Magisterarbeit, 2005
120 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Themenstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Der Versandhandel in Deutschland bis zu der Entstehung elektronischer Märkte
2.1 Der Versandhandel als Betriebsform des Einzelhandels
2.1.1 Die historische Entwicklung des Versandhandels
2.1.2 Abgrenzung des Versandhandels innerhalb des Einzelhandels
2.2 Definition und Typologie des Versandhandels
2.2.1 Definitionsansätze
2.2.2 Typologie
2.3 Bedeutung und Verbreitung des Versandhandels im Jahr 1996
2.3.1 Stellung innerhalb des Einzelhandels
2.3.2 Verbreitung innerhalb der Bevölkerung
2.4 Darstellung der Hauptprozesse innerhalb des Versandhandels
2.4.1 Der Prozess der Angebotsbereitstellung
2.4.2 Der Prozess der Geschäftsabwicklung
2.4.3 Zusammenhängende Darstellung der Hauptprozesse
2.5 Charakterisierung von Versandhandelsgeschäften
2.5.1 Beschreibung von Versandhandelsgeschäften auf der Basis des Customer Buying-Cycle
2.5.2 Motive für Versandhandelsgeschäfte
2.5.3 Probleme von Versandhandelsgeschäften
3 Die Entstehung des Online-Versandhandels auf der Grundlage elektronischer Märkte
3.1 Die Entwicklung elektronischer Märkte
3.1.1 Internet und Internetökonomie
3.1.2 Elektronische Märkte und elektronische Marktplätze
3.1.3 Electronic Business und Electronic Commerce
3.2 Merkmale elektronischer Märkte
3.2.1 Marktteilnehmer
3.2.2 Handels- und Marktformen
3.2.3 Vor- und Nachteile von elektronischen Märkten
3.2.4 Voraussetzungen für elektronische Märkte
3.3 Einordnung des Online-Versandhandels in elektronische Märkte
3.3.1 Begriffsklärung Online-Versandhandel
3.3.2 Die Beziehung des Versandhandels zu elektronischen Märkten
4 Die Auswirkungen des Internets auf die Marktentwicklung des Versandhandels
4.1 Bedeutung und Verbreitung des Versandhandels seit 1996
4.1.1 Stellung innerhalb des Einzelhandels
4.1.2 Verbreitung innerhalb der Bevölkerung
4.1.3 Bedeutung des Internet-Versandhandelskaufs
4.2 Veränderung der Wettbewerbssituation
4.2.1 Wettbewerbskräfte
4.2.2 Kategorisierung von Wettbewerbern
4.3 Entstehung neuer Betriebsformen
4.3.1 Presence Site
4.3.2 Online-Shop
4.3.3 Online-Mall
4.4 Notwendigkeit einer strategischen Neupositionierung
4.4.1 Strategien des traditionellen Versandhandels auf elektronischen Märkten
4.4.2 Preispolitik
4.4.3 Differenzierung
4.4.4 Positionierung
4.5 Möglichkeiten neuartiger Vertriebsmodelle
4.5.1 Online-Vertriebsmodelle
4.5.2 Transaktionstypen
4.6 Auswirkungen auf Kommunikation und Marketing
4.6.1 Beeinflussung des Kaufprozesses
4.6.2 E-Mail-Marketing
4.6.3 Internet-Vertriebskooperationen
4.6.4 Affiliate Marketing
4.6.5 One-to-One-Marketing
4.6.6 Virtuelle Gemeinschaften
4.6.7 Multichannel-Marketing
5 Die Auswirkungen des Internets auf Struktur und Verhalten der Versandhandelskäufer
5.1 Klassifizierung der Versandhandelskäufer
5.1.1 Entwicklung einer Typologie
5.1.2 Typ 1: Komplett-Käufer
5.1.3 Typ 2: Intensiv-Käufer
5.1.4 Typ 3: Stamm-Käufer
5.1.5 Typ 4: Special-Käufer
5.1.6 Typ 5: Selten-Käufer
5.1.7 Typ 6: Spontan-Käufer
5.1.8 Typ 7: Wenig-Käufer
5.2 Änderung des Kaufverhaltens
5.2.1 Online-Bestellung
5.2.2 Kaufakte und Kaufhäufigkeit
5.2.3 Ausgaben
5.2.4 Bedeutung der Usability im Versandhandel
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Internets auf den Versandhandel in Deutschland, wobei sowohl betriebswirtschaftliche Veränderungen bei den Versandhandelsunternehmen als auch konsumspezifische Wandlungen im Verhalten und der Struktur der Versandhandelskunden im Fokus stehen, um Strategien für den zukünftigen Markterfolg abzuleiten.
2.1.1 Die historische Entwicklung des Versandhandels
In der Literatur gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, wann der Versandhandel entstanden ist. Nach Krause [2003, S. 14] ist der Versandhandel bereits mit der Erfindung des Buchdrucks entstanden. Der älteste Versandhändler der Welt soll Aldus Manutius sein, der 1498 einen textorientierten Produktkatalog im Umfang von 15 Seiten veröffentlichte. Im Jahre 1667 publizierte William Lucas den ersten gedruckten Katalog mit Abbildungen. Diese Versandhandelstätigkeiten entsprachen nicht der heute gültigen Definition von Versandhandelsgeschäften (siehe Kapitel 2.2.1), da das Postwesen nur regional organisiert war und zudem der Transport der Waren, der nur mit Pferden und Kutschen möglich war, durch Zollbarrieren und Straßenmaut erheblich behindert wurde. Nach Krause zeigen diese Vorläufer des heutigen Versandhandels, dass die Entwicklung nicht plötzlich ab 1870 einsetzte.
Mattmüller [1999, S. 16] und Stratmann [1996, S. 2-5] beginnen bei ihrer historischen Betrachtung des Versandhandels im Jahre 1870, für den BVH fällt der „Startschuss“ im Jahr 1871 [Hoffmann, 2002, S. 10-22]. Erst zu dieser Zeit waren die Voraussetzungen für die Entstehung des Versandgeschäftes in der uns heute bekannten Form gegeben. Zu den Voraussetzungen zählen: eine Verbesserung des Kommunikationssystems durch Katalog und Zeitung, das Telegraphenwesen, eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Transportwesens, eine Verbesserung des Transaktionswesens, die Alphabetisierung, steigende Realeinkommen und die Herausbildung einer Konsumgesellschaft durch die fortschreitende Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land.
In Deutschland erschienen die ersten Kataloge und Preislisten im Jahr 1875. Die ersten Versandhändler waren vorwiegend kleine und mittlere Firmen, die zunächst als Abteilungen von größeren Ladengeschäften in den Städten, im Laufe der Zeit auch als selbständige Handelsbetriebe und als Vertriebsabteilungen von Produktionsunternehmen verschiedener Branchen auftraten. Der Versandhandel richtete sich an die Ober- und Mittelschicht und Berufsgruppen wie Beamte, Offiziere oder Ärzte.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die ökonomische Ausgangslage des Versandhandels im Jahr 2004 und legt die Zielsetzung fest, die betriebswirtschaftlichen und konsumentenseitigen Auswirkungen des Internets auf den Versandhandel zu analysieren.
2 Der Versandhandel in Deutschland bis zu der Entstehung elektronischer Märkte: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des traditionellen Versandhandels nach, definiert den Versandhandelsbegriff, erläutert die Bedeutung und Verbreitung vor 1996 und beschreibt die zentralen Hauptprozesse sowie Motive für Versandhandelsgeschäfte.
3 Die Entstehung des Online-Versandhandels auf der Grundlage elektronischer Märkte: Hier wird der theoretische Rahmen für die Entstehung elektronischer Märkte gesetzt, Begriffe wie Internetökonomie und E-Commerce geklärt und der Online-Versandhandel in dieses Umfeld eingeordnet.
4 Die Auswirkungen des Internets auf die Marktentwicklung des Versandhandels: Dieser Hauptteil befasst sich mit der veränderten Wettbewerbssituation, der Entstehung neuer Betriebsformen, Strategien der Neupositionierung sowie dem Einsatz moderner Online-Marketinginstrumente.
5 Die Auswirkungen des Internets auf Struktur und Verhalten der Versandhandelskäufer: Dieses Kapitel analysiert die demografische Struktur der Käufer sowie deren geändertes Kaufverhalten im Online-Kontext, basierend auf einer differenzierten Typologisierung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Versandhandels im Spannungsfeld zwischen traditionellen und elektronischen Kanälen.
Versandhandel, E-Commerce, Online-Versandhandel, elektronische Märkte, Internetökonomie, Multichannel-Marketing, Kundenbindung, Versandhandelskunden, Typologie, Konsumentenverhalten, Wettbewerbsstrategie, Online-Shop, Online-Mall, Customer-Buying-Cycle, E-Mail-Marketing
Die Arbeit untersucht den Strukturwandel des Versandhandels in Deutschland unter dem Einfluss des Internets und analysiert, wie Unternehmen auf elektronische Märkte reagieren und wie sich das Käuferverhalten verändert hat.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte des Versandhandels, die Mechanismen elektronischer Märkte, Strategien zur strategischen Neupositionierung von Unternehmen sowie die detaillierte Klassifizierung und Analyse des Verhaltens von Versandhandelskunden.
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen des Internets auf den Versandhandel zu ergründen, um Ursachen für Umsatzentwicklungen zu identifizieren und strukturelle Veränderungen sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite zu bewerten.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Literatur, nutzt grafische Prozessmodelle und greift zur Analyse der Kundenstruktur und des Kaufverhaltens auf Sekundärdaten, wie etwa die Verbraucheranalyse (VA) und die Versandhandelskäufer-Typologie, zurück.
Im Hauptteil (Kapitel 4 und 5) wird die Marktentwicklung beleuchtet, die Wettbewerbssituation durch das Internet analysiert, der Einsatz neuer Betriebsformen (Online-Shop, Online-Mall) diskutiert sowie das Verhalten und die Merkmale der Versandhandelskunden in verschiedenen Käufertypen untersucht.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Versandhandel, E-Commerce, elektronische Märkte, Multichannel-Marketing, Kundenbindung und eine spezifische Typologisierung der Versandhandelskunden charakterisiert.
Das Modell hilft, den Kaufprozess in vier zeitliche Phasen (Anregung, Evaluation, Kauf, After-Sales) zu unterteilen, wodurch der Autor nachvollziehbar darlegen kann, wie Versandhändler gezielt in den verschiedenen Phasen auf den Kunden einwirken können.
Das Multichannel-Marketing ist für traditionelle Versandhändler essenziell, da es ihnen ermöglicht, das Internet als ergänzenden Absatzkanal zu nutzen und durch die Vernetzung von Frontend und Backend Synergieeffekte zu erzielen sowie die Kundenbindung zu stärken.
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