Masterarbeit, 2018
55 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Einleitung
Textgrundlage
Geschichtlicher Hintergrund
Siddharta Gautama
Buddhismus und die buddhistischen Schulen
Mahayana und Nagarjuna
Upanischaden
Ein wechselseitiges Sich-Voraussetzen
Grenzen des Denkens
Buddha
Predigt von Benares
Die Wahrheit vom Leiden
Die An-atman Lehre
Befreiung vom Leiden
Vollkommenheit
Scheitern als Möglichkeit
Buddhismus als Reformbewegung
Entstehen in Abhängigkeit
Aufbau des Selbst
Nagarjuna
Leerheit
Selbstaufhebung der Lehre
Fragen nach dem Anfang
Eine erste Betrachtung der Zeit
Analyse der Zeit
Analyse des Seienden
Determinismus
Offenheit und Befreiung
Dialektik
Diese Arbeit untersucht die philosophische Tiefe des Buddhismus, insbesondere die Madhyamaka-Schule und das Denken Nagarjunas, um die zentrale menschliche Frage nach dem Wesen der Zeit zu ergründen. Ziel ist es, die dialektische Struktur des buddhistischen Denkens freizulegen und aufzuzeigen, wie diese das traditionelle Verständnis von Sein, Nicht-Sein und Identität radikal infrage stellt, um so einen Weg zur Befreiung aus dogmatischen Denkstrukturen zu eröffnen.
Analyse der Zeit
Weil die menschliche Welterfahrung die fundamentale Basis zahlreicher Analysen in der indischen Spiritualität ist, so zeigt sich, „[…] dass der Anfang des Philosophierens im Buddhismus zutiefst verbunden ist mit dem Phänomen der Zeit. Es scheint von hier aus aber auch einsichtig, dass sich das Phänomen der Zeit in der Grundstimmung der leidenden Trauer, für die die Erfahrung der Zeitlichkeit als Vergänglichkeit selber Voraussetzung ist, anders erschließt, als durch den staunenden oder verwunderten Umgang mit diesem Phänomen.“
Nachdem die Grundlagen, sowohl die des Buddhismus, als auch der menschlichen Zeiterfahrung gelegt wurden, folgt nun die Analyse der Betrachtung der Zeit von Nagarjuna im Madhyamaka-Sastra. Dies erfolgt in Form eines fiktiven Dialogs. Nagarjunas Kontrahent vertritt die Auffassung der natürlichen Weltsicht und argumentiert demnach mit alltäglichen und basalen Meinungen:
„Hier wird eingewandt: Die Zeit existiert“ weil „sie mit den Zeitmaßen […] behaftet ist“. Weil wir die Zeit messen können, gibt es sie auch, so lautet das Basisargument des Gesprächsteilnehmers. Und weiter: „Sie wird auch mit Beziehung erreicht: das gegenwärtige und zukünftige mit Beziehung auf das Vergangene […]“. Diese Zeitdimensionen wurden bereits in der Betrachtung der Zeit durch den Buddha dargelegt und gleichen dem, was John McTaggart als die A-Reihe bezeichnet. Zusammenfassend gilt: Zur Zeit gehören die Horizonte von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese stehen in Beziehung zu einander.
Einleitung: Umreißt das Interesse am Buddhismus in der westlichen Welt und führt in die zentrale Forschungsfrage nach dem Wesen der Zeit ein.
Upanischaden: Untersucht die vedischen Wurzeln und das philosophische Fundament des indischen Denkens hinsichtlich Brahman und Atman.
Buddha: Analysiert die Reformbewegung des Buddha, seine Kritik an metaphysischen Entitäten und die Lehre vom Nicht-Selbst (Anatman).
Nagarjuna: Erläutert Nagarjunas radikale Dialektik und die Anwendung des Konzepts der Leerheit auf Kategorien wie Zeit und Sein.
Dialektik: Fasst Nagarjunas operative Logik zusammen, die darauf abzielt, durch widersprüchliche Begriffe das Denken zu befreien, ohne selbst dogmatisch zu verharren.
Buddhismus, Madhyamaka, Nagarjuna, Zeit, Leerheit, Sunyata, Abhängiges Entstehen, Upanischaden, Dialektik, Sein, Nicht-Sein, Existenz, Philosophie, Selbstaufhebung, Befreiung.
Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen des Buddhismus und die dialektische Analyse des Seins und der Zeit durch Nagarjuna.
Die zentralen Themen umfassen die Lehre vom abhängigen Entstehen, das Konzept der Leerheit sowie die Kritik an metaphysischen Vorstellungen vom "Eigensein".
Das Ziel ist es, die philosophische Argumentationsweise der Madhyamaka-Schule darzulegen und deren Relevanz für das Verständnis von Zeit und menschlicher Existenz aufzuzeigen.
Der Autor nutzt eine phänomenologische und sprachanalytische Herangehensweise, um die inneren Widersprüche alltäglicher und metaphysischer Weltauffassungen aufzudecken.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Buddhismus, die Kritik am Atman-Konzept, die Analyse der Zeit bei Nagarjuna sowie die dialektische Auflösung von Determinismus und Selbstvorstellungen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Leerheit, abhängiges Entstehen, Madhyamaka, Dialektik, Zeit, Selbstaufhebung und der Mittlere Weg.
Kant dient als Vergleichspunkt zur Illustration von Antinomien, um die Schwierigkeit aufzuzeigen, den Anfang der Welt widerspruchsfrei zu denken.
Sie besagt, dass auch die buddhistische Lehre selbst als sprachliches Konstrukt erkannt und nicht dogmatisch festgehalten werden darf, um die Befreiung nicht zu blockieren.
Die Gegenwart ist für Nagarjuna der einzige Ort, an dem die ständige Vergänglichkeit und das Entstehen aufeinandertreffen, was eine Offenheit für Neuanfänge ermöglicht.
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