Masterarbeit, 2018
84 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.1.1 Stand der Forschung
1.1.2 Forschungsfrage
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Betriebliche Verhaltenskodizes
2.1 Begriffsklärung
2.2 Entwicklung
2.3 Funktionen
2.4 Kritik
3. Heuristisch-Systematisches Modell
3.1 Modellaufbau
3.2 Anwendung auf Verhaltenskodizes
4. Untersuchte Branchen
4.1 Bankenbranche
4.2 Kraftfahrzeugbranche
5. Forschungsdesign
5.1 Verwendete Kodizes
5.2 Methodik
5.2.1 Kategoriensystem
5.2.2 Qualitative Analyse mit dem Verfahren GABEK®
6. Ergebnisse
6.1 Ergebnisse der Inhaltsanalyse
6.2 Verknüpfung mit dem Heuristisch-Systematischen Modell
6.3 Branchenvergleich
7. Praktische Implikationen
8. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie Verhaltenskodizes deutscher Unternehmen in der Banken- und Kraftfahrzeugbranche gestaltet sind und inwiefern sie dazu beitragen können, integres Verhalten im Unternehmen zu fördern. Ziel ist es, durch die Anwendung des Heuristisch-Systematischen Modells die persuasive Wirkung solcher Kodizes zu analysieren und Handlungsempfehlungen für eine effektivere Gestaltung abzuleiten.
1.1 Problemstellung
Derartige Unternehmensskandale die durch unethisches Verhalten, wie beispielsweise Korruption, Manipulationen oder Marktmissbrauch ausgelöst wurden, prägen seit Jahren die Nachrichtenlandschaft. Ob aktuell die Dieselaffäre der Kraftfahrzeughersteller oder die Verwicklung deutscher Banken in den Cum-Ex-Skandal – auch in Deutschland geraten immer wieder Unternehmen in berechtigten Verruf.
Währenddessen lehren Universitäten Unternehmensethik, stellen Unternehmen Compliance-Officer ein, führen Politiker Debatten über Corporate Social Responsibility und informieren sich Verbraucher über Produktionsbedingungen. Ethik ist als Leitgedanke, insbesondere in Bezug auf das Wirtschaftsleben, in der öffentlichen Wahrnehmung angelangt. In dieser Arbeit wird Ethik wie folgt definiert: „Sie reflektiert […] Wertvorstellungen und leitet daraus vernünftig begründbare Regeln und Normen ab, die für ein gelingendes Leben des Einzelnen wie einer Gruppe/Gemeinschaft wünschenswert sind.“
1. Einführung: Hinführung zur Thematik durch die Relevanz von Ethik und Unternehmensskandalen, Definition der Forschungsfrage und Aufbau der Arbeit.
2. Betriebliche Verhaltenskodizes: Theoretische Grundlagen, Definition, historische Entwicklung sowie Funktionen und Kritik an Verhaltenskodizes im Unternehmenseinsatz.
3. Heuristisch-Systematisches Modell: Vorstellung des gewählten psychologischen Modells der Persuasionsforschung und dessen Anwendbarkeit auf die Kommunikation durch Verhaltenskodizes.
4. Untersuchte Branchen: Charakterisierung der Banken- und Kraftfahrzeugbranche im Hinblick auf ihre spezifischen Herausforderungen und ihr Image.
5. Forschungsdesign: Erläuterung der Stichprobenauswahl sowie der qualitativen Inhaltsanalyse mittels des Verfahrens GABEK®.
6. Ergebnisse: Präsentation der Analyseergebnisse der Inhaltsanalyse, der theoretischen Verknüpfung mit dem Heuristisch-Systematischen Modell sowie der Branchenvergleich.
7. Praktische Implikationen: Ableitung von Empfehlungen für eine effektive Kodexgestaltung basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Verhaltenskodex, Integrität, Compliance, Unternehmenskultur, Heuristisch-Systematisches Modell, Persuasion, Bankenbranche, Kraftfahrzeugbranche, Inhaltsanalyse, GABEK, Unternehmensskandale, Wertewandel, Reputation, Verhaltensänderung, Compliance-Management
Die Arbeit analysiert betriebliche Verhaltenskodizes als Instrument zur Förderung integren Verhaltens in großen deutschen Unternehmen der Banken- und Kraftfahrzeugbranche.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensethik, die Wirksamkeit von Verhaltenskodizes, die psychologische Persuasionsforschung sowie der Vergleich branchenspezifischer Kodexgestaltung.
Die Forschungsfrage lautet, wie Verhaltenskodizes in den untersuchten Branchen inhaltlich gestaltet sind und inwieweit sie tatsächlich geeignet sind, Verhaltensänderungen hin zu mehr Integrität zu bewirken.
Es wird eine computergestützte qualitative Inhaltsanalyse mit der Methode GABEK® (Ganzheitliche Bewältigung von Komplexität) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung von Kodizes und des Heuristisch-Systematischen Modells sowie einen empirischen Teil, der die Kodizes von zwölf Unternehmen analysiert und vergleicht.
Wichtige Begriffe sind Verhaltenskodex, Integrität, Compliance, Persuasion, GABEK und Unternehmenskultur.
Die Untersuchung zeigt, dass Branchenfokussierungen (z.B. Schutz geistigen Eigentums in der KFZ-Branche oder Marktmanipulation bei Banken) zwar existieren, die Kodizes jedoch insgesamt sehr allgemein formuliert sind.
Die Vorbildfunktion von Führungskräften wird als essentieller Faktor für die Glaubwürdigkeit und damit die Wirksamkeit von Verhaltenskodizes identifiziert.
Es dient als theoretische Basis, um zu verstehen, durch welche psychologischen Pfade (heuristisch oder systematisch) ein Mitarbeiter auf die Botschaften in einem Kodex reagiert.
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