Examensarbeit, 2018
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Selbstkonzept
2.1 Zum Begriff des Selbstkonzeptes
2.2 Modelle des Selbstkonzeptes
2.2.1 Ansatz nach Epstein
2.2.2 Hierarchisches Selbstkonzeptmodell nach Shavelson et al.
2.3 Elemente des Selbstkonzeptes
2.3.1 Selbsteinschätzung
2.3.2 Körperkonzept
2.3.3 Fähigkeitskonzept
2.3.4 Selbstbewertung und Selbstbild
2.4 Quellen selbstbezogener Informationen
2.5 Auswirkungen verschiedener Selbstkonzepte
2.6 Grundsätze zur Veränderung eines Selbstkonzeptes
3 Psychomotorik
3.1 Geschichtliche Entwicklung und Begriffsklärung der Psychomotorik
3.2 Ziele und Inhalte der Psychomotorik
3.3 Das Menschenbild in der Psychomotorik
3.3.1 Humanistisches Menschenbild
3.4 Konzeptionelle Ansätze in der Psychomotorik – der kindzentrierte Ansatz
3.5 Geräte und Materialien in der Psychomotorik
3.6 Zusammenhang zwischen Psychomotorik und Selbstkonzept
4 Praxisteil - Psychomotorische Einzelförderung am Beispiel eines autistischen Jungen
4.1 Ziel und Inhalt des praktischen Teils
4.2 Autismus – Eine Kurzübersicht
4.3 Das Kennenlernen von Elias und bisherige Aktivitäten
4.4 Kurzbiographie und Eigenschaften
4.5 Das Selbstkonzept von Elias
4.6 Ziel der psychomotorischen Einheiten, Fragestellung und Vorgehensweise der Untersuchung
4.6.1 Die Beobachtungsmethode
4.7 Die praktische Durchführung
4.7.1 Vorüberlegungen und Vorarbeit
4.7.2 Hauptdurchführung der psychomotorischen Einheiten
4.8 Ergebnisse der psychomotorischen Einheiten und deren Interpretation
4.8.1 Zusammenfassung der Aufgabenanforderungen und ihre Ergebnisse
4.8.2 Interpretation der Ergebnisse und Reflexion der psychomotorischen Einheiten
5 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Selbstkonzept eines elfeinhalbjährigen Jungen mit diagnostiziertem Autismus durch psychomotorische Einzelförderung positiv zu stärken. Dabei wird untersucht, ob sich die Selbstwirksamkeitserwartung des Jungen durch gezielte, an seine individuellen Voraussetzungen angepasste Bewegungsangebote erhöhen lässt und inwieweit die in den Einheiten gemachten Selbsterfahrungen Einfluss auf sein Selbstkonzept nehmen.
4.6.1 Die Beobachtungsmethode
Es wurde deutlich, dass die beschriebenen Prozesse (das Verhalten von Elias/die gesprochenen Worte vor und während Bewegungsanforderungen, Eintritt einer Veränderung der Erwartung etc.) während der psychomotorischen Einheiten genau beobachtet werden müssen. Demzufolge findet die Beobachtungsmethode in dieser Arbeit Anwendung.
Insgesamt wird von vier Beobachtungstypen gesprochen (vollständiger Beobachter, vollständiger Teilnehmer, Beobachter als Teilnehmer und Teilnehmer als Beobachter) (vgl. Leisering, 2015, S. 313). Die Rolle, die ich in den psychomotorischen Einheiten einnehmen werde, ist die des teilnehmenden Beobachters: Hier nehme ich im Forschungsfeld teil, indem ich die Bewegungsreize selbst setze und/oder zusammen mit Elias und innerhalb der Einheiten als aktiver „Spielkamerad“ agiere und das Forschungsobjekt (Elias), wenn nötig, unterstütze. Zugleich wird versucht, mich in entscheidenden Situationen zurückzuziehen, um möglichst viele Eindrücke hinsichtlich seiner Herangehensweise sowohl an unbekannte als auch bekannte Aufgabenanforderungen gewinnen zu können.
Es sollte im besten Fall während der Beobachtung protokolliert werden oder direkt nach den jeweiligen Einheiten, damit wichtige (Detail-) Informationen wie z. B. gesprochene Sätze nicht in Vergessenheit geraten (vgl. Martin & Wawrinowski, 2014, S. 56).
Es wird in dieser Arbeit sowohl eine unstrukturierte als auch teils strukturierte Beobachtung angewandt (vgl. Bässler, 2016, S. 74; Lamnek, 2010, S. 509-510): Unstrukturierte Beobachtung, da die Kategorien bzw. Aufgabenanforderung sich erst während des Prozesses herauskristallisieren. Strukturierte Beobachtung, da der Fokus stets speziell auf der möglichen Veränderung der Selbstwirksamkeitserwartung des Jungen Elias liegt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Selbstkonzeptes für die menschliche Entwicklung und Lernmotivation, führt in die Problematik bei autistischen Kindern ein und begründet die Wahl der Psychomotorik als Interventionsansatz.
2 Das Selbstkonzept: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Selbstkonzeptes, erläutert dessen hierarchische Struktur sowie zentrale Elemente wie Selbsteinschätzung und Körperkonzept und geht auf die Quellen selbstbezogener Informationen sowie Möglichkeiten der Beeinflussung ein.
3 Psychomotorik: Hier werden die historische Entwicklung, Ziele und Menschenbilder der Psychomotorik dargestellt, wobei ein besonderer Fokus auf den kindzentrierten Ansatz und die Relevanz der Psychomotorik für das Selbstkonzept gelegt wird.
4 Praxisteil - Psychomotorische Einzelförderung am Beispiel eines autistischen Jungen: Dieser Teil beschreibt die konkrete Einzelfallförderung von Elias, von der Ausgangslage über die Zielsetzung und Durchführung der psychomotorischen Einheiten bis hin zur Auswertung und Reflexion der beobachteten Ergebnisse.
5 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse der Fallstudie, diskutiert die methodischen Limitationen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze in diesem Bereich.
Selbstkonzept, Psychomotorik, Autismus, Einzelförderung, Selbstwirksamkeit, Körperkonzept, Kindzentrierter Ansatz, Bewegungsförderung, Fähigkeitskonzept, Selbsterfahrung, Entwicklungsförderung, Fallstudie, Selbstwertgefühl, Kausalattribution, motorische Entwicklung.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, das Selbstkonzept eines elfeinhalbjährigen Jungen mit Autismus durch gezielte psychomotorische Einzelförderung zu stärken.
Die zentralen Themen sind das Selbstkonzept mit seinen verschiedenen Dimensionen, die Theorie und Praxis der Psychomotorik sowie der spezifische Kontext der Arbeit mit autistischen Kindern.
Das primäre Ziel ist es, durch eine Einzelfallbetrachtung zu prüfen, ob die Selbstwirksamkeitserwartung des Jungen im Rahmen psychomotorischer Einheiten aufgabenspezifisch erhöht werden kann.
Es handelt sich um eine explorative Einzelfallstudie, die den teilnehmenden Beobachter als methodischen Ansatz wählt, um die Entwicklung des Jungen während der Intervention zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich, der Grundlagen zum Selbstkonzept und zur Psychomotorik liefert, und einen umfangreichen Praxisteil, der die psychomotorischen Einheiten mit dem Jungen dokumentiert und interpretiert.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Selbstkonzept, Psychomotorik, Autismus, Selbstwirksamkeit, körperliche Selbsterfahrung und der kindzentrierte Ansatz.
Durch den kindzentrierten, nicht-direktiven Ansatz, bei dem der Psychomotoriker sich stärker zurücknimmt und sich von den Impulsen des Kindes leiten lässt, um dessen Selbstständigkeit zu fördern.
Die langjährige Bekanntschaft bietet eine Basis für Vertrauen, bringt aber auch methodische Herausforderungen hinsichtlich der Objektivität und der "Rollen" (Kumpel vs. Förderer) mit sich.
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