Fachbuch, 2019
78 Seiten
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der aktiven latenten Steuern im IFRS-Konzernabschluss und analysiert die Objektivität der Werthaltigkeitsbegründung. Ziel ist es, die Entstehung und Bewertung aktiver latenter Steuern mittels steuerlicher Planungsrechnungen zu untersuchen und die Objektivitätsproblematik anhand empirischer Daten zu beleuchten.
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in das Thema der aktiven latenten Steuern und stellt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit dar. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Entstehung und Bewertung aktiver latenter Steuern mittels steuerlicher Planungsrechnungen. Es werden verschiedene Ermittlungswege für Planungsrechnungen erläutert. Das dritte Kapitel analysiert die Objektivitätsproblematik anhand einer empirischen Untersuchung. Es werden bisherige Untersuchungen zusammengefasst, Hypothesen gebildet und eine Stichprobe sowie das Forschungsdesign vorgestellt. Die Ergebnisse der Hypothesenprüfung und mögliche Ursachen des Objektivitätsproblems werden im Detail diskutiert. Im vierten Kapitel werden Lösungswege zur Steigerung der Objektivität aufgezeigt, darunter erfolgsneutrale Behandlung von latenten Steuern, qualitative und quantitative Anhangangaben.
Aktive latente Steuern, IFRS-Konzernabschluss, Werthaltigkeitsbegründung, Objektivität, Steuerliche Planungsrechnungen, Empirische Untersuchung, Anhangangaben, Lösungswege.
Es handelt sich um künftige Steuerentlastungen, die entstehen, wenn der steuerliche Gewinn aktuell höher ist als der handelsrechtliche Gewinn (IFRS), sich dieser Unterschied aber künftig ausgleicht.
Sie dürfen nur aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass künftig genug steuerlicher Gewinn erzielt wird, um die Entlastung zu nutzen. Dies basiert auf unsicheren Planungsrechnungen.
Die Arbeit zeigt ein Objektivitätsproblem auf, da Unternehmen Anreize haben könnten, durch optimistische Prognosen ihre Bilanzsumme und ihr Eigenkapital künstlich aufzublähen.
Die empirische Analyse prüft, ob die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern tatsächlich entscheidungsnützliche Informationen liefern oder ob sie oft Erwartungswerte darstellen, die nicht eintreffen.
Vorgeschlagen werden strengere qualitative und quantitative Anhangangaben zu den zugrunde liegenden Planungsrechnungen sowie eine teilweise erfolgsneutrale Behandlung.
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