktuellen Kritiken an transhumanistischen Visionen.
3 Zur Philosophie Martin Heideggers: Einordnung von Heideggers Denken, seiner Kehre und der Relevanz seiner Philosophie für die Kritik am Transhumanismus.
4 Die Technikphilosophie in Heideggers Spätwerk: Analyse der Technik als Weise des Entbergens und das Konzept des Gestells im Kontrast zum transhumanistischen Weltbild.
5 Sein und Zeit: Anwendung der Daseinsanalytik auf das Menschenbild des Transhumanismus, insbesondere unter den Aspekten Weltlichkeit, Befindlichkeit und Sein zum Tode.
6 Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der kritischen Befunde und Schlussfolgerung zur Gefährlichkeit der technischen Absolutheitsansprüche.
Transhumanismus, Martin Heidegger, Technikphilosophie, Gestell, Dasein, Sein und Zeit, Kybernetik, Posthumanismus, Weltlichkeit, Befindlichkeit, Seinsvergessenheit, Endlichkeit, Technikkritik, Humanismus, Singularität.
Die Arbeit untersucht kritisch die transhumanistische Bewegung aus der philosophischen Perspektive Martin Heideggers, um die zugrundeliegenden Annahmen über den Menschen und die Technik zu hinterfragen.
Die zentralen Themen sind das Menschenbild, die Rolle der Technik in der Moderne, die Konzepte der Kybernetik und die philosophische Unterscheidung zwischen rechnendem und besinnlichem Denken.
Ziel ist es, die ungeklärten Annahmen des Transhumanismus anhand von Kernelementen aus Heideggers Früh- und Spätphilosophie aufzuklären und eine fundierte Kritik zu formulieren.
Es wird eine philosophisch-analytische Methode angewandt, die Heideggers Begriffe (wie das Gestell oder die Lichtung) auf transhumanistische Konzepte anwendet, um sie aus dieser Perspektive zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Heideggers Technikphilosophie im Spätwerk sowie die Anwendung der Konzepte aus seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ auf den Transhumanismus.
Schlüsselwörter sind insbesondere Transhumanismus, Technik, Heidegger, Dasein, Gestell, Weltlichkeit und Seinsvergessenheit.
Aus Sicht Heideggers wird der Mensch hierbei zum reinen Datenobjekt reduziert, was eine weltlose Existenz impliziert und den Verlust des Wesens des Daseins zur Folge hat.
Nein, Heidegger bietet keine fertigen Lösungen an; er mahnt stattdessen zu einem besinnlichen Denken, das die Technik nicht verabsolutiert, anstatt rein technisch auf Probleme zu reagieren.
Das Gestell ist Heideggers Bezeichnung für das Wesen der modernen Technik, in der der Mensch und die Welt nur noch als „Bestand“ oder verwertbares Material gesehen werden.
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