Masterarbeit, 2010
164 Seiten, Note: 1,4
Vorwort
Einleitung
A) Evang.-Luth. Kirchengemeinden in Bayern und ihr Management
1. Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern
1.1. Aufbau und Struktur
1.1.1. Organisatorischer Aufbau
1.1.2. Rechtliche und wirtschaftliche Basis
1.1.3. Zehn Handlungsfelder
1.2. Theologische Grundlagen
1.2.1. „Evangelisch“ oder: Die Bibel als Basis
1.2.2. „Lutherisch“ oder: Die Bekenntnisschriften
1.2.3. Vier Grunddimensionen
1.3. Kirchengemeinden als „Kirche vor Ort“
1.3.1. Begriffs- und Rechtsdefinition
1.3.2. Kirchengemeinde als Arbeitgeber
1.3.3. Kirche vor Ort als Ort der Gemeinschaft
2. Gemeindeleitung
2.1. Gemeindeleitung – Eine Begriffsbestimmung
2.1.1. Gemeinde – der Ort der Gemeindeleitung
2.1.1.1. Gemeinde als Parochie
2.1.1.2. Gemeinde als komplexes Sozialsystem
2.1.1.3. Gemeinde und ihre Mitglieder
2.1.2. Kybernetik – die Lehre von der Kirchen- und Gemeindeleitung
2.1.3. Aktuelle Leitungsstrukturen in einer Kirchengemeinde
2.1.3.1. Theologischer Hintergrund evangelischer Leitungsstrukturen
2.1.3.2. Folgen für die Praxis evangelischer Leitungsstrukturen
2.1.3.3. Leitungsstrukturen einer Gemeinde in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
2.2. Ein historischer Rückblick
2.2.1. Biblische Perspektiven
2.2.1.1. Die Zeit der „Jesusjünger“
2.2.1.2. Die „nachösterliche“ Gemeinschaft
2.2.1.3. Die „junge Kirche“
2.2.2. Kirchengeschichtliche Perspektiven
2.2.2.1. Die „nachbiblischen“ Jahrhunderte bis zur Reformation
2.2.2.2. Martin Luther und die Veränderung der kirchlichen Welt
2.2.2.3. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf und ein anderes Gemeinde Modell
2.2.2.4. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher und das Kirchenregiment
2.2.2.5. Vom 19. ins 20. Jahrhundert
3. Die aktuelle Problemlage
3.1. Die „Kirchenkrise“
3.1.1. Der Rückgang der Mitglieder und der Mangel an Nachwuchs
3.1.2. Das Schrumpfen der Finanzen
3.1.3. Die Steuerungsprobleme wachsen
3.1.4. Die Verunsicherung der evangelischen Identität
3.2. Die Diskussion über das Pfarrerbild
3.3. Gemeindeprobleme
3.3.1. Der Pfarrer als Zentrum der Gemeinde
3.3.2. „Der Pfarrer macht das schon!“
3.3.3. Die Gemeinde als Betreuungseinrichtung
3.3.4. Pfarrer und Kirchenvorstand – Freund oder Feind?
4. Die Praxis der Pfarrer und Pfarrerinnen in der Gemeinde
4.1. Vorgaben der Evang.-Luth. Kirche in Bayern für pfarramtliche Aufgaben in der Gemeinde
4.2. Erkenntnisse aus der Praxis
4.2.1. Aktivitäten einer Kirchengemeinde nach R. Roosen
4.2.2. Pastorale Arbeitszeiten nach D. Becker
4.3. Persönliche Erfahrungen von Pfarrern und Pfarrerinnen des Dekanats Traunstein
4.3.1. Problembenennung – Grund und Ursache für die Befragung
4.3.2. Gegenstandsbenennung – Bestimmung des Inhalts der Befragung
4.3.3. Durchführung – Vom Pfarrer zu den Daten
4.3.3.1. Das Dekanat Traunstein
4.3.3.2. Die Auswahl der Pfarrer
4.3.3.3. Die ausgewählte Methode
4.3.3.4. Die Durchführung der Interviews
4.3.4. Analyse – Von den Daten zu den Ergebnissen
4.3.5. Verwendung – Der Nutzen der Ergebnisse
4.3.6. Die Ergebnisse der Interviews
4.3.6.1. Ergebnisse für die Kategorie „klassisch“
4.3.6.2. Ergebnisse für die Kategorie Gemeinde
4.3.6.3. Ergebnisse für die Kategorie Verwaltung/Management
4.3.6.4. Ergebnisse für die Kategorie Einrichtungen
4.3.6.5. Ergebnisse für die Kategorie Sonstige
4.3.6.6. Einbindung einer „Management-Person“
4.3.7. Fazit der Interviews und ihrer Ergebnisse
4.4. Resümee
5. Management
5.1. Management – Eine Begriffsbestimmung
5.1.1. Herkunft des Begriffes
5.1.2. Management als Funktion, Institution und Instrumentarium
5.1.3. Die Person des Managers
5.2. Managementfunktionen und Managementaufgaben
5.2.1. Der klassische Fünferkanon
5.2.2. Handlungsebenen des Managements
5.2.3. Managementrollen
5.2.4. Tatsächliche Aktivitäten von Managern
5.3. Management in Sozialen Organisationen
5.3.1. Soziale Organisationen als Organisationen
5.3.2. Soziale Organisationen als Non-Profit-Organisationen
5.3.3. Soziale Organisationen als Unternehmen
5.3.4. Soziale Organisationen managen - Sozialmanagement
6. Die Bedeutung von Management im Kontext der Kirchengemeinde
6.1. Die Kirchengemeinde „als“ – Ein Einordnungsversuch
6.1.1. Die Kirchengemeinde als Organisation
6.1.2. Die Kirchengemeinde als Non-Profit-Organisation
6.1.3. Die Kirchengemeinde als Unternehmen
6.1.4. Resümee
6.2. Gemeindeleitung oder Management?
6.2.1. Pfarrer als „theologische Experten“ oder „professionelle Laien“
6.2.2. Gemeindeleitung und Management – Eins oder Zwei?
6.3. Die Gemeinde managen
6.3.1. Management und Gemeinde
6.3.2. Gemeindemanagement
B) Evang.-Luth. Kirchengemeinden in Bayern und Diakone/Diakoninnen mit dem Master of Social Management in ihrem Management
1. Herausforderung und Vision
2. Theoretische und konzeptionelle Überlegungen
2.1. Vorüberlegungen
2.2. Zielsetzungen
2.2.1. Die Ziele der Neustrukturierung
2.2.2. Die Gestalt der Neustrukturierung
2.3. Voraussetzungen
2.3.1. Institutionell
2.3.2. Gesetzlich
2.3.3. Personell
2.3.3.1. Die Qualifikation als Diakon/Diakonin
2.3.3.2. Der Masterstudiengang Sozialmanagement
2.3.3.3. Weitere personelle Möglichkeiten
2.4. Praktische Umsetzung vor Ort
2.5. Praktische Umsetzung in der ELKB
3. Persönliches Resümee und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein praxisorientiertes Modell für die Leitung von Kirchengemeinden in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu entwickeln, das Diakonen mit dem Master of Social Management neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet und die Pfarrer entlastet. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Managementmethoden und Gemeindeleitung in einer Weise verbunden werden können, die sowohl dem Auftrag der Kirche gerecht wird als auch moderne strukturelle Anforderungen erfüllt.
3. Die aktuelle Problemlage
„Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich hin und her: Wie finden wir den rechten Kurs zur Fahrt im weiten Meer? Der rät wohl dies, der andre das, man redet lang und viel und kommt – kurzsichtig, wie man ist – nur weiter weg vom Ziel. Doch da, wo man das Laute flieht und lieber horcht und schweigt, bekommt von Gott man ganz gewiß den rechten Weg gezeigt!“ (ELKB, 1995, S. 1011, Strophe 4)
Diese vierte Strophe des bereits zitierten Liedes könnte als Metapher für die Entwicklung der evangelischen Kirchen seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen werden. Rein äußerlich scheint alles so zu sein wie immer: Die Kirche als Volkskirche deckt das Land mit ihrem Parochialsystem flächendeckend ab, der Pfarrer als Gemeindeleiter und Repräsentant der Kirche vor Ort kümmert sich um all die Angebote in der Kirchengemeinde, das Zentrum der Gemeinde ist die Wortverkündigung und die Sakramentsverwaltung und die Mitbestimmung der Laien ist über die verschiedensten Gremien auf jeder Ebene der Landeskirche gegeben.
Bei einem genaueren Blick lässt sich allerdings feststellen, dass es unter der Oberfläche anders aussieht:
- „Seit den fünfziger und sechziger Jahren [des 20. Jahrhunderts] häufen sich die Vorschläge zur Gemeindereform.“ (Winkler, 2002, S. 43)
- Der Mitgliederverlust seit den 1950er Jahren höhlt das Parochialsystem aus.
- Die finanziellen Mittel sind rückläufig.
- Die Anzahl der Personen, welche die Gemeinde als pastorales Dienstleistungsunternehmen betrachten, scheint bei Weitem zu überwiegen.
- Was genau die Aufgaben von Pfarrern sind, scheint heute unklarer denn je.
Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern: Dieses Kapitel erläutert die äußere Struktur, die theologische Basis und das Verständnis der Kirchengemeinde als „Kirche vor Ort“ innerhalb der bayerischen Landeskirche.
Gemeindeleitung: Hier wird der Begriff der Gemeindeleitung historisch und theologisch hergeleitet sowie die aktuelle rechtliche Gestalt durch Pfarrer, Kirchenvorstand und Gemeindeversammlung definiert.
Die aktuelle Problemlage: Das Kapitel analysiert die „Kirchenkrise“ durch Mitglieder- und Nachwuchsmangel, Finanzdruck sowie die Überlastung der Pfarrer und das unklare Bild des Pfarrberufs.
Die Praxis der Pfarrer und Pfarrerinnen in der Gemeinde: Basierend auf einer qualitativen Befragung von fünf Pfarrern werden die Tätigkeitsfelder und Verantwortlichkeiten im Alltag beleuchtet und das Bild des Pfarrers als Zentrum aller Aufgaben analysiert.
Management: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung des Managementbegriffs, seiner Funktionen und Instrumente, insbesondere im Kontext von Non-Profit-Organisationen und Sozialunternehmen.
Die Bedeutung von Management im Kontext der Kirchengemeinde: Hier wird geprüft, inwieweit Managementmethoden auf Kirchengemeinden übertragbar sind, ohne das theologische Profil zu verlieren, und wie Gemeindemanagement zukünftig gestaltet werden kann.
Kirchengemeinde, Gemeindeleitung, Management, Sozialmanagement, Pfarrerbild, Kirchenkrise, Diakonat, Kirchenvorstand, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Kirche vor Ort, Soziale Organisation, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Gemeindemanager, kirchliche Reform.
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise Managementmethoden in Kirchengemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eingesetzt werden können, um die Leitung zu unterstützen und zukunftsfähig zu gestalten.
Die Arbeit umfasst die kirchenrechtlichen Grundlagen, die historische Entwicklung kirchlicher Leitungsstrukturen, die aktuelle Problemlage (Finanz- und Mitgliederkrise) sowie die theoretischen Ansätze von Sozialmanagement und deren Anwendbarkeit in der Gemeinde.
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Modells, in dem Diakone mit einer Zusatzqualifikation im Sozialmanagement als Gemeindemanager gemeinsam mit Pfarrern und dem Kirchenvorstand die Gemeinde leiten.
Neben einer intensiven Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung führte die Autorin eine qualitative Befragung von fünf Pfarrern im Dekanat Traunstein durch, um ein realistisches Bild der aktuellen Aufgabenverteilung und Praxis zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Praxis in Kirchengemeinden, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen pfarramtlichem Dienst und betriebswirtschaftlichen Anforderungen und erörtert die notwendigen institutionellen Voraussetzungen für eine strukturelle Neustrukturierung.
Zu den prägenden Begriffen zählen neben Kirchengemeinde und Management vor allem das „Gemeindemanagement“, die „Pfarrerzentriertheit“ und die Vision einer kooperativen Leitungsstruktur durch Diakone und Pfarrer.
Die Autorin argumentiert, dass das traditionelle Bild des Pfarrers als „eierlegende Wollmilchsau“, der für alle administrativen, seelsorgerlichen und strategischen Aufgaben allein verantwortlich ist, zur Überlastung führt und die Mitwirkung anderer Begabungen in der Gemeinde erschwert.
Der Studiengang wird als ideale Qualifikationsbasis identifiziert, um Diakone und Diakoninnen zu befähigen, als „weltliche Gemeindemanager“ operative und administrative Leitungsaufgaben zu übernehmen und so die Pfarrer für ihre Kernaufgaben als Geistliche zu entlasten.
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