Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 2,3
I. Einleitung
II. Theoretischer Rahmen
III. Der Israel-Palästina-Konflikt
A) Hauptakteure im Nahost Konflikt
1. Israel und Palästina
2. Vereinte Nationen
B) Zentrale Aspekte und Streitpunkte des Konflikts
IV. Die Einflussnahme von internationalen Organisationen im Israel-Palästina Konflikt seit 2000
A) Chronologischer Ablauf
B) Formen der Einflussnahme
1. Zentrale Punkte der Einflussnahme
2. Gründe für das Scheitern des Roadmap-Vertrages 2003
V. Analyse
VI. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Rolle internationaler Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen, bei der friedlichen Bearbeitung des Israel-Palästina-Konflikts im Zeitraum von 2000 bis 2018. Ziel ist es, auf Basis des Neoinstitutionalismus zu analysieren, inwiefern diese Organisationen den Konflikt beeinflussen konnten und warum bisherige Friedensbemühungen weitgehend scheiterten.
II. Theoretischer Rahmen
Die theoretische Grundlage dieser Arbeit wird auf dem Neoinstitutionalismus basieren, dessen Vertreter den internationalen Organisationen gleichermaßen eine Arenafunktion als auch eine Akteurfunktion zusprechen. Der Neoinstitutionalismus ist somit gewissermaßen als Gegenstück zum Neorealismus zu betrachten, dessen Theorie man über weite Strecken als elementar für den Kalten Krieg ansah, in dem die USA und die Sowjetunion als die zentralen Hegemonialmächte auftraten. Dem Neorealismus zufolge seien einzig und allein Staaten die zentralen und mächtigen Akteure in den internationalen Beziehungen. Er schreibt internationalen Organisationen hingegen keinerlei Bedeutung in selbigem Kontext zu.
Der Neoinstitutionalismus hingegen spricht den internationalen Organisationen, wie bereits erwähnt, eine größere Rolle zu, auch wenn die Staaten als rationale Akteure über den Organisationen angesiedelt bleiben. Somit übernimmt die Theorie des Neoinstitutionalismus Aspekte des Neorealismus, der die Staaten ebenfalls an höchster Stelle im internationalen Kontext einordnet. Eine weitere Gemeinsamkeit beider Theorien ist die Tatsache, dass sie das internationale System als anarchisch ansehen, was im Falle des Neoinstitutionalismus aber ganz präzise bedeutet, dass die Weltpolitik keine zentrale Regierung aufweist, die sie lenkt. Entscheidend bleibt aber die Einordnung der internationalen Organisationen in den internationalen Beziehungen, denen im Institutionalismus eben eine entscheidende Rolle zukommt und somit den entscheidenden Unterschied zum Neorealismus darstellt.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entstehung des Israel-Palästina-Konflikts ein, skizziert die wissenschaftliche Fragestellung und erläutert den Aufbau der Arbeit unter Berücksichtigung des gewählten Untersuchungszeitraums.
II. Theoretischer Rahmen: Hier wird der Neoinstitutionalismus als theoretische Basis vorgestellt, der internationale Organisationen sowohl als Arenen als auch als handelnde Akteure im globalen System verortet.
III. Der Israel-Palästina-Konflikt: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick ab 1948, benennt die Hauptakteure und analysiert die grundlegenden Streitpunkte des Konflikts wie Grenzverläufe, Siedlungspolitik und den Status Jerusalems.
IV. Die Einflussnahme von internationalen Organisationen im Israel-Palästina Konflikt seit 2000: Dieser Teil untersucht chronologisch die Rolle internationaler Organisationen seit der Jahrtausendwende, insbesondere bei der Umsetzung von Friedensplänen und bei humanitären Interventionen.
V. Analyse: Die Analyse bewertet kritisch, inwieweit die Vereinten Nationen ihre theoretisch zugeschriebene Rolle bei der Konfliktbearbeitung erfüllen konnten und wo sie an strukturellen oder politischen Grenzen scheiterten.
VI. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Konflikts und hinterfragt, ob bisherige Konzepte wie die Zweistaatenlösung angesichts veränderter Rahmenbedingungen noch zeitgemäß sind.
Israel, Palästina, Nahost-Konflikt, Vereinte Nationen, Neoinstitutionalismus, Friedensprozess, Roadmap für den Frieden, Zweistaatenlösung, Siedlungspolitik, Konfliktbearbeitung, internationale Organisationen, Sicherheit, internationale Beziehungen, Nahost-Quartett, Diplomatie
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit internationaler Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen, bei der friedlichen Einflussnahme auf den Konflikt zwischen Israel und Palästina im neuen Jahrtausend.
Im Fokus stehen die Rolle von Akteuren wie der UN, die Analyse der neoinstitutionalistischen Theorie sowie die kritische Betrachtung historischer Friedenspläne wie der Roadmap.
Die zentrale Frage lautet: Inwieweit beeinflussen internationale Organisationen die friedliche Konfliktbearbeitung zwischen Israel und Palästina?
Die Arbeit nutzt den theoretischen Ansatz des Neoinstitutionalismus, um das Handeln internationaler Organisationen in einem anarchischen internationalen System zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss des Konflikts, eine detaillierte chronologische Analyse der Einflussnahme durch internationale Organisationen seit 2000 sowie eine kritische Bewertung der Ergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nahost-Konflikt, Zweistaatenlösung, internationale Organisationen, UN, Roadmap für den Frieden und Friedensprozess bestimmt.
Sie gilt als das ambitionierteste Friedensprojekt der 2000er Jahre unter Beteiligung internationaler Organisationen, dessen Scheitern als zentrales Anschauungsobjekt für die Machtlosigkeit der involvierten Akteure dient.
Das Vetorecht verhindert laut Arbeit oft die effektive Umsetzung von Resolutionen, da mächtige Mitgliedsstaaten ihre Eigeninteressen über das gemeinsame Friedensziel stellen.
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