Examensarbeit, 2018
57 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Prophetie – Propheten
2.1 Persönliche Kennzeichen
2.1.1 Sündlosigkeit (´isma)
2.1.2 Intelligenz (fatāna):
2.1.3 Aufrichtigkeit (sidq):
2.1.4 Vertrauenswürdigkeit (amāna):
2.1.5 Verkündigung (tablīg):
2.2 Äußerliche Zeichen – Wunder
2.3 Aufgaben der Propheten
3. Der Prophet Muhammad in der islamischen Frömmigkeit
3.1 Öffnung der Brust:
3.2 Die Nacht- und Himmelsreise:
3.3 Heilenden Kräfte des Propheten:
3.4 Die Mondspaltung:
3.4.1 Weitere Wundererscheinungen um Muhammad
3.5 Das Licht Muhammads:
3.6 Zusammenfassung
4. Das koranische Bild des Propheten Muhammad
4.1 Der Mensch-Prophet:
4.2 Muhammad – das schöne Vorbild
5. Auswertung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem in der islamischen Frömmigkeit verankerten, wundersamen und übermenschlichen Bild des Propheten Muhammad und dem im Koran gezeichneten Bild eines sterblichen, menschlichen Propheten. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen diesen beiden Perspektiven aufzuzeigen und zu analysieren, wie und warum sich das traditionelle Bild des Propheten im Laufe der Geschichte von den koranischen Grundlagen entfernt hat.
3.2 Die Nacht- und Himmelsreise:
„Die Nachtreise al-isrā und die anschließende Himmelsreise al-mi´rāg ist das bekannteste aller wunderhaften Ereignisse im Leben des Propheten“ (Schöller 2008, 37f). Laut den Überlieferungen soll der Prophet in der Nachtreise auf dem weißen Reittier namens Borak, das Flügeln besaß, von der heiligen Moschee in Mekka zum heiligen Tempel in Jerusalem geführt worden sein. In der Prophetenbiographie von Ibn Ishak heißt es diesbezüglich:
„Man führte Mohammed den Borak vor; es ist das Tier, das schon andere Propheten vor ihm getragen hatte, und das seine Hufen so weit auseinandergesetzt, als das Auge reicht. Sein Freund (Gabriel) hob ihn hinauf und begleitete ihn, und er sah die Wunder, zwischen Himmel und Erde, bis er nach Jerusalem kam“ (Ibn Ishak 2014, 54).
Dort erwarteten ihn die ihm vorausgegangen Propheten wie Abraham, Moses und Jesus, mit denen er gemeinsam das Gebet verrichtet haben soll. In anderen Überlieferungen wird sogar erwähnt, dass der Prophet der Vorbeter des Gebetes gewesen ist (vgl. Bursali 2011, 209).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Propheten im Islam ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor, nämlich die Diskrepanz zwischen dem traditionell-frömmigkeitsgeprägten und dem koranischen Muhammad-Bild.
2. Prophetie – Propheten: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des islamischen Prophetentums, inklusive der Kennzeichen, Wunder und Aufgaben, die Propheten im Koran zugeschrieben werden.
3. Der Prophet Muhammad in der islamischen Frömmigkeit: Hier werden exemplarisch fünf wundersame Überlieferungen analysiert, die den Propheten als ein übernatürliches und verherrlichtes Wesen darstellen.
4. Das koranische Bild des Propheten Muhammad: Dieses Kapitel arbeitet das Bild eines sterblichen, menschlichen Propheten heraus, der den Gläubigen als Vorbild dienen soll.
5. Auswertung: Die Auswertung vergleicht die erarbeiteten Prophetenbilder und macht auf die erheblichen inhaltlichen Diskrepanzen aufmerksam.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Verantwortung der Gläubigen, den Propheten nicht als ferne Märchenfigur, sondern als erreichbares menschliches Vorbild zu begreifen.
Muhammad, Prophetie, Islamische Frömmigkeit, Koran, Menschsein, Vorbildlichkeit, Wunder, Sündlosigkeit, Offenbarung, Tradition, Hadith, Diskurs, Glaubenspraxis, Überlieferung.
Die Arbeit untersucht das unterschiedliche Verständnis der Person Muhammads im Islam – einerseits als wundersames, übermenschliches Wesen der islamischen Tradition und andererseits als menschlicher Prophet des Korans.
Zentrale Felder sind die Konzepte von Prophetie, die Rolle von Wundern im islamischen Verständnis, die Analyse von Überlieferungen (Hadithe) im Vergleich zum Koran sowie die ethische Dimension des Propheten als Vorbild.
Die Hauptfrage lautet, inwieweit eine Diskrepanz zwischen dem traditionellen, von der islamischen Frömmigkeit geprägten Bild des Propheten und dem vom Koran präsentierten Bild besteht.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der Koranverse und deren Exegese mit traditionellen Überlieferungen sowie historischen und religionswissenschaftlichen Perspektiven kritisch gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Dekonstruktion wundersamer Motive wie der Herzwäsche oder der Mondspaltung und stellt diesen die koranische Darstellung von Muhammad als Mensch und Vorbild gegenüber.
Muhammad, Prophetie, Koran, islamische Frömmigkeit, Menschsein, Vorbildfunktion, Wunder und religiöse Tradition sind die wesentlichen Begriffe.
Da der Koran auf das Menschsein und die Fehlbarkeit von Propheten hinweist, wird die Vorstellung einer absoluten Sündlosigkeit als gelehrtes Konstrukt der Tradition hinterfragt, das den Propheten vom Menschen entfremdet.
Während die Mystik Muhammad als Urbild der Schöpfung und Licht-Manifestation Gottes sieht, betont der Koran Muhammad als Gesandten, der Gott unterstellt ist, und lehnt jegliche Vergöttlichung explizit ab.
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