Bachelorarbeit, 2018
51 Seiten, Note: 2.0
1.0 Einleitung
2.0 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung
2.1 Definition der Jahresabschlussprüfung
2.2 Der Abschlussprüfungsprozess
2.3 Die Erwartungslücke
2.4 Änderungen in der Berichterstattung
3.0 Berichterstattung über Key Audit Matters
3.1 Anwendungsrahmen des Prüfungsstandards
3.2 Auswahl von Key Audit Matters
3.3 Darstellung und Kommunikation von Key Audit Matters
4.0. Kritische Analyse der Berichterstattung über Key Audit Matters
4.1. Untersuchungen von Praxiserfahrungen der Key Audit Matters
4.1.1. Untersuchungen der Praxiserfahrungen im Ausland
4.1.2. Untersuchungen erster Praxiserfahrungen in Deutschland
4.2 Kritische Darstellung der Auswirkungen der Key Audit Matters
4.2.1 Auswirkungen der Key Audit Matters auf die Erwartungslücke
4.2.2 Steigerung der Aussagekraft des Bestätigungsvermerks
5.0 Kritische Würdigung & Fazit
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Einführung der Berichterstattung über "Key Audit Matters" (KAM) auf die Aussagekraft des Bestätigungsvermerks hat und inwieweit diese Neuerung geeignet ist, die sogenannte "Erwartungslücke" zwischen Abschlussprüfern und der Öffentlichkeit zu verringern sowie Investitionsentscheidungen zu beeinflussen.
3.1 Anwendungsrahmen des Prüfungsstandards
Die Berichterstattung über KAM bildet im ‚neuen‘ Bestätigungsvermerk die einschlägigste Veränderung ab und ist eine Neuerung für den Berufsstand der deutschen Wirtschaftsprüfer. Die EU-Kommission und das IAASB beschlossen gemeinsam, die Berichterstattung über KAM einzuführen. Die Anforderungen an die Berichterstattung über KAM wird in Art. 10 Abs. 2 Buchstabe C der EU-VO 537/2014 geregelt. Zudem finden sich Regelungen zum Thema in ISA 701. Die EU-Kommission beschreibt die Berichterstattung über KAM als: „eine Beschreibung der bedeutsamsten beurteilten Risiken wesentlicher falscher Darstellungen, einschließlich der beurteilten Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von Betrug“.
In ISA 701 hingegen lautet die Beschreibung: Besonders wichtige Prüfungssachverhalte [KAM]: Sachverhalte, die nach pflichtgemäßem Ermessen des Abschlussprüfers in der Prüfung des Abschlusses des aktuellen Zeitraums am bedeutsamsten waren […]“. Zwar unterscheidet sich die Beschreibung der KAM im Wortlaut, aber beide Quellen behandeln inhaltlich dieselbe Thematik. Beide Quellen ergänzen sich auch insoweit, dass in der EU-VO 537/2017 die Vorgehensweise zur Auswahl der KAM nicht beschrieben wird. Dadurch wird impliziert, dass diesbezüglich auf ISA 701 zurückgegriffen wird. Das IDW transformierte die Anforderungen aus ISA 701 und der EU-VO 537/2014 unter Beachtung nationaler Gesetzgebungen in IDW PS 401. Der am 30. November 2017 vom Hauptfachausschuss verabschiedete IDW PS 401 dient als Leitfaden für die Berichterstattung über KAM.
1.0 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Kontext der Finanzkrise 2008, die daraus resultierende Kritik an Abschlussprüfern und die Einführung neuer Standards zur Berichterstattung, um die Aussagekraft von Bestätigungsvermerken zu erhöhen.
2.0 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel definiert die Rolle des Abschlussprüfers, erläutert den Prüfungsprozess und thematisiert die Erwartungslücke sowie die notwendigen Anpassungen in den Rechnungslegungsnormen.
3.0 Berichterstattung über Key Audit Matters: Es wird der Anwendungsrahmen, das Auswahlverfahren sowie die konkrete Darstellung und Kommunikation von KAM anhand von Standards und Praxisbeispielen detailliert erörtert.
4.0. Kritische Analyse der Berichterstattung über Key Audit Matters: Dieses Kapitel wertet empirische Studien aus dem In- und Ausland aus, um Auswirkungen der KAM auf die Erwartungslücke, die Aussagekraft von Prüfungsberichten und das Verhalten von Investoren zu analysieren.
5.0 Kritische Würdigung & Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die neuen Berichterstattungspflichten zwar zu einer Steigerung der Transparenz führen, aber eine differenzierte Betrachtung hinsichtlich Spezifität und Investorenwahrnehmung erfordern.
Key Audit Matters, KAM, Jahresabschlussprüfung, Bestätigungsvermerk, Erwartungslücke, IDW PS 401, Finanzkrise, Investitionsentscheidung, Abschlussprüfer, Transparenz, Risikobeurteilung, Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegungsadressaten, Prüfungsstandard, Informationsgehalt.
Die Arbeit analysiert die Einführung der Berichterstattung über besonders wichtige Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) im Bestätigungsvermerk von Jahresabschlussprüfungen.
Zentrale Themen sind der Prozess der Abschlussprüfung, die regulatorischen Neuerungen durch EU-Verordnungen und IDW-Prüfungsstandards sowie die kritische Untersuchung der Auswirkungen auf Investoren und die Erwartungslücke.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Berichterstattung über KAM die Aussagekraft des Bestätigungsvermerks steigert und welchen Einfluss sie auf die Erwartungslücke zwischen Abschlussprüfern und Öffentlichkeit hat.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse und einer kritischen Gegenüberstellung bestehender empirischer Analysen, Archivstudien und qualitativer Untersuchungen zum Thema.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen des Prüfungsprozesses, die Erläuterung der KAM-Vorgaben nach IDW PS 401 sowie die kritische Analyse der internationalen und nationalen Praxiserfahrungen.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Key Audit Matters (KAM), Abschlussprüfung, Bestätigungsvermerk, Erwartungslücke und Transparenz definieren.
Studien deuten darauf hin, dass Privatanleger Bestätigungsvermerke mit KAM-Informationen als glaubwürdiger empfinden, wobei der Nutzen von der Spezifität der Angaben und der Verständlichkeit abhängt.
Empirische Analysen zeigen, dass risikoanfälligere Branchen wie die Telekommunikation oder die Energiebranche tendenziell eine höhere Anzahl an KAM aufweisen als weniger komplexe Branchen.
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