Magisterarbeit, 2003
95 Seiten, Note: gut
1. EINFÜHRUNG – DAS ABSOLUTE UND DER GEIST
1.1. VORSTUFEN DES ABSOLUTEN GEISTES: DER GEIST ALS SOLCHER
1.1.1. Subjektiver und objektiver Geist
1.2. DER ABSOLUTE GEIST
1.2.1. Die Kunst
1.2.2. Die Religion
1.2.3. Die Philosophie
2. DER BEGRIFF DES GEISTES (ENZYKLOPÄDIE § 381)
2.1. DER BEGRIFF DES GEISTES FÜR DIE VORSTELLUNG
2.2. DAS ABSOLUTE UND DIE LETZTBEGRÜNDUNG
2.3. DAS PROBLEM DER ENTÄUßERUNG DER IDEE ZUR NATUR
2.4. DAS „ANDERE DER IDEE“: DIE NATUR
2.5. DAS „ZURÜCKKOMMEN AUS DER NATUR“: DER GEIST
2.6. WEITERE BESTIMMUNGEN DES GEISTES (§ 382FF.)
2.7. DER BEGRIFF DES ABSOLUTEN GEISTES
3. DER ABSOLUTE GEIST ALS VERANSCHAULICHUNG – DIE KUNST
3.1. VORAUSSETZUNGEN DER HEGELSCHEN ÄSTHETIK
3.2. DER BEGRIFF DES KUNSTSCHÖNEN
3.3. KUNST, IDEE UND FORM
3.4. EINTEILUNG DER WISSENSCHAFT DER KUNST
3.4.1. Die Lehre vom Ideal
3.4.2. Die Lehre von den Kunstformen
3.4.2.1. Die symbolische Kunstform
3.4.2.2. Die klassische Kunstform
3.4.2.3. Die romantische Kunstform
3.4.3. Die These vom Ende der Kunst
4. DER ABSOLUTE GEIST ALS VORSTELLUNG – DIE RELIGION
4.1. DAS VERHÄLTNIS VON PHILOSOPHIE UND RELIGION
4.2. DER BEGRIFF DER RELIGION
4.2.1. Die Kategorien Unendlichkeit und Endlichkeit: Grenze oder Überschreitung?
4.3. DIE OFFENBARE RELIGION
4.3.1. Das Reich des Vaters
4.3.2. Das Reich des Sohnes
4.3.3. Das Reich des Geistes
5. DER ABSOLUTE GEIST ALS BEGRIFF – DIE PHILOSOPHIE
5.1. DIE PHILOSOPHIE UND IHR METHODOLOGISCHER VORRANG
5.2. DIE PHILOSOPHIE DER PHILOSOPHIE UND IHRE CHARAKTERISTIKA
5.3. DIE PHILOSOPHIE DES BEGRIFFS
5.3.1. Der Begriff als das Absolute
5.4. PHILOSOPHIE UND PHILOSOPHIEGESCHICHTE
5.4.1. Die Philosophie der Philosophiegeschichte
5.4.1.1. Der Begriff der Entwicklung
5.4.1.2. Der Begriff des Konkreten
5.4.1.3. Philosophie als Erkenntnis der Entwicklung des Konkreten
5.5. DER BEGRIFF DER PHILOSOPHIE (ENZYKLOPÄDIE § 574FF.)
6. THEODOR W. ADORNOS KRITIK – DIE HERRSCHAFT DES ALLGEMEINEN ÜBER DAS BESONDERE
6.1. ERFAHRUNGSVERLUST UND VERARMUNG DES ÄSTHETISCHEN ERLEBNISSES
6.2. BEGRIFFSLOSES TERRAIN VS. PERFORMATIVER WIDERSPRUCH
6.3. PHILOSOPHIE UND GESELLSCHAFT – ABSOLUTER VS. OBJEKTIVER GEIST
6.4. DAS UNENDLICHE UND DIE BÜRGERLICHE GESELLSCHAFT
6.5. ALTERNATIVE: OFFENHEIT DES GANZEN UND MANNIGFALTIGKEIT DER TEILE
6.6. IMMANENTE KRITIK DER DIALEKTIK
6.7. INHALTSLOSIGKEIT DES SPEKULATIVEN IDEALISMUS
6.8. DER BEGRIFF DER GRENZE – DER FOKUS AUF DIE PHÄNOMENE
6.9. ARGUMENT VS. TATSACHE: DIE ZERSCHLAGUNG DER HOFFNUNG DURCH DIE GESELLSCHAFT
6.10. VERNUNFT UND WIRKLICHES
7. SCHLUSSBEMERKUNG
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Hegels Konzeption des absoluten Geistes umfassend darzulegen und systematisch zu explizieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Hegel das Absolute methodologisch als Geist begründet, welche Rolle dabei die triadische Struktur von Kunst, Religion und Philosophie spielt und in welchem Verhältnis diese zu den Verstandesbestimmungen von Unendlichkeit und Endlichkeit stehen.
2. Der Begriff des Geistes (Enzyklopädie § 381)
In der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften stellt Hegel das gesamte System des absoluten Idealismus im Grundriss dar, angefangen mit der Wissenschaft der Logik, übergehend in die Naturphilosophie und schließlich in der Philosophie des Geistes mündend. Die Enzyklopädie kann daher auch als das Hauptwerk der Hegelschen Philosophie angesehen werden, da die einzelnen Teilgebiete seiner Philosophie hier in ihrem Zusammenhang und ihrer Entwicklung geschildert werden. Er behandelt die einzelnen Schritte der Systementfaltung in aufeinander folgenden Paragraphen. Die Philosophie des Geistes ist der dritte Teil der Enzyklopädie; eine Definition des Geistbegriffs versucht Hegel § 381 (10, 17) zu liefern. Allerdings ist diese Definition als solche der Explikation bedürftig, da das gesamte Hegelsche Denken in seiner Begrifflichkeit vorausgesetzt ist.
Der Geist hat für uns die Natur zu seiner Voraussetzung, deren Wahrheit und damit deren absolut Erstes er ist. In dieser Wahrheit ist die Natur verschwunden, und der Geist hat sich als die zu ihrem Fürsichsein gelangte Idee ergeben, deren Objekt ebensowohl als das Subjekt der Begriff ist. Diese Identität ist absolute Negativität, weil in der Natur der Begriff seine vollkommene äußerliche Objektivität hat, diese seine Entäußerung aber aufgehoben und er in dieser identisch mit sich geworden ist. Er ist diese Identität somit zugleich nur als Zurückkommen aus der Natur. (10, 17)
1. EINFÜHRUNG – DAS ABSOLUTE UND DER GEIST: Einführung in Hegels Philosophie und die fundamentale Rolle des Absoluten sowie des Geistes als zentrales Bestimmungsprinzip.
2. DER BEGRIFF DES GEISTES (ENZYKLOPÄDIE § 381): Detaillierte Analyse des Geistbegriffs im Kontext der Enzyklopädie unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen logischer Idee, Natur und Geist.
3. DER ABSOLUTE GEIST ALS VERANSCHAULICHUNG – DIE KUNST: Untersuchung der Kunst als erste, in der Anschauung verankerte Stufe des absoluten Geistes und deren historische sowie systematische Bedeutung.
4. DER ABSOLUTE GEIST ALS VORSTELLUNG – DIE RELIGION: Erläuterung der Religion als zweite Stufe, in welcher der absolute Geist in der Form der Vorstellung und des religiösen Glaubens auftritt.
5. DER ABSOLUTE GEIST ALS BEGRIFF – DIE PHILOSOPHIE: Darstellung der Philosophie als höchster Reflexionsstufe, in der das Absolute argumentativ als Begriff begriffen wird.
6. THEODOR W. ADORNOS KRITIK – DIE HERRSCHAFT DES ALLGEMEINEN ÜBER DAS BESONDERE: Kritische Auseinandersetzung mit Hegels spekulativer Dialektik aus der Perspektive Adornos unter besonderer Berücksichtigung der Negativen Dialektik.
7. SCHLUSSBEMERKUNG: Reflexion über den geschichtlichen Verlauf von Kunst, Religion und Philosophie sowie den Stellenwert der Hegelschen Philosophie in der Moderne.
Hegel, absoluter Geist, Dialektik, logische Idee, Kunst, Religion, Philosophie, Adorno, Negative Dialektik, Unendlichkeit, Endlichkeit, spekulativer Idealismus, Begriff, Selbstbewusstsein, Totalität
Die Arbeit untersucht Hegels philosophische Konzeption des „absoluten Geistes“ und dessen systematische Entfaltung im Rahmen seines Gesamtsystems.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die drei Erscheinungsformen des absoluten Geistes – Kunst, Religion und Philosophie – sowie deren Einordnung in Hegels spekulativen Idealismus und die Kritik Adornos daran.
Ziel ist es, die interne Struktur und methodologische Notwendigkeit aufzuzeigen, durch die Hegel das Absolute im menschlichen Denken als Geist manifestiert.
Der Autor stützt sich auf eine systematisch-deduktive Analyse, die durch philologisch-historische Bezüge ergänzt wird, um die Entwicklung der Hegelschen Kategorien zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kunst, Religion und Philosophie als Stufen der Bewusstwerdung sowie in die kritische Gegenüberstellung mit der Position von Theodor W. Adorno.
Hegel, absoluter Geist, Dialektik, logische Idee, Adorno, Totalität und Selbstbewusstsein sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.
Hegel versteht den Geist nicht als etwas von der Natur Getrenntes, sondern als die „Wahrheit“ der Natur, die sich aus deren Entäußerung als höheres, reflexives Prinzip zur Selbständigkeit erhebt.
Adorno kritisiert die „Herrschaft des Allgemeinen über das Besondere“ in Hegels Dialektik, da sie das Individuelle und Nicht-Identische zugunsten einer totalen Identifikation im System negiere.
Hegel argumentiert, dass die Kunst in der Moderne ihre staatsstiftende und absolute Funktion verloren habe, da diese nun durch die Reflexion in der Religion und schließlich in der Philosophie abgelöst wurde.
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