Diplomarbeit, 2009
112 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Untersuchungsmethodik
2.1 Die sekundärstatistische Analyse
2.2 Die schriftliche Befragung
2.2.1 Die Befragung der Landwirte
2.2.2 Die Befragung der Auszubildenden
2.3 Das leitfadengestützte Experteninterview
3 Umweltbewusstsein, Umweltpolitik und Nachhaltigkeit
3.1 Umweltbewusstsein
3.1.1 Die Entwicklung des Umweltbewusstseins
3.1.2 Diskrepanzen zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln
3.1.3 Umweltbildung und Umweltwissen
3.1.4 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten von Landwirten
3.2 Umweltpolitik
3.2.1 Umweltpolitik der europäischen Union
3.2.2 Entwicklung der Umweltpolitik in Deutschland
3.2.3 Umweltpolitik auf kommunaler Ebene
3.3 Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
3.3.1 Die Agenda 21
3.3.2 Nachhaltige Landwirtschaft und Landnutzung
4 Instrumente zur Beförderung von Umwelt-und Naturschutz und Nachhaltigkeit
4.1 Die gemeinsame Agrarpolitik der EU
4.1.1 Geschichte der gemeinsamen Agrarpolitik
4.1.2 Die Agenda 2000
4.1.2.1 Die Agenda 2000 Reformen für die Landwirtschaft
4.1.2.2 Die Agenda 2000 Reformen für die ländlichen Räume
4.2 Die Förderperiode 2000-2006
4.2.1 Förderprogramme für die Landwirtschaft
4.2.2 Förderung der umweltgerechten Landwirtschaft
4.2.3 Förderprogramme für den ländlichen Raum
4.3 Die Förderperiode 2007-2013
5 Der Untersuchungsraum – die Region Ostelbien
5.1 Eignung als Untersuchungsgebiet
5.2 Lage der Region
5.3 Geschichte
5.4 Bevölkerung und Demografie
5.5 Wirtschaft
5.5.1 soziale Infrastruktur und Arbeit
5.5.2 Landwirtschaft
5.6 Institutionen und Akteure
5.6.1 Der Ostelbienverein
5.6.2 Der Landschaftspflegeverband
5.6.3 Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Außenstelle Mockrehna)
5.6.3.1 Das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch
5.6.4 Der Kreisbauernverband
5.6.5 Die Flussmeisterei Torgau
6 Ergebnisse: nachhaltige Landwirtschaft und Landnutzung in Ostelbien
6.1 Die Landwirtschaft
6.1.1 Charakteristik der Befragten Unternehmen
6.1.2 Der Einsatz von Fördermaßnahmen in der Förderperiode 2000 – 2006
6.1.3 Förderung der umweltgerechten Landbewirtschaftung
6.1.4 Weitere Förderprogramme
6.1.5 Fördermaßnahmen in der Förderperiode 2007 – 2013
6.1.6 Ökologischer Landbau
6.1.7 Umweltwissen und Umweltbildung in den Unternehmen
6.1.8 Landwirtschaft und Tourismus
6.1.9 Bewertung der Aussagen durch die Experten
6.1.10 Zwischenfazit
6.2 Umweltbewusstsein und Umweltbildung der Auszubildenden
6.2.1 Umweltwissen der Auszubildenden
6.2.2 Umweltbildung der Auszubildenden
6.2.3 Einschätzungen zur Bedeutung von umweltgerechter und nachhaltiger Landwirtschaft
6.2.4 Expertenmeinung
6.2.5 Zwischenfazit
6.3 Nachhaltigkeit und Umweltschutz in den Gemeinden
6.3.1 Gemeinde Arzberg
6.3.2 Gemeinde Beilrode
6.3.3 Gemeinde Großtreben – Zwethau
6.3.4 Zwischenfazit
6.4 Bewertung nachhaltiger Landnutzung und Landwirtschaft durch die Experten
6.4.1 Ostelbienverein
6.4.2 Landschaftspflegeverband
6.4.3 Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Außenstelle Mockrehna)
6.4.4 Kreisbauernverband
6.4.5 Flussmeisterei Torgau
6.4.6 Zwischenfazit
7 Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
7.1 Die Landwirte
7.2 Die Auszubildenden
7.3 Die Gemeinden
7.4 Die Institutionen
7.5 Konfliktpotentiale
8 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Umweltbewusstsein und verschiedenen Förderprogrammen für die Umsetzung einer nachhaltigen Landnutzung und Landwirtschaft in der Region Ostelbien, wobei die unterschiedlichen Sichtweisen regionaler Akteure in den Fokus gerückt werden.
3.1.2 Diskrepanzen zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln
Trotz der im vorherigen Abschnitt beschriebenen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen im Hinblick auf das Umweltbewusstsein fördern viele empirische Studien immer wieder eine Kluft zwischen dem Umweltbewusstsein und dem tatsächlichen Umwelthandeln der Menschen zu Tage (vgl. DIEKMANN 2001, 114). Eine einheitliche Theorie die dieses Phänomen hinreichend erklärt konnte bislang nicht gefunden werden. Es gibt jedoch einige Modelle die zu mindestens Teilaspekte dessen besser verstehen lassen. Unter ihnen findet sich die Low-Cost-Hypothese von DIEKMANN und PREISENDÖRFER aus dem Jahre 1992 welche besagt:
„das Umwelteinstellungen und Umweltverhalten am ehesten und bevorzugt in Situationen beeinflussen, die mit geringen Kosten bzw. Verhaltensanforderungen verknüpft sind. Je geringer der Kostendruck in einer Situation, desto leichter fällt es den Akteuren, ihre Umwelteinstellungen auch in ein entsprechendes Verhalten umzusetzen“ (DIEKMANN 2001, S.117).
Auch Kosten-, Nutzen- Theorien versuchen dieses Phänomen zu beschreiben. Beispielhaft dafür steht der verstärkte Kauf von konventionell erzeugten landwirtschaftlichen Produkten gegenüber biologisch erzeugten Produkten. In vielen Alltagsituationen ist es aber oftmals einfach nur die Gewohnheit, der persönliche Lebensstil, das Streben nach Wohlbefinden, die Routinisierung des Alltagshandelns und ein Dilemma zwischen Normen und persönlichen Interessen welche die Menschen zu nicht umweltgerechtem Handeln treibt. Daraus ergibt sich für die Umweltpolitik die Notwendigkeit die einzelnen Verhaltensbereiche und Verhaltensweisen genau zu betrachten, um Hemmnisse und fördernde Faktoren für umweltgerechtes Verhalten herauszufiltern (vgl. KUCKARTZ 2008, S.6f).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die DBU-Studie ein, definiert die zentralen Forschungsfragen zur Nachhaltigkeit in Ostelbien und erläutert die methodische Herangehensweise.
2 Untersuchungsmethodik: Es wird die Kombination aus sekundärstatistischer Analyse, schriftlichen Befragungen von Landwirten und Auszubildenden sowie leitfadengestützten Experteninterviews als empirisches Forschungsdesign vorgestellt.
3 Umweltbewusstsein, Umweltpolitik und Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Begrifflichkeiten und bettet die Arbeit in den gesellschaftspolitischen Kontext ein, von der Entwicklung des Umweltbewusstseins bis zur globalen Agenda 21.
4 Instrumente zur Beförderung von Umwelt-und Naturschutz und Nachhaltigkeit: Hier werden die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, die Agenda 2000 sowie die Förderperioden 2000-2006 und 2007-2013 hinsichtlich ihrer Instrumente für die Landwirtschaft analysiert.
5 Der Untersuchungsraum – die Region Ostelbien: Das Kapitel charakterisiert die Untersuchungsregion geografisch, historisch, demografisch und wirtschaftlich und stellt die agierenden Institutionen vor.
6 Ergebnisse: nachhaltige Landwirtschaft und Landnutzung in Ostelbien: Der Hauptteil der Arbeit wertet die empirischen Daten zur Landwirtschaft, dem Umweltwissen der Auszubildenden, dem Handeln der Gemeinden und der Expertenbewertung aus.
7 Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen: Die Ergebnisse werden bewertet und für die verschiedenen Akteure Landwirte, Auszubildende, Gemeinden und Institutionen werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen abgeleitet.
8 Ausblick: Der abschließende Abschnitt fasst die Rolle der Förderung und des Umweltbewusstseins zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Region Ostelbien.
Nachhaltige Landwirtschaft, Landnutzung, Ostelbien, Umweltbewusstsein, Umweltbildung, Förderprogramme, Agenda 2000, Landwirte, Auszubildende, Experteninterview, Hochwasserschutz, Naturschutz, ländlicher Raum, Agrarpolitik, ökologischer Landbau.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Umweltbewusstsein und verschiedenen Förderprogrammen für die nachhaltige Landwirtschaft und Landnutzung in der Region Ostelbien.
Die zentralen Themen sind Umweltbewusstsein, nachhaltige Landwirtschaft, die Auswirkungen der EU-Agrarförderung, Umweltbildung bei Auszubildenden sowie kommunales Handeln im Umweltschutz.
Ziel ist es, den Beitrag von Umweltbewusstsein und Förderinstrumenten zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu ergründen und Handlungsempfehlungen für Akteure in Landwirtschaft und Politik abzuleiten.
Es wurde ein Methodenmix eingesetzt, der eine sekundärstatistische Analyse, schriftliche Befragungen von Landwirten und Auszubildenden sowie qualitative, leitfadengestützte Experteninterviews umfasst.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Auswertung der empirischen Daten zu Landwirten, Auszubildenden, Gemeinden und Institutionen in Ostelbien sowie der fachlichen Bewertung dieser Ergebnisse durch Experten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Ostelbien, Landwirtschaftsförderung, Umweltverhalten und ländliche Entwicklung charakterisiert.
Die Region zeichnet sich durch ihre Lage direkt in der Elbaue und damit im Überschwemmungsgebiet aus, was spezifische Anforderungen an den Hochwasserschutz und die landwirtschaftliche Nutzung stellt.
Die EU-Agrarpolitik agiert als Hauptinitiator und Finanzier von Fördermaßnahmen, deren Nutzung durch die Landwirte maßgeblich deren umweltgerechtes Handeln beeinflusst.
Die Experten betrachten die Landwirte als die „wahren Naturschützer“, betonen jedoch, dass eine strikte Trennung von wirtschaftlicher Produktion und Naturschutz in der Praxis kaum möglich ist.
Obwohl ein Bewusstsein für Umweltthemen vorhanden ist, zeigen sich bei konkreten Fragen zu Gesetzen, Fördermöglichkeiten und Projekten erhebliche Wissenslücken, was einen zukünftigen Ausbildungsschwerpunkt rechtfertigt.
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