Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 2
1. Sexuelle Orientierung
1.1 Heterosexualität
1.2 Homosexualität
1.2.1 Lesbische Frauen
1.2.2 Schwule Männer
1.3 Transsexualität
1.4 Bisexualität
2. Historischer Hintergrund – Homosexualität in Deutschland
2.1 Homosexuellenbewegung in Deutschland
2.2 Paragraph 175
3. Pflege und Wohnen im Alter
3.1 Pflege
3.2 Pflegebedürftigkeit
3.3 Pflegeformen
3.4 Institutionalisierte Wohnformen
3.4.1 Pflegeheime
3.4.2 Altenheime
3.4.3 Altenwohnheime
3.5 Alternative Wohnformen
3.5.1 Betreutes Wohnen
3.5.2 Integriertes Wohnen
3.5.3 Mehrgenerationen Wohnen
3.5.4 Pflegewohngruppen
3.5.5 Gemeinschaftliche Wohnformen
4. Ältere und pflegebedürftige Homosexuelle in der Bevölkerung
5. Vorhandene Wohnformen für Homosexuelle
5.1 „Villa Anders“ - Mehrgenerationen-Wohnen in Köln
5.2 „Arnold-Overzier-Haus“ - Integratives Wohnen in Köln
5.3 „RuT – Rad und Tat“ - Frauenwohnprojekt in Berlin
5.4 „Lebensort Vielfalt“ - Männerwohnprojekt in Berlin
5.5 „CuraDomo“ - Ambulanter Pflegedienst in Berlin
5.6 „Netzwerk für ambulante Pflege“ - Pflegestation in Berlin
5.7 „Rosa ALTERnative“ - Männerwohngruppe in München
6. Forschungsdesign
6.1 Qualitative Interviews
6.2 Experteninterviews
6.3 Transkription
6.4 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
7. Forschungsergebnisse
7.1 Bisherige Grenzen von gängigen Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten
7.2 Wohnprojekte und ihre Angebote
7.3 Ziele der Wohnprojekte und Einrichtungen
7.4 Erweiterung des Konzepts von gängigen Pflegeeinrichtungen
7.5 Personelle Rahmenbedingungen
7.6 Abbau von Verfolgungserfahrung
7.7 Gesellschaftliche Entwicklung
7.8 Sozialpolitische Strukturen
7.9 Der Bedarf an alternativen Wohnformen und Einrichtungen
8. Perspektiven der sozialen Arbeit in der Pflege von homosexuellen Menschen
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten alternativer Wohnformen für ältere homosexuelle Menschen im pflegerischen Kontext. Ziel ist es zu analysieren, wie sich diese Wohnformen von herkömmlichen Einrichtungen unterscheiden und inwiefern sie den spezifischen Bedürfnissen und Ängsten dieser Zielgruppe gerecht werden, um ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen.
1.2.2 Schwule Männer
Das Wort „schwul“ beschreibt homosexuelle Männer, die gleichgeschlechtlich orientiert sind, also Männer lieben und begehren. „Schwul sein“ beschreibt ebenso wie „Lesbisch sein“ eine soziale, kulturelle und politische Identität. Dies drückt sich in der Zugehörigkeit zu anderen Schwulen, Gruppen und Initiativen aus (Bredehorst, 2013, S. 52). Das sind Gemeinschaften oder Communities, die aufgrund ihrer gemeinsamen sexuellen Identität die selben Erfahrungen teilen und gemeinsam aktiv werden. Zu diesen Communities gehören zum Beispiel Beratungszentren, Selbsthilfegruppen oder Stammtische für Schwule, das Schwule Museum oder auch ein schwules Volleyball-Team (Bredehorst, 2013, S. 16).
Zusammengefasst sind Mitglieder einer schwulen Community also „[...] alle, die sich in irgendeiner Form zusammentun und handeln, um Selbstbewusstsein und Solidarität zu stärken – oder einfach gemeinsam Spaß zu haben“ (Bredehorst, 2013, S. 16).
„Woher der Begriff „schwul“ stammt, ist nicht definitiv geklärt“ (Bredehorst, 2013, S. 52). Es wird vermutet, dass er vom Wort „schwül“ abgeleitet wurde. Das könnte sich auf die „warmen“ Gefühle der homosexuellen Männer, die sie gegenüber ihren Geschlechtsgenossen empfinden, oder auf die Atmosphäre in Schwulenlokalen beziehen (Bredehorst, 2013, S. 52).
1. Sexuelle Orientierung: Definition und Differenzierung der verschiedenen sexuellen Orientierungen zur theoretischen Fundierung der Arbeit.
2. Historischer Hintergrund – Homosexualität in Deutschland: Darstellung der Entwicklung der Homosexuellenbewegung und der Verfolgung unter dem Nationalsozialismus bis hin zur heutigen Situation.
3. Pflege und Wohnen im Alter: Erläuterung pflegewissenschaftlicher Begriffe und Vorstellung verschiedener stationärer sowie alternativer Wohnformen für ältere Menschen.
4. Ältere und pflegebedürftige Homosexuelle in der Bevölkerung: Analyse der demografischen Daten und Schätzung des Anteils homosexueller Menschen in der pflegebedürftigen Bevölkerung.
5. Vorhandene Wohnformen für Homosexuelle: Konkrete Vorstellung beispielhafter Wohnprojekte für homosexuelle Menschen in Deutschland.
6. Forschungsdesign: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise durch qualitative Experteninterviews und deren Auswertung.
7. Forschungsergebnisse: Zusammenfassung der Erkenntnisse zu den Besonderheiten der untersuchten Wohnprojekte und der Situation in herkömmlichen Einrichtungen.
8. Perspektiven der sozialen Arbeit in der Pflege von homosexuellen Menschen: Aufzeigen zukünftiger Handlungsfelder für die soziale Altenarbeit.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf den künftigen Bedarf.
Homosexualität, Alter, Pflege, alternative Wohnformen, soziale Arbeit, Diskriminierung, Coming-out, Lebensort Vielfalt, stationäre Pflege, ambulante Pflegedienste, Selbstbestimmung, Experteninterviews, Biografische Arbeit, Netzwerkarbeit, Senioren.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Lebenssituation pflegebedürftiger homosexueller Menschen im Alter und den damit verbundenen Anforderungen an moderne Wohn- und Pflegekonzepte.
Die zentralen Themen sind die historische Diskriminierung von Homosexuellen, die Standards in der aktuellen Altenpflege sowie die Entwicklung spezieller alternativer Wohnformen, die Diskriminierungsfreiheit garantieren.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Was sind die Besonderheiten der ausgewählten Wohnformen im pflegerischen Kontext für ältere Homosexuelle?“
Es werden qualitative Experteninterviews mit Verantwortlichen verschiedener Wohnprojekte geführt, deren Ergebnisse anschließend mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über sexuelle Orientierung, Geschichte und Pflege sowie einen empirischen Teil, in dem konkrete Wohnprojekte vorgestellt und die Ergebnisse der Interviews präsentiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Homosexualität, Alter, alternative Wohnformen, Soziale Arbeit und Diskriminierungsprävention.
Die Biografiearbeit ist essenziell, um die durch Diskriminierung geprägten Lebensgeschichten älterer Homosexueller zu berücksichtigen und eine respektvolle, kultursensible Pflegebeziehung aufzubauen.
Die Ängste resultieren oft aus historisch gewachsenen Verfolgungserfahrungen und der Sorge, in einer als heteronormativ wahrgenommenen Umgebung erneut diskriminiert, ausgegrenzt oder nicht respektiert zu werden.
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