Diplomarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 1.1
Einleitung
1. Weltwirtschaft und Welthandelsflotte
1.1 Aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklung
1.2 Welthandel und Welthandelsflotte
1.3 Struktur der Welthandelsflotte
1.4 Internationale Zuordnung der Anteile
2. Marktsituation der Seeverkehrswirtschaft
2.1 Gemeinsame Merkmale
2.2 Charterraten
2.2.1 Tanker
2.2.2 Bulker
2.2.3 Container
2.3 Schiffsmärkte
2.3.1 Weltauftragslage für Neubauten
2.3.2 Neubaupreise 1950-2003
2.3.3 Preise Second Hand Tonnage 1998-2003
2.3.4 Überkapazitäten der Welttonnage
3. Der Außenhandel Deutschlands und der Schweiz
4. Schiffsfinanzierungen Deutschlands
4.1 Schifffahrtsunternehmen
4.1.1 Rechtsformen
4.1.1.1 Die Partenreederei
4.1.1.2 Die GmbH & Co. KG
4.1.1.3 Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
4.1.1.4 Die AG (Aktiengesellschaft)
4.1.2 Struktur deutscher Schifffahrtsunternehmen
4.1.3 Internationale Unternehmung in Deutschland
4.1.3.1 Zugang aus dem Ausland
4.1.3.2 Verlagerungen ins Ausland (Fremdregister)
4.1.4 Beteiligungen (Schiffsfonds)
4.1.4.1 Treuhandgesellschaften
4.1.4.2 Flotten- und Dachfonds
4.1.4.3 Marktstrukturen
4.1.4.3.1 Internationale Auftragsvergabe
4.1.4.3.2 Zielmärkte (Besonderheit Containerschiffe)
4.2 Banken und Versicherung
4.2.1 Auftreten und Marktstellung
4.2.2 Schiffshypothekendarlehen
4.2.3 Versicherungen (Kasko, P&I, HIV, Loss of hire)
4.2.4 Kapitaldienst (Unsicherheit der Einflussgrößen)
4.2.5 Rating
4.2.6 Ablehnung und Abhängigkeiten
4.3 Steuer und Renditen
4.3.1 Steuer
4.3.1.1 Tonnagesteuermodell
4.3.1.2 Verlustzuweisungsmodell
4.3.1.3 Kombimodell (steuerorientiertes Modell)
4.3.2 Renditen
4.4 Staatliche Rahmenbedingungen
4.4.1 EU, Bundesregierung und „Maritime Konferenzen“
4.4.2 Bundestagswahl, Anfragen an CDU, CSU und FDP
5. Schiffsfinanzierungen der Schweiz
5.1 Schifffahrtsunternehmen
5.1.1 Rechtsformen
5.1.1.1 Die Kollektivgesellschaft
5.1.1.2 Die Kommanditgesellschaft
5.1.1.3 Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
5.1.1.4 Die AG (Aktiengesellschaft)
5.1.2 Struktur schweizer Schifffahrtsunternehmen
5.1.3 Internationale Unternehmung in der Schweiz
5.1.3.1 Zugang aus dem Ausland
5.1.3.2 Verlagerung ins Ausland (Fremdregister)
5.1.4 Beteiligungen (Schiffsfonds)
5.2 Banken
5.2.1 Auftreten und Marktstellung
5.2.2 Ratingverfahren und Basel II
5.3 Steuer und Renditen
5.4 Staatliche Rahmenbedingungen
6. Vergleich
6.1 Schifffahrtsunternehmen
6.2 Banken und Versicherung
6.3 Steuer und Renditen
6.4 Staatliche Rahmenbedingungen
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert die aktuellen Strukturen, Bedingungen und Unterschiede der Schiffsfinanzierung in Deutschland und der Schweiz. Ziel ist es, Standortvorteile herauszuarbeiten und die Auswirkungen rechtlicher, steuerlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf die Finanzierungspraxis zu bewerten.
4.1.2 Struktur deutscher Schifffahrtsunternehmen
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die Häufigkeit der jeweils verwendeten Rechtsformen der deutschen Schifffahrtsunternehmen. Die Angaben beruhen auf im „Lloyd’s Register“ abgedruckten Schifffahrtsunternehmen, deren Rechtform darin mit angegeben ist. Insgesamt 368 Schifffahrtsunternehmen sind für Deutschland aufgeführt. Davon werden 312 in der Rubrik „Ship Operator“ (Schiffsausrüster/ -betreiber) genannt, sowie 30 Ship Managementfirmen und 26 Charterer erfasst. Unter der Rubrik „Ship Operators“ sind neben den Unternehmen jeweils deren betriebene Schiffe aufgeführt. Die Unternehmen kontrollieren demnach 1494 Schiffe. Sechs Behörden und deren Fahrzeuge (33), sowie Schiffe, die über Charterer und Managementfirmen kontrolliert werden, sind nicht erfasst.
Unter das international zu einem Begriff gewordene „German KG System“ fällt insbesondere die Form der „GmbH & Co. KG“. Diese macht in der Grafik 35% der verwendeten Rechtsformen aus. Im maritimen Bereich in Deutschland kommt die GmbH & Co KG demnach am häufigsten vor. Die GmbH ist mit 34% ebenfalls oft verwendete Rechtsform. Die GmbH und die GmbH & Co KG zusammen stellen knapp 70 % der verwendeten Rechtsformen. Trennt man die Formen nach Personen- und Kapitalgesellschaften, so überwiegen die Personengesellschaften mit 46 Prozent gegenüber den Formen der Kapitalgesellschaften (37%). Unter „Sonstige“ (17%) sind Unternehmen zusammengefasst, deren Rechtsformen in der Quelle nicht angegeben sind. Bei telefonischen Stichproben ergab sich, dass diese Unternehmen ebenfalls vorwiegend Personengesellschaften sind.
1. Weltwirtschaft und Welthandelsflotte: Betrachtung der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage, der Bedeutung des Welthandels sowie der Struktur und Entwicklung der Welthandelsflotte.
2. Marktsituation der Seeverkehrswirtschaft: Analyse der Einflussfaktoren auf Charterraten und Schiffsmärkte sowie deren Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage von Transportkapazitäten.
3. Der Außenhandel Deutschlands und der Schweiz: Untersuchung der Bedeutung des Außenhandels für beide Länder und die damit verbundene Relevanz der Schifffahrt.
4. Schiffsfinanzierungen Deutschlands: Detaillierte Darstellung der Unternehmensstrukturen, Finanzierungsformen, Banken, steuerlichen Modelle und staatlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
5. Schiffsfinanzierungen der Schweiz: Analyse der schweizerischen Rechtsformen, der Rolle der Banken, sowie der steuerlichen und staatlichen Gegebenheiten für die Schifffahrt in der Schweiz.
6. Vergleich: Gegenüberstellung der Ergebnisse aus Deutschland und der Schweiz zur Identifikation von Standortvorteilen und strukturellen Gemeinsamkeiten oder Unterschieden.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Analyseergebnisse und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen sowie Standortperspektiven.
Schiffsfinanzierung, Schiffsfonds, Tonnagesteuer, GmbH & Co. KG, Seeverkehrswirtschaft, Welthandel, Bankfinanzierung, Eigenkapital, Fremdkapital, Steuerrecht, Deutschland, Schweiz, Ratingverfahren, Basel II, Reedereien
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Schifffahrtsfinanzierung in Deutschland und der Schweiz unter Berücksichtigung rechtlicher, steuerlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Zentrale Themen sind die Struktur der Schifffahrtsunternehmen, Finanzierungsmodelle wie Schiffsfonds, steuerliche Vergünstigungen sowie staatliche Förderprogramme.
Das Ziel ist die Analyse von Standortvorteilen und die Gegenüberstellung der Bedingungen für Schiffsfinanzierungen in beiden Ländern, um Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine darstellende Analyse bestehender Marktstrukturen, Statistiken und Daten zu Rechtsformen sowie auf Experteninformationen aus Behörden und Banken.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Akteure (Unternehmen, Banken), die steuerlichen Konzepte, die staatliche Förderung sowie einen direkten Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Tonnagesteuer, Schiffsfonds, German KG-System, Schiffshypothekendarlehen und Standortattraktivität.
Die Tonnagesteuer bietet eine pauschale Gewinnermittlung, die oft zu einer geringeren Steuerbelastung führt, was das Modell für Investoren als Renditeobjekt attraktiv macht.
Nein, in der Schweiz gibt es keine eigenen Schiffsfonds; dort angebotene Beteiligungen beziehen sich in der Regel auf deutsche Schiffsfonds.
Die Schweiz bietet kantonal unterschiedliche und teilweise deutlich niedrigere Unternehmenssteuersätze, wobei keine Tonnagesteuer wie in Deutschland existiert.
Das Ratingverfahren dient Banken zur Risikoermittlung und beeinflusst maßgeblich die Kreditkonditionen; eine gute Ratingnote ist Voraussetzung für die Finanzierung von Einschiffsgesellschaften.
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