Examensarbeit, 2019
32 Seiten, Note: 1,0
1. Thema der Unterrichtsreihe
2. Thema der Unterrichtsstunde
3. Stundenziel
4. Teilziele
5. Verlaufsplan
6. Tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsreihe
7. Begründung zentraler Aspekte der Unterrichtskonzeption
8. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
Die schriftliche Arbeit zielt darauf ab, den Lernenden die Erschließung und Interpretation der Phaedrusfabel „vulpes et hircus“ zu ermöglichen, um dabei moralische Verhaltensweisen im Spannungsfeld von Klugheit, Naivität und Rücksichtslosigkeit kritisch zu bewerten.
Begründung zentraler Aspekte der Unterrichtskonzeption
Die Erschließung des Ausgangs der Phaedrusfabel IV,9 vulpes et hircus sowie eine erste, textimmanente Interpretation bildet im Sinne der historischen Kommunikation als Leitziel des Lateinunterrichts den Schwerpunkt dieser Lektürestunde. Mithilfe einer textlinguistischen Vorerschließung soll es im Hinblick auf die Förderung der Textkompetenz allen Lernenden ermöglicht werden, einen Zugang zum lateinischen Text zu erlangen, sodass sie diesen anschließend übersetzen und textimmanent interpretieren können. Im Zuge dessen wird eine Grundlage für eine vertiefende Interpretation geschaffen, welche den Schwerpunkt der folgenden Unterrichtsstunde bildet. Damit tangiert die vorliegende Stunde alle drei Kompetenzbereiche und folgt einer deutlichen Progression.
Diese Unterrichtsstunde entspricht den Vorgaben des Kernlehrplans sowie des schulinternen Curriculums, welche im Rahmen der Textkompetenz erwarten, dass die SuS leichtere und mittelschwere Originaltexte dekodieren, rekodieren und interpretieren können. Dazu sollen sie „textsemantische Merkmale und textsyntaktische Merkmale weitgehend selbständig aus den Texten herausarbeiten und darstellen“. Zudem erweitern sie ihre Textkompetenz dadurch, dass sie diese Texte durch die Darstellung des Textinhaltes und seiner Intention sowie durch den Nachweis sprachlich-stilistischer Mittel interpretieren. Außerdem reflektieren und bewerten sie die Textaussage, um diese „nach kritischer Prüfung für ihr eigenes Urteilen und Handeln nutzen“ zu können.
1. Thema der Unterrichtsreihe: Beschreibung des moralischen Lernens anhand der Fabeln des Phaedrus als Spiegel menschlichen Verhaltens.
2. Thema der Unterrichtsstunde: Spezifizierung des Stundenthemas zur Erschließung und Bewertung des Ausgangs der Fabel „vulpes et hircus“.
3. Stundenziel: Formulierung der Zielsetzung, das Verhalten der Fabeltiere durch Übersetzung und Charakterisierung zu bewerten.
4. Teilziele: Auflistung der prozessorientierten Teilziele von der Vorerschließung bis zur abschließenden Reflexion.
5. Verlaufsplan: Detaillierte Darstellung der Unterrichtsphasen mit Sozialformen, Medien und methodischem Kommentar.
6. Tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsreihe: Übersicht über die geplante Abfolge der Unterrichtsstunden und Schwerpunkte.
7. Begründung zentraler Aspekte der Unterrichtskonzeption: Theoretische Herleitung der methodischen Entscheidungen und Analyse der Lerngruppe.
8. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Einordnung der Reihe in den Kernlehrplan und Legitimation der Übergangslektüre.
Lateinunterricht, Phaedrus, Fabeln, Textkompetenz, Kulturkompetenz, Interpretation, Binnendifferenzierung, Moral, Sprachsensibler Unterricht, historische Kommunikation, existentieller Transfer, vulpes et hircus.
Die Arbeit dokumentiert die Planung einer unterrichtspraktischen Prüfung im Fach Latein, die sich mit der Interpretation einer Fabel des Phaedrus beschäftigt.
Im Zentrum steht das moralische Lernen, die Textanalyse, die Charakterisierung literarischer Figuren und der Transfer auf die Lebenswelt der Schüler.
Das Ziel ist die Steigerung der Text- und Kulturkompetenz durch die Erschließung und Bewertung des Verhaltens der Fabeltiere im Spannungsfeld von Klugheit und Rücksichtslosigkeit.
Es kommen unter anderem textlinguistische Vorerschließungsmethoden, handlungs- und produktionsorientierte Verfahren sowie differenzierende Lernarrangements zum Einsatz.
Der Hauptteil umfasst den Verlaufsplan der Stunde, die tabellarische Übersicht der Reihe sowie die didaktisch-methodische Begründung der Unterrichtskonzeption.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Textkompetenz, Fabellektüre, Differenzierung und historische Kommunikation definiert.
Phaedrus eignet sich aufgrund seiner sprachlichen Schlichtheit, der formalen Schematisierung und des hohen didaktischen Potentials zur Reflexion von Verhaltensweisen ideal für den Übergang.
Die Lehrperson setzt auf Binnendifferenzierung nach Leistung und Tempo durch den Einsatz von Hilfskarten (Auxilia) und Zusatzaufgaben (Additum) sowie leistungsheterogene Partnerarbeit.
Sie bildet das Leitziel des Lateinunterrichts und ermöglicht es den Schülern, sich in antike Sichtweisen hineinzuversetzen und diese kritisch mit der eigenen Lebenswelt zu verknüpfen.
Es geht darum, den Schritt vom besonderen Fall der Fabel zum Allgemeinen zu machen, um die Schüler für anthropologische Grundfragen und eigenes Handeln zu sensibilisieren.
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