Fachbuch, 2019
84 Seiten
Einleitung
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 Demografische Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft
1.2 Verantwortung der Kommunen
1.3 Sozialraumorientierung
1.4 Alternsgerechte Strukturen in der Kommune
1.4.1 Medizinische Versorgung der Bevölkerung
1.4.2 Integrierte Sozialplanung
1.4.3 Pflegeinfrastrukturplanung
1.4.4 Alternsgerechte Quartiersentwicklung
1.4.5 Rahmenbedingungen alternsgerechter Quartier
2 Untersuchungsmethodik
2.1 Sozialraumanalyse
2.2 Ergänzende Methoden der Sozialraumanalyse
2.2.1 Nadelmethode
2.2.2 Individuelle Infrastrukturtabelle
2.2.3 Befragung von Schlüsselpersonen
3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Physische und bauliche Strukturen
3.2 Sozio-ökonomische Strukturen
3.3 Sozial-infrastrukturelle Potenziale
3.4 Individuelle Nutzungsmuster im öffentlichen Raum
3.5 Bedarfe der Zielgruppe
4 Handlungsempfehlungen an die Kommune
4.1 Individuelle Empfehlungen
4.2 Allgemeine Empfehlungen
5 Diskussion der Ergebnisse
6 Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist es zu ermitteln, welche infrastrukturellen Voraussetzungen notwendig sind, um für Seniorinnen und Senioren ein bedarfsgerechtes Umfeld zu schaffen. Im Anschluss wird untersucht, inwieweit diese Bedingungen im Magdeburger Stadtteil Kannenstieg erfüllt sind und welche konkreten Handlungsbedarfe bestehen.
1.4.1 Medizinische Versorgung der Bevölkerung
Die bereits erläuterten Folgen des demografischen Wandels, welche sich nicht nur in der Alterung der Bevölkerung zeigen, sondern auch den Mangel an fachlich kompetentem Pflegepersonal verstärken, fordern eine Modernisierung vorhandener Versorgungsformen. Anhand der Daten der „Study of Health in Pomerania“, welche sich auf eine bevölkerungsbasierte Kohorte stützt, wird erkenntlich, dass mit ansteigendem Alter der Menschen die Inanspruchnahme der hausärztlichen Leistungen steigt (Hoffmann & Van den Berg, 2012, S. 93). Eine ambulante Versorgung durch Hausärzte in Wohnortnähe stellt besonders für multimorbide und weniger mobile Personen eine erhöhte Relevanz dar. Die Indikatoren für den Bedarf an ambulanter Versorgung setzen sich sowohl aus der Anzahl der Patientinnen und Patienten, als auch aus der Inanspruchnahme der medizinischen Leistungen durch die Gesamtbevölkerung zusammen (Hoffmann & Van den Berg, 2012, S. 93). Im Rahmen des demografischen Wandels ist demnach von einem erhöhten Bedarf an hausärztlichen Versorgungsangeboten im nahen Wohnumfeld auszugehen. Die individuelle Versorgungsqualität in der Region ist weiterhin abhängig von den Rahmenbedingungen vor Ort und vor allem von der Anzahl sowie geografischen Verteilung der dort ansässigen Akteurinnen und Akteuren. Die Erreichbarkeit, Qualifikation und Kapazität dieser Leistungserbringenden stellen dabei die wichtigsten Voraussetzungen dar (Hoffmann & Van den Berg, 2012, S. 102).
1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Auswirkungen des demografischen Wandels und definiert die Verantwortung von Kommunen bei der Gestaltung alternsgerechter Strukturen sowie die Grundlagen der Sozialraumorientierung.
2 Untersuchungsmethodik: Hier werden die methodischen Ansätze der Sozialraumanalyse vorgestellt, inklusive ergänzender Instrumente wie der Nadelmethode und der Befragung von Schlüsselpersonen.
3 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse zum Stadtteil Kannenstieg, unterteilt in physische, sozio-ökonomische und infrastrukturbezogene Aspekte sowie Bedarfe der Zielgruppe.
4 Handlungsempfehlungen an die Kommune: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden individuelle und allgemeine Empfehlungen zur Optimierung der Versorgungs- und Lebensbedingungen im Quartier abgeleitet.
5 Diskussion der Ergebnisse: Eine kritische Reflexion über die angewandten Methoden und die Aussagekraft der Ergebnisse unter Berücksichtigung der speziellen Zielgruppe.
6 Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der Kernerkenntnisse hinsichtlich der Herausforderungen des demografischen Wandels auf kommunaler Ebene.
Demografischer Wandel, Sozialraumanalyse, Alternsgerechte Infrastruktur, Kannenstieg, Kommune, Senioren, Quartiersentwicklung, Integrierte Sozialplanung, Pflegeinfrastruktur, Lebensqualität, Partizipation, Versorgungsstrukturen, Soziale Teilhabe, Barrierefreiheit, Magdeburg.
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung kommunaler Infrastrukturen an die Herausforderungen des demografischen Wandels, um Seniorinnen und Senioren ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen.
Die zentralen Themen sind demografische Veränderungen, kommunale Verantwortung, Sozialraumorientierung, medizinische sowie pflegerische Versorgung und die infrastrukturelle Entwicklung von Quartieren.
Das Hauptziel besteht darin, Voraussetzungen für ein alternsgerechtes Wohnumfeld zu ermitteln und diese exemplarisch im Magdeburger Stadtteil Kannenstieg zu überprüfen, um konkrete Handlungsbedarfe zu identifizieren.
Es wird die Methode der Sozialraumanalyse verwendet, ergänzt durch partizipative Verfahren wie die Nadelmethode, die Befragung von Schlüsselpersonen und die Nutzung individueller Infrastrukturtabellen.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Analyse der physischen, sozio-ökonomischen und infrastrukturbezogenen Gegebenheiten im Stadtteil Kannenstieg sowie die Ermittlung der spezifischen Bedarfe der dort lebenden Senioren.
Die Arbeit zeichnet sich durch einen stark praxisorientierten Ansatz aus, der sowohl theoretische Grundlagen der Sozialplanung mit empirischen Daten aus einem konkreten Stadtteil verknüpft.
Die Nadelmethode dient als partizipatives Werkzeug, um lebensweltbezogene Aktionsradien und Nutzungsweisen der Senioren im Kannenstieg visuell zu erfassen und für die Planung nutzbar zu machen.
Obwohl der Stadtteil eine gute Grundausstattung bietet, zeigt die Untersuchung, dass soziale Netzwerke (wie das ASZ) entscheidend sind, jedoch eine Versorgungslücke bei niederschwelligen Begegnungsorten, wie einem generationsgerechten Café, besteht.
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