Masterarbeit, 2018
98 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1. 1. Fragestellung
1. 2. Vorgehensweise
1. 3. Korpus
2. Theoretische Grundlagen
2. 1. Sprachlernspiele
2. 2. Kausalsätze
2. 3. Das „Aufgabe-Lösungs-Muster“
2. 4. Definition, Aufbau und Beschreibung von Gesten
2. 4. 1. Der Begriff „Geste"
2. 4. 2. Der Begriff „Redebegleitende Gesten“
2. 4. 3. Der simultane Aufbau von Gesten
2. 4. 4. Einheitenbildung im Bereich der Gestik
2. 4. 5. Gesten als Signale der Turnübergabe/-übernahme
2. 4. 6. Lernen mit Gesten
3. Analyse des Datenmaterials
3. 1. Das gestische Zeigen
3. 2. Das Nicken
3. 3. Die PUOH-Geste
3. 4. Die Cyclic-Geste
3. 5. Die Geste des Hin-und-Her-Schwenkens/ Auf-und-Ab-Bewegens/ Tauschens
3. 6. Videoausschnitt 1: Nennung der „Aufgabenstellung“
3. 7. Videoausschnitt 2: Nennung der „Aufgabenstellung“
3. 8. Videoausschnitt 3: „Wink“
3. 9. Videoausschnitt 4: „Wink“
3. 10. Videoausschnitt 5: „Wink“
3. 11. Videoausschnitt 6: „positive Bewertung“ des „Lösungsversuchs“
4. Fazit und didaktische Konsequenzen
5. Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die didaktische Relevanz redebegleitender Gesten, die von Lehrkräften während der Durchführung eines Sprachlernspiels eingesetzt werden, um den Lernprozess bei den Teilnehmenden zu unterstützen.
3. 1. Das gestische Zeigen
Als prototypische Zeigegeste wird das Zeigen mit dem Zeigefinger, das sogenannte „index-finger pointing” (Stukenbrock 2015: 101), aufgefasst. Bei kanonischen Zeigegesten sei der Zeigefinger ausgestreckt und die übrigen Finger nach innen gebogen. Der Daumen könne eine Ausnahme bilden und abgespreizt sein (Vgl. ebd.). Die Handinnenflächen wiesen nach unten („index finger palm down”) oder befinden sich in vertikaler Lage („index finger palm vertical”) (ebd.: 101). Bei der Zeigefingergeste mit nach unten orientierter Handfläche („index palm down pointing”) finde in der Regel eine „Identifizierung eines Objekts (object individuation)” statt, während bei der Zeigefingergeste mit vertikal orientierter Handfläche („index palm vertical pointing”) nicht das Objekt selbst, sondern dessen Relation zu anderen Objekten, Prozessen oder Aktivitäten in den Aufmerksamkeitsfokus gerückt werde (Vgl. ebd.). Abhängig von den „vektoriellen Faktoren Richtung und Distanz des Zeigeziels in Relation zum Zeigenden und zum Adressaten”, könnten über die Hand hinaus auch Unter- und Oberarm mit „flexiblen Extensionsgraden” (ebd.: 102) in die Zeige(finger)geste einbezogen werden. In vielen Fällen finde dabei auch eine „Orientierung des Kopfs, des Oberkörpers und der Körperachse” (ebd.) statt.
Stukenbrock (ebd.) bezeichnet die „index finger palm down“ als „Standardfall der Zeigegeste“ und untersuchte verschiedene Fälle, in denen Sprecher lokaldeiktische Ausdrücke in Verbindung mit Zeigegesten verwenden, um einen „speziellen Wahrnehmungsraum in den visuellen Aufmerksamkeitsfokus ihrer Adressaten zu rücken“ (ebd.). Bei diesen „raumdeiktischen Zeigehandlungen“ sei die „Lokalisierungsfunktion“ (ebd.) die primäre.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Fragestellung, Vorgehensweise und das Korpus der Untersuchung zur didaktischen Relevanz redebegleitender Gesten in Sprachlernspielen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Sprachlernspiele, Kausalsätze, das „Aufgabe-Lösungs-Muster“ und die verschiedenen Klassifikationen und Funktionen von Gesten.
3. Analyse des Datenmaterials: Hier werden spezifische gestische Handlungen der Lehrkraft im Sprachlernspiel analysiert und ihre Funktionen im Diskurs sowie ihre didaktische Relevanz für die Teilnehmer aufgezeigt.
4. Fazit und didaktische Konsequenzen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus Empfehlungen für den Einsatz von Gestik als Lehr- und Lernstrategie im Unterricht ab.
5. Ausblick: Der Ausblick formuliert weiterführende Fragen für die Forschung und plädiert für die Integration von Gestik in die Lehrerausbildung.
Redebegleitende Gesten, Sprachlernspiel, Didaktik, Kausalsätze, Aufgabe-Lösungs-Muster, Multimodalität, Gestik, DaF/DaZ, Sprecherwechsel, Unterrichtsinteraktion, Zeigegesten, Lehrerausbildung, Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Sprachlernstrategie.
Die Arbeit untersucht, wie redebegleitende Gesten von Lehrkräften in Sprachlernspielen eingesetzt werden und welche didaktische Relevanz diese für den Lernprozess haben.
Die zentralen Themen sind die Analyse von Lehrkräftegesten, die didaktische Funktion nonverbaler Kommunikation und deren Beitrag zum Sprachverständnis im DaF/DaZ-Unterricht.
Das Ziel ist es, anhand von aufgenommenem Datenmaterial zu untersuchen, welche Gesten die Lehrkraft in bestimmten Diskurssituationen bildet und welche didaktische Funktion diese für die Vermittlung von Kausalsätzen erfüllen.
Es wird eine qualitative Analyse von Videoaufnahmen durchgeführt, die mithilfe des Annotationssystems ELAN transkribiert und nach gestentheoretischen Ansätzen (u.a. McNeill, Müller, Fricke) ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden verschiedene Arten von Gesten, wie das gestische Zeigen, Nicken, die PUOH-Geste oder die Cyclic-Geste, in konkreten Videoausschnitten analysiert und im Kontext des Unterrichts interpretiert.
Wichtige Begriffe sind redebegleitende Gesten, Sprachlernspiele, didaktische Relevanz, Kausalsätze, Multimodalität und Lehrkraftinteraktion.
Kausalsätze gelten als grammatisch komplexe Strukturen, die hohe kognitive Anforderungen an die Lernenden stellen und somit besonders geeignet sind, um zu untersuchen, ob gestische Unterstützung das Verständnis erleichtert.
Das Modell dient als Sequenzmuster, um die verschiedenen Phasen des Sprachspiels zu strukturieren und die Lehrkräftegesten den jeweiligen situativen Anforderungen, wie Aufgabenstellung oder Bewertung, zuzuordnen.
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