Bachelorarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Abgrenzung und Bedeutung variabler Produkte
2.1.1 Definition
2.1.2 Produkte mit rechtlichen Einschränkungen
2.1.3 Wirtschaftliche Bedeutung für Banken
2.2 Konzepte zur Ertragsermittlung in der Vertriebssteuerung
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Barwertig vs. Periodisch
2.3 Rechtliche Vorgaben zur Abbildung in der Banksteuerung
3 Modelle zur Abbildung
3.1 Modellüberblick
3.2 Modell der gleitenden Durchschnitte
3.2.1 Grundmodell
3.2.2 Mischungsverhältnisse
3.2.2.1 Festlegung im Grundmodell
3.2.2.2 Vergangenheitsorientierte Festlegung
3.2.2.3 Zukunftsorientierte Festlegung
3.2.2.4 Weitere Aspekte
3.2.3 Umgang mit Volumenschwankungen
3.2.3.1 Ausgleichszahlungen
3.2.3.2 Sockeldisposition
3.3 Dynamisches Replikationsportfolio
3.3.1 Grundidee
3.3.2 Vorgehensweise
3.3.3 Rechenbeispiel
3.4 Zwischenfazit
4 Empirische Analyse zur Entwicklung des Bewertungszinses bei alternativen Zinsszenarien
4.1 Status quo
4.2 Problemstellung und Untersuchungsdesign
4.3 Untersuchung von Volumenschwankungen bei alternativen Zinsszenarien im Modell der gleitenden Durchschnitte mittles Sockeldisposition
4.3.1 Analyse
4.3.2 Ergebnisauswertung
4.4 Würdigung
5 Schluss
Das Hauptziel der Arbeit ist es, in Zeiten der Niedrigzinsphase geeignete Konzepte zur Abbildung und Bewertung variabler Bankprodukte zu untersuchen und zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie der Verlauf des Bewertungszinses unter Anwendung praxisnaher Modelle bei alternativen Zinsszenarien simuliert werden kann, um daraus Ansätze für eine zukunftsorientierte Banksteuerung und Vertriebssteuerung abzuleiten.
3.2.3.2 Sockeldisposition
Eine Möglichkeit, um die nachträgliche Verrechnung von barwertigen AZ und somit die Problematik der Verrechnungsebene zu umgehen, ist die Sockeldisposition. Es wird der Bodensatz mit dem dazugehörigen MV, wie im Kapitel 3.2.2 erwähnt, festgelegt. Die Aufnahme bzw. Anlage des davon abweichenden Volumens wird mit sehr kurzen Zinssätzen, Tages- oder Monatszinssätzen, je nach Ertragsanrechnungsperiode, bewertet. Da hier der gleitende Durchschnitt nur aus einer einzigen Scheibe besteht, treten keine Kursdifferenzen auf und somit entfallen bei dieser Variante die AZ.
Wie schon in Kapitel 2.1.3 gezeigt wurde, verringern sich die Margen aufgrund der Niedrigzinssituation. Grund hierfür ist, dass Kundeneinlagen nur sehr eingeschränkt mit Strafzinsen belegt werden.
Bei der Sockeldisposition wird der Bewertungszins bei einer normalen Zinsstrukturkurve geringer, da der Betrag, der den Sockel übersteigt, mit kurzfristigen Zinssätzen bewertet wird und diese im normalen Umfeld kleiner sind als längerfristige Zinssätze. Bei Anpassung des Sockels kann die Thematik der AZ nicht umgangen werden. Bei einer Anpassung zum Jahreswechsel ist der Effekt der AZ für die Ertragsmessung weniger problematisch als bei einer unterjährigen Adjustierung. Für die Sockeldisposition spricht die Abbildung der Realität, da sich reagiblere Kunden in diese langfristigen Bewertungszinsen bewegen und somit von zu hoher Bewertung profitieren würden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Niedrigzinsumfelds für variable Bankprodukte ein und definiert das Ziel der Arbeit, Bewertungsmodelle für Banken zu untersuchen.
2 Grundlagen: Hier werden die begrifflichen Grundlagen, rechtliche Einschränkungen sowie die ökonomische Bedeutung variabler Produkte für Kreditinstitute erörtert.
3 Modelle zur Abbildung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Bewertungsmodelle wie das OAS-Modell, das Modell der gleitenden Durchschnitte und das dynamische Replikationsportfolio.
4 Empirische Analyse zur Entwicklung des Bewertungszinses bei alternativen Zinsszenarien: In diesem Teil wird die praktische Anwendung der Modelle anhand von drei Zinsszenarien für Sichteinlagen von Sparkassen simuliert und die Auswirkungen auf den Bewertungszins analysiert.
5 Schluss: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Modellbewertungen und betont die Notwendigkeit flexibler Steuerungsansätze im aktuellen Marktumfeld.
Variable Produkte, Banksteuerung, Bewertungszins, gleitende Durchschnitte, Niedrigzinsphase, Sichteinlagen, Sockeldisposition, Ausgleichszahlungen, Vertriebssteuerung, Zinsänderungsrisiko, Margenkonstanz, Volumenschwankungen, dynamische Replikation, Bankkalkulation, Ertragssteuerung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Bewertung von variablen Bankprodukten, insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Niedrigzinsumfelds und der daraus resultierenden Ertragsdruck-Problematik für Kreditinstitute.
Zentral sind die Abgrenzung variabler Produkte, die Darstellung verschiedener Bewertungsmodelle (wie das Modell der gleitenden Durchschnitte) und die Analyse von Volumenschwankungen bei verschiedenen Zinsszenarien.
Ziel ist es, ein praktikables Modell zur Abbildung variabler Produkte zu identifizieren und zu bewerten, um Banken fundierte Ansätze für eine zukünftige, ertragsorientierte Vertriebs- und Banksteuerung zu bieten.
Der Autor nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Modellansätze und einer empirischen Analyse, in der drei alternative Zinsszenarien simuliert werden, um die Auswirkungen auf den Bewertungszins darzustellen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Ertragsermittlung insbesondere Modelle wie die gleitenden Durchschnitte, die Sockeldisposition und das dynamische Replikationsportfolio detailliert erläutert und hinsichtlich ihrer Eignung bewertet.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie variable Produkte, Bewertungszins, Niedrigzinsphase, gleitende Durchschnitte und Ertragssteuerung charakterisieren.
Die Sockeldisposition zeichnet sich dadurch aus, dass sie zur Vermeidung komplexer Ausgleichszahlungen (AZ) den Bodensatz der Einlagen mit einem gleitenden Durchschnitt bewertet, während darüber hinausgehendes Volumen mit kurzfristigen Zinssätzen belegt wird.
Der Autor empfiehlt dieses Modell, da es ein optimales Verhältnis zwischen geringer Komplexität und hoher Transparenz bietet und die Möglichkeit eröffnet, das Zinsanpassungsverhalten der Kunden realitätsnah über Mischungsverhältnisse abzubilden.
Die Simulationen zeigen, dass ein einseitiges Denken in Richtung fallender Zinsen für Banken riskant ist. Banken müssen für verschiedene Zinsentwicklungen (auch steigende Kurven) Handlungsoptionen vorhalten, um Margen zu sichern.
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