Diplomarbeit, 2011
91 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 BEGRÜNDUNG DES FORTBILDUNGSKONZEPTES
1.2 RAHMENBEDINGUNGEN
1.3 PERSÖNLICHES LEITBILD/ PHILOSOPHIE
2. PÄDAGOGISCHES VERSTÄNDNIS
2.1 ANSÄTZE DES SYSTEMISCH-KONSTRUKTIVISTISCHEN DENKENS
2.2 SELBSTGESTEUERTES LERNEN
2.3 LEBENSLANGES LERNEN UND EMOTIONEN
2.4 ERWACHSENENBILDUNG
3. DIE IDIOLEKTISCHE GESPRÄCHSFÜHRUNG ALS HALTUNG UND METHODE
4. ETHISCHE FALLBESPRECHUNGEN ALS HALTUNG UND METHODE
5. KOMPETENZORIENTIERTE PRAXISANLEITUNG NACH PROF. DR. CHRISTA OLBRICH
6. ZIELE DER FORTBILDUNGSVERANSTALTUNG - ODER: WOHIN SOLL DIE REISE GEHEN?
6.1 LEHR- UND LERNZIELE (INHALTLICH)
7. ERFAHRUNGEN AUS DER ERSTEN FORTBILDUNGSSEQUENZ
8. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
9. FORTBILDUNGSVERLAUF
9.1 PLANUNGSENTSCHEIDUNGEN
10. SCHLUSSWORT - ODER: DIE REISE GEHT WEITER
11. SKRIPT FÜR DIE FORTBILDUNGSTEILNEHMERINNEN
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Konzeption einer zweitägigen Fortbildung für Praxisanleiterinnen unter dem Titel „Pädagogik praxisnah“. Dabei wird Prof. Dr. Christa Olbrichs Konzept der kompetenzorientierten Praxisanleitung mit Erkenntnissen der systemisch-konstruktivistischen Pädagogik, der Idiolektik und der Ethik verwoben, um ein reflexives und methodisch fundiertes Handeln in der Anleitungssituation zu fördern.
Die idiolektische Gesprächsführung als Haltung und Methode
In jeder Situation, in der es darum geht, dass Menschen anderen Menschen helfen wollen (so auch in der Situation, in der die Praxisanleiterin der Schülerin helfen will, oder die Lehrende, den Lernenden), müssen erst einmal Informationen über diese oder diesen Menschen erworben werden. In der Regel geschieht dies durch Gespräche, also durch und über Kommunikation. In diesen Gesprächen ist es wichtig, nicht zu verallgemeinern oder allgemein anerkannte Bedeutungen des Gesagten als Grundlage zum Verständnis zu nutzen, sondern die Eigensprache des Menschen zu erkennen und zu erfahren (vgl. Poimann 2008: 18).
Die Eigensprache des Menschen umfasst nach Poimann (ebdd: 17): „Die Gesamtheit der Ausdrucksmöglichkeiten eines Menschen und seine ihm eigenen Bedeutungen“.
Einige ausschlaggebende Aspekte, die es ermöglichen die Eigensprache eines Menschen aufzunehmen, sollen im Folgenden vorgestellt werden.
Erst einmal ist zu bedenken, dass die lexikalische Wortbedeutung zwar häufig klar zu sein scheint und man zu wissen glaubt, was gemeint ist, dies jedoch so einfach nicht ist, denn Worte für sich, herausgelöst aus einem Kontext, allein stehend, können mehrere lexikalische Bedeutungen haben. In den Sprachwissenschaften wird dies bereits berücksichtigt in dem ein Bedeutungskern (Denotation) und ein Bedeutungsumfeld (Konnotation) für Worte festgelegt sind, welche alles umfassen, was unter Umständen zu diesem Wort gehören kann. In speziellen Gesprächssituationen wird die Sprechende immer bestimmte Erfahrungen, Assoziationen, Bilder und Vorstellungen mit bestimmten Begriffen/ Worten verbinden und kann bei genauerem Nachfragen genau erklären was eigentlich mit eben diesem bestimmten Wort gemeint ist. Das was die Sprechende mit dem Wort oder der Redewendung gemeint hat, ist dann immer im Kontext mit der eigenen Lebensgeschichte, eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu sehen und entstanden und hat eine individuelle Färbung (vgl. ebda: 19).
1. EINLEITUNG: Die Autorin begründet ihr Fortbildungskonzept und skizziert ihre persönliche Philosophie sowie die Rahmenbedingungen für die Durchführung der Seminarreihe.
2. PÄDAGOGISCHES VERSTÄNDNIS: Es werden die systemisch-konstruktivistischen Grundlagen, das Konzept des selbstgesteuerten Lernens sowie die Bedeutung von lebenslangem Lernen und Erwachsenenbildung für die Fortbildung dargelegt.
3. DIE IDIOLEKTISCHE GESPRÄCHSFÜHRUNG ALS HALTUNG UND METHODE: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der Eigensprache und stellt die idiolektische Gesprächsführung als Mittel zur authentischen Informationsgewinnung und Beziehungsgestaltung vor.
4. ETHISCHE FALLBESPRECHUNGEN ALS HALTUNG UND METHODE: Dieses Kapitel führt das Reflexionsmodell nach Marianne Rabe ein, um ethische Probleme in der Pflege systematisch und reflektiert zu bearbeiten.
5. KOMPETENZORIENTIERTE PRAXISANLEITUNG NACH PROF. DR. CHRISTA OLBRICH: Hier wird das theoretische Kernmodell der Arbeit vorgestellt, welches die Handlungsdimensionen des pflegerischen Handelns in einer Kompetenzhierarchie gliedert.
6. ZIELE DER FORTBILDUNGSVERANSTALTUNG - ODER: WOHIN SOLL DIE REISE GEHEN?: Die Autorin formuliert das übergeordnete Ziel der Fortbildung und spezifiziert inhaltliche Lehr- und Lernziele für die Teilnehmerinnen.
7. ERFAHRUNGEN AUS DER ERSTEN FORTBILDUNGSSEQUENZ: Ein Rückblick auf eine Pilotphase, aus der methodische Verbesserungen für das aktuelle Konzept abgeleitet wurden.
8. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN: Erläuterung der gewählten Vermittlungsmethoden und Sozialformen unter Berücksichtigung lerntheoretischer Erkenntnisse.
9. FORTBILDUNGSVERLAUF: Detaillierte Darstellung des geplanten Seminarablaufs für die zwei Fortbildungstage sowie der zugrundeliegenden Planungsentscheidungen.
10. SCHLUSSWORT - ODER: DIE REISE GEHT WEITER: Ein reflektierender Ausblick der Autorin auf den Prozess der Fortbildungsplanung.
11. SKRIPT FÜR DIE FORTBILDUNGSTEILNEHMERINNEN: Arbeitsunterlagen und Übungsaufgaben für die Teilnehmerinnen zur praktischen Anwendung des Gelernten.
Praxisanleitung, Pflegekompetenz, Idiolektik, Ethische Fallbesprechung, Konstruktivismus, Selbstgesteuertes Lernen, Berufsidentität, Lehrer-Lernprozess, Handlungsdimensionen, Pflegedidaktik, Reflexion, Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung, Eigensprache, Anleitungsstruktur.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption einer zweitägigen Fortbildung für ausgebildete Praxisanleiterinnen, um deren pädagogische Kompetenzen durch eine Kombination aus fachspezifischen Modellen und ethischer Reflexion zu stärken.
Die Arbeit verknüpft die kompetenzorientierte Praxisanleitung nach Prof. Dr. Christa Olbrich mit den Feldern der systemisch-konstruktivistischen Pädagogik, der idiolektischen Gesprächsführung und der Ethik in der Pflege.
Ziel ist es, Praxisanleiterinnen ein flexibles Gerüst für Anleitungssituationen an die Hand zu geben, das über rein formale Checklisten hinausgeht und eine tiefere Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem Berufsbild ermöglicht.
Die Autorin nutzt qualitative Ansätze, um pädagogische Konzepte auf die Praxisanleitung zu übertragen, basierend auf ihrer eigenen Erfahrung als Dozentin und der Auswertung pflegedidaktischer Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Konstruktivismus, Ethik, Idiolektik) sowie die konkrete methodische Umsetzung in Form einer Fortbildungsplanung inklusive Skript und Checklisten.
Die wichtigsten Schlagworte sind Praxisanleitung, Kompetenzorientierung, Idiolektik, ethische Fallbesprechung und konstruktive Pädagogik.
Sie dient als Gerüst, das in der Fortbildung um die aktiv-ethische Komponente ergänzt wird, um Anleitung nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als umfassende Persönlichkeitsentwicklung zu begreifen.
Die Idiolektik wird als Haltung und Methode eingeführt, um mittels der Eigensprache der Schülerinnen einen besseren Zugang zu deren individueller Wahrnehmung und Lernmotivation zu finden.
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