Bachelorarbeit, 2018
81 Seiten, Note: 5.75
1. EINLEITUNG
2. VON DER SYSTEMTHEORIE ZUR QUALITÄT IM SPORTJOURNALISMUS
2.1. Systemtheorie
2.2. Medien, Sportjournalismus und Qualität
2.3. Das Magische Dreieck
2.4. Fragestellungen und Thesen
3. UNTERSUCHUNGSDESIGN UND -METHODIK
3.1. Die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse
3.2. Datenerhebung und Auswertung
3.3. Beurteilung und Gütekriterien
4. ERGEBNISSE UND INTERPRETATION
4.1. Analyse: Spiel für Spiel
4.2. Sender- und Kriterienspezifische Analyse
4.3. Kommentarstile
5. SCHLUSSFOLGERUNG
Die Arbeit untersucht die Qualität von Fussballkommentaren im Schweizer Fernsehen, indem sie einen direkten Vergleich zwischen dem öffentlich-rechtlichen Sender SRF und dem Pay-TV-Sender Teleclub Sport mittels qualitativer Inhaltsanalyse zieht. Ziel ist es, unter Anwendung medienwissenschaftlicher Qualitätskriterien zu eruieren, ob sich Unterschiede in der journalistischen Leistung und den Kommentarstilen feststellen lassen.
2.1.1. Journalismus
Die funktional-strukturelle Systemtheorie von Niklas Luhmann ist eine Supertheorie mit grosser Bedeutung für sozialwissenschaftliche Gebiete. Systeme bestehen aus Beziehungen und Elementen, die sich selber mit inhaltlichen und strukturellen Eigenschaften ständig neu erstellen. Soziale Systeme sind keine Handlungssysteme, sondern Kommunikationssysteme, obwohl sie aus „Kommunikationen“, die als Handlungen betrachtet werden, bestehen. Dadurch, dass diese Elemente stets neu gebildet werden, bleibt das System also als Prozess aufrechterhalten (Schaffrath, 2006, pp. 29-30).
Das soziale System Journalismus hat die Funktion, aktuelle Themen aus verschiedenen Systemen der Umwelt zu sammeln und als bearbeitetes Medienangebot wieder zur Verfügung zu stellen. Dadurch soll für die Gesellschaft die Möglichkeit zur Selbstbeobachtung erstellt werden (Arnold, 2009, p. 165). Durch diesen inneren Prozess gilt das System Journalismus auch als autopoietisches System. Solche Systeme und Teilsysteme werden nicht von aussen gesteuert, sondern im Innern ständig neu produziert. Journalismus wird in der Systemtheorie aus vier Perspektiven betrachtet. Als Subsystem der Publizistik, als Programmbereich der Massenmedien, als Leistungssystem des Funktionssystems Öffentlichkeit und als aktuelle Medienkommunikation. Doch Systemtheoretisch ist Journalismus nicht einfach die Summe von allen Personen, die journalistischen Tätigkeiten nachgehen, sondern ein komplex vernetztes und strukturiertes soziales System (Schaffrath, 2009, pp. 347 - 348).
Solche Systeme werden mit einem binären Code markiert, der in der Kommunikation des betreffenden Teilsystems verwendet wird. Dieser Code besteht jeweils aus einem positiven und einem negativen Wert, welche auch als Leitdifferenz bezeichnet werden. Was sich nicht in die Leitdifferenz des jeweiligen Systems einfügt, gehört zur Umwelt des Systems. Im System Journalismus gilt üblicherweise der Code mit der Unterscheidung Information und Nicht-Information. Mit diesen binären Codes finden Spezialkommunikationen statt, mit deren Verbindung autopoietische Systeme wie Journalismus entstehen. Journalismus wird also durch Informationen, die weitere Informationen erschaffen, aufrechterhalten. Zusätzlich zu den Codes existieren für jedes System und Teilsystem auch weitere Erwartungsstrukturen in Form von sogenannten Programmen. Diese definieren mit Normen und evaluativen Orientierungen genauere Strukturen (Schaffrath, 2006, pp. 36-37).
1. EINLEITUNG: Es wird die Relevanz des Sportjournalismus im Kontext des Service Public und die zunehmende Bedeutung von Pay-TV-Sendern im Schweizer Markt beleuchtet, was die Forschungsfrage nach einem Qualitätsunterschied begründet.
2. VON DER SYSTEMTHEORIE ZUR QUALITÄT IM SPORTJOURNALISMUS: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Systemtheorie von Luhmann und führt das "Magische Dreieck" ein, um die Beziehung zwischen Sport, Medien und Wirtschaft zu erklären.
3. UNTERSUCHUNGSDESIGN UND -METHODIK: Hier wird der Einsatz der qualitativen Inhaltsanalyse zur Untersuchung von acht Fussballspielen beschrieben, inklusive der Operationalisierung von Qualitätskriterien.
4. ERGEBNISSE UND INTERPRETATION: Die Analyse der vier Spiele wird detailliert präsentiert, wobei Unterschiede zwischen den Kommentatoren und Sendern aufgezeigt und verschiedene Kommentarstile identifiziert werden.
5. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit fasst zusammen, dass SRF-Kommentatoren im Durchschnitt leicht besser abschneiden, betont jedoch die Bedeutung der individuellen Kommentarstile und die Notwendigkeit weiterer Forschung.
Sportjournalismus, Qualität, Systemtheorie, Inhaltsanalyse, Fussballkommentar, SRF, Teleclub, Service Public, Medienwissenschaft, Qualitätskriterien, Audiodeskription, Namedropping, Audiokommentar, Sportberichterstattung, Medienforschung.
Die Bachelorarbeit untersucht die Qualität von Fussballkommentatoren im Schweizer TV durch einen direkten Vergleich von SRF (öffentlich-rechtlich) und Teleclub Sport (Pay-TV).
Die Arbeit verknüpft systemtheoretische Grundlagen des Sportjournalismus mit empirischen Qualitätsmessungen, dem sogenannten "magischen Dreieck" und der praktischen Analyse von Spielübertragungen.
Das Ziel ist festzustellen, ob ein qualitativer Unterschied zwischen den Kommentaren von SRF und Teleclub mittels qualitativer Inhaltsanalyse nachweisbar ist und zu wessen Gunsten dieser ausfällt.
Es wird die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse angewandt, wobei 32 Ausschnitte aus acht Fussballspielen anhand eines entwickelten Bewertungssystems kodiert und interpretiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Qualitätskriterien, die Beschreibung des methodischen Vorgehens, die detaillierte Analyse der einzelnen Spiele sowie die Identifikation spezifischer Kommentarstile.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportjournalismus, Qualität, Systemtheorie, Inhaltsanalyse und spezielle Stilbezeichnungen wie Audiokommentar oder Namedropping charakterisiert.
Er ist als Nationalmannschaftskommentator bekannt und zeigt einen impulsiven Kommentarstil, der in der Arbeit als spezieller Stil kategorisiert wurde, was zu polarisierten Reaktionen beim Publikum führt.
Hygiene-Kriterien wie Verständlichkeit oder Faktentreue werden von Rezipienten als Grundvoraussetzung erwartet; ihre Erfüllung führt zu keinem Qualitätsgewinn, doch ihre Nicht-Erfüllung mindert die Qualität spürbar.
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