Bachelorarbeit, 2019
141 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION UND PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE
2 AKTUELLER STAND DER TECHNIK
2.1 ROUTENZUGSYSTEME
2.1.1 Grundlegende Definitionen
2.1.2 Grundlegende Begriffe
2.1.3 Funktionalität und Systemelemente
2.1.4 Vorteile von Routenzugsystemen
2.1.5 Flexibilität und Wandlungsfähigkeit von Routenzugsystemen
2.2 PLANUNG VON ROUTENZUGSYSTEMEN
2.2.1 Grundlegende Planungsaspekte
2.2.2 Gestaltungsmöglichkeiten
2.2.3 Dimensionierung des Systems
2.2.4 Herausforderungen bei der Planung
2.3 PLANUNGSMETHODEN FÜR ROUTENZUGSYSTEME
2.3.1 Statische und dynamische Planungsansätze
2.3.2 Statische Planung
2.3.3 Dynamische Planung
2.3.4 Vorteile der Planungsmethoden
2.3.5 Nachteile der Planungsmethoden
2.3.6 Auswahl einer geeigneten Planungsmethode
3 VORGEHENSWEISE UND ERGEBNISSE DER PLANUNGSMETHODEN
3.1 EINGANGSDATEN FÜR DIE SIMULATION
3.2 DATENTRANSFER MITTELS IPO.LOG
3.3 ERGEBNISSE UND AUSWERTUNGEN DER PLANUNGSMETHODEN
3.3.1 Unterschiede der Berechnungsgrundlagen
3.3.2 Statische Ergebnisse der Planungsmethoden
3.3.3 Auswertungen der Systeme
4 VERGLEICH DER PLANUNGSMETHODEN
4.1 METHODIK
4.1.1 VDI Methode
4.1.2 ESB Methode
4.1.3 Software IPO.Log
4.2 NOTWENDIGE DATENGRUNDLAGEN
4.2.1 VDI Methode
4.2.2 ESB Methode
4.2.3 Software IPO.Log
4.3 STEUERUNG DES SYSTEMS
4.3.1 VDI Methode
4.3.2 ESB Methode
4.3.3 Software IPO.Log
4.4 MÖGLICHE EINSATZSZENARIEN
4.4.1 VDI Methode
4.4.2 ESB Methode
4.4.3 Software IPO.Log
4.5 FLEXIBILITÄT UND EFFIZIENZ DES PLANUNGSPROZESSES
4.5.1 VDI Methode
4.5.2 ESB Methode
4.5.3 Software IPO.Log
4.6 FLEXIBILITÄT UND EFFIZIENZ DER ROUTENZUGSYSTEMSTEUERUNG
4.6.1 VDI Methode
4.6.2 ESB Methode
4.6.3 Software IPO.Log
4.7 NORMIERUNG DER ERGEBNISSE
4.8 GEEIGNETE ANWENDUNGSBEREICHE
5 KRITISCHE BETRACHTUNG UND AUSBLICK
5.1 EINSCHRÄNKUNGEN DER FORSCHUNGSMETHODE
5.2 ZUKÜNFTIGE FORSCHUNGSEMPFEHLUNGEN
6 FAZIT
Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Untersuchung der Effizienz und Flexibilität statischer versus dynamischer Planungsmethoden für innerbetriebliche Routenzugsysteme, um zu belegen, dass eine dynamische Planung mittels ereignisdiskreter Software überlegenere Ergebnisse liefert. Dabei wird eine Entscheidungshilfe erarbeitet, die Planer bei der Auswahl der optimalen Methode unterstützt.
2.1.1 Grundlegende Definitionen
Für die Begriffe „Routenzug“ und „Routenzugsystem“ sind bisher keine einheitlichen Definitionen in der Literatur verfügbar. Werden die klassischen Definitionen betrachtet fällt vor allem auf, dass mehrheitlich Eigenschaften beschreiben werden, die bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten der Systeme ausschließen. Am Häufigsten werden Routenzugsysteme mit einem festen Takt und fixen Routen beschrieben. Diese Aspekte sind jedoch für die Beschreibung einer dynamischen Routenzugplanung nicht geeignet. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit eine Definition verwendet, die keine spezifischen Systemkonfigurationen ausschließt.35 Ein Routenzug ist ein innerbetriebliches Transportsystem, durch das Transporteinheiten als Zug gebündelt bewegt werden. In der Regel besteht der Routenzug aus einem Schlepper und mehreren Anhängern und wird durch einen Fahrer, den sogenannten Routenzugfahrer, bedient.36 Entsprechend dient ein Routenzugsystem zur innerbetrieblichen Materialversorgung auf einer oder mehreren Routen.37 Hierbei werden vorkommissionierte Ladungsträger auf einer Tour transportiert und bedarfsgerecht an zuvor definierte Bereitstellorte gebracht.38 Der Routenzug fährt dabei bestimmte Haltestellen ab, um die Bereitstellorte mit Material zu versorgen.39 Folglich wird dieses Konzept mehrheitlich mit dem Konzept des Personennahverkehrs verglichen. Ein oder mehrere Routenzüge liefern hierbei im Regelfall Material von den Quellen (Lager), zu den Senken (Bereitstellorte) aus. Das Routenzugsystem beschreibt demzufolge das Zusammenspiel zwischen einem Schlepper und mehreren Anhängern.40 Routenzugsysteme können darüber hinaus als soziotechnische Systeme bezeichnet werden. Die Mitarbeiter und die Routenzugtechnik sind diesbezüglich darauf ausgerichtet, die Fertigung bedarfsgerecht mit Material zu versorgen. Der soziotechnische Ansatz bezieht sich dabei auf die wechselseitige Abhängigkeit zwischen dem sozialen System (Mitarbeiter) und den dazugehörigen technischen Komponenten. Hierbei hat die ausgewählte Routenzugtechnik erhebliche Auswirkungen auf das soziale System und demnach auf die Mitarbeiter, die für das Betreiben des Systems notwendig sind.41
1 EINLEITUNG: Begründung der Relevanz des Themas, Erläuterung der Motivation sowie die konkrete Formulierung der Forschungsfrage und Zielsetzung.
2 AKTUELLER STAND DER TECHNIK: Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen zu Routenzugsystemen, deren Planung und der Abgrenzung zwischen statischen und dynamischen Methoden.
3 VORGEHENSWEISE UND ERGEBNISSE DER PLANUNGSMETHODEN: Beschreibung der methodischen Durchführung, der Datenübertragung ins Simulationsmodell und Darstellung der primären Ergebnisse.
4 VERGLEICH DER PLANUNGSMETHODEN: Detaillierte Gegenüberstellung der drei gewählten Planungsmethoden hinsichtlich ihrer Methodik, Datengrundlagen und Steuerungseffizienz.
5 KRITISCHE BETRACHTUNG UND AUSBLICK: Reflexion der Forschungsmethode, Identifikation von Einschränkungen sowie Empfehlungen für weiterführende Studien.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Hypothesen und Ableitung der zentralen Erkenntnisse über die Eignung der verschiedenen Planungsmethoden.
Routenzugsystem, Materialversorgung, Statische Planung, Dynamische Planung, IPO.Log, VDI 5586, ESB-Methode, Flexibilität, Effizienz, Prozessoptimierung, Simulation, Logistik, Materialfluss, Kommissionierung, Unternehmensziele.
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Dimensionierung von innerbetrieblichen Routenzugsystemen und vergleicht dabei klassische statische Vorgehensweisen mit modernen dynamischen Simulationsansätzen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Effizienzsteigerung der Materialversorgung, dem Vergleich unterschiedlicher Planungsmethoden (VDI, ESB, IPO.Log) und der Rolle von Flexibilität im logistischen Prozess.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass eine dynamische Routenzugplanung durch ereignisdiskrete Software zu effizienteren Ergebnissen führt als herkömmliche statische Planungsmethoden.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse, die auf einer Literaturrecherche basiert und durch eine Validierung mittels einer Simulationssoftware (IPO.Log) unter Verwendung einheitlicher Eingangsdaten ergänzt wird.
Im Hauptteil werden der Stand der Technik, die verschiedenen statischen und dynamischen Planungsansätze im Detail vorgestellt und anschließend anhand von Kriterien wie Flexibilität, Effizienz und Steuerungsqualität kritisch bewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Routenzugsystem, Materialfluss, statische Planung, dynamische Simulation, Prozessoptimierung und Effizienz charakterisiert.
Während die VDI-Methode primär auf den Materialfluss und Durchschnittswerte fokussiert ist, bezieht die ESB-Methode zusätzlich den Informationsfluss und eine risikobasierte worst-case Dimensionierung mit ein.
Die Wahl der Methode beeinflusst maßgeblich die Investitionskosten, den Personalbedarf und die Flexibilität gegenüber Produktionsstörungen, was über den langfristigen Erfolg des Logistikkonzepts entscheidet.
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