Bachelorarbeit, 2018
139 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Hinführung
1.1 Kritische Reflexion persönlicher Involvierung
1.2 Begriffsbestimmungen
1.3 Abgrenzung von Stilrichtungen und Genres
1.4 Forschungsstand und Theoriehintergrund
1.4.1 Stand der Literatur/ Forschung
1.4.2 Theoretischer Rahmen
2. Der Begriff der Szene
2.1 Anfänge in der Jugend und die Jugendkultur der Szenen
2.2 Körperlichkeit: Der Körper als Spiegel der Szene
2.3 Analyseoptik: (Selbst-)Stilisierung in Szenen
2.3.1 Leben in Szenen
2.3.2 Stile und (Selbst-)Stilisierung
2.4 Heavy Metal als Szenephänomen
2.4.1 Der Lebensstil des Heavy Metal
2.4.2 Definition der Heavy Metal Szene über Körperlichkeiten
2.4.3 Bedeutung für das Individuum
3. Methodologie und Vorgehensweise
3.1 Exploratives Leitfadeninterview als Experteninterview
3.2 Auswahl geeigneter Experten
3.3 Aufbau des Leitfadens
3.4 Auswertung der Interviews
4. Ergebnisse der eigenen Untersuchung
4.1 Expertenstatus, Musikalische Vorliebe der befragten Biographien
4.2 Metal Szene in Jugend und Erwachsenenphase
4.2.1 Metal Szene in der Jugend
4.2.2 Metal Szene im Erwachsenenalter
4.3 Körperbezug und (Selbst-)Stilisierung
4.3.1 Innenbezug des Körpers
4.3.2 Außenbezug des Körpers
4.4 Ausblick und Anmerkungen der Befragten zur Metal Kultur
5. Fazit
5.1 Erkenntnisse zur Szenezugehörigkeit
5.2 Erkenntnisse zur (Selbst-)Stilisierung
5.3 Erkenntnisse zur Körperlichkeit
5.4 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht soziologische Aspekte der Heavy Metal Kultur mit einem besonderen Fokus auf die Szenezugehörigkeit nach der Adoleszenz. Die Forschungsfrage widmet sich der Darstellung dieser Zugehörigkeit durch erwachsene Mitglieder der Szene, insbesondere unter Einbeziehung von Körperlichkeiten, um zu verstehen, wie jugendliche Identitäts- und Distinktionsprozesse in das Erwachsenenalter transformiert werden.
2.4.1 Der Lebensstil des Heavy Metal
Dieses Statement aus der Dokumentationsreihe Global Metal von Sam Dunn (2008) macht deutlich, dass der Zusammenschluss von Begeisterten der Heavy Metal Kultur ein globales Phänomen ist, in dem Szenemitglieder von ähnlichen Beweggründen angetrieben werden, ähnliche Interessen und so einen ähnlichen langfristig angelegten Lebensstil verfolgen, um ein Gefühl der Gemeinsamkeit zu erlangen.
Der eigene Stil eines Individuums kann durch eine konsequente, intensive Verfolgung und Verwirklichung auf den Begriff des Lebensstils erweitert werden. Laut Gugutzer (2013, S. 236) ist ein Lebensstil eine Praxis, die nicht gelegentlich ausgeführt wird, sondern eine körperbezogene kulturelle Ausdrucksform, die möglichst rund um die Uhr gelebt wird und sich nach Bourdieu (1987, S.278f.) als Habitus äußern. So werden Rahmen für Handlungs- und Verhaltensweisen gegeben, um ein individuelles Gesamtarrangement herzustellen (vgl. Hitzler & Niederbacher 2010, S. 29). Die Teilhabe an der Szene des Heavy Metal kann als ein zeitaufwendiges Hobby betrachtet werden, daher beschreibt man die Zugehörigkeit auch als Lebensstil oder Lebenseinstellung (vgl. Chaker 2014, S. 161). Da sich der Lebensstil des Heavy Metal auf eine Freizeitszene bezieht, gibt es für die Anhänger kaum verbindliche Vorgaben (vgl. Chaker 2014, S. 161) für die Ausprägung und Festlegung auf gewissen Eigenschaften eines Stils.
1. Einleitung und Hinführung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Heavy Metal Szene und legt die Forschungsfrage sowie das soziologische Interesse dar.
2. Der Begriff der Szene: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Szenen, Jugendkultur und (Selbst-)Stilisierung erarbeitet und auf Heavy Metal übertragen.
3. Methodologie und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das qualitative Vorgehen mittels Experteninterviews und die Analyse der Daten nach Mayring.
4. Ergebnisse der eigenen Untersuchung: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Interviews im Kontext von Expertenstatus, Szenezugehörigkeit und Körperbezug präsentiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Heavy Metal, Szenezugehörigkeit, Adoleszenz, Körperlichkeit, Identität, Stilisierung, Habitus, Trueness, Experteninterview, qualitative Sozialforschung, Subkultur, Distinktion, Lebensstil, Musiksoziologie, Vergemeinschaftung.
Die Arbeit untersucht soziologisch, wie erwachsene Personen, die die Adoleszenz bereits vollendet haben, ihre Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezug auf Körperlichkeiten und Identität gestalten.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Theorie von Szenen, das Konzept der (Selbst-)Stilisierung nach Bourdieu und Willems sowie die Bedeutung des Körpers als Ausdrucksmittel für szenezugehörige Individuen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie stellt sich die Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene nach Vollendung der Adoleszenz in Bezugnahme auf Körperlichkeiten dar?
Es wird eine qualitative Methode gewählt, konkret das explorative Experteninterview. Die Auswertung der Daten erfolgt nach dem Verfahren der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Szenen und Lebensstilen, die Methodologie der Expertenbefragung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Heavy Metal, Szenezugehörigkeit, Körperlichkeit, Identität, Habitus, Trueness, Lebensstil und qualitative Inhaltsanalyse.
Laut den befragten Experten verlagert sich der Schwerpunkt im Erwachsenenalter oft von einer demonstrativen Außenrepräsentation (Szeneuniform) hin zu einer dezenteren, individuelleren Gestaltung, während die zugrunde liegenden Werte und Einstellungen weitgehend verbleiben.
Der Begriff "Trueness" wird zwar oft thematisiert, von den erwachsenen Befragten jedoch zunehmend als künstlich, ambivalent oder ironisch betrachtet; er fungiert eher als historischer Bezugspunkt für Authentizität und bestimmte moralische Grundhaltungen.
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