Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 2,0
Die Arbeit untersucht die Darstellung von Geschlechterrollen in Erstlesefibeln des Verlages „Volk und Wissen" aus der DDR-Zeit und deren Wandel bis heute. Die Analyse zielt darauf ab, die Restauration von Rollenstereotypen zu präzisieren und zu hinterfragen, indem sie die Frage stellt, ob sich in den untersuchten Fibeln ein differenzierteres Geschlechterbild tatsächlich erst nach der Wende verfestigte.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Forschungsfrage in den Kontext aktueller Debatten über Geschlechterrollen und Retraditionalisierungstendenzen. Kapitel 2 beleuchtet den theoretischen Rahmen der Arbeit, indem es die metatheoretische Bestimmung des Poststrukturalismus und die thematische Verortung im Feld der Gender Studies im Anschluss an Judith Butler erläutert. Zudem werden das Geschlechterverständnis in der DDR und aktuelle Entwicklungen im Kontext von Rollenbildern beleuchtet. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Untersuchungszeitraum und dem Datenmaterial, wobei der Verlag "Volk und Wissen" und seine Sonderstellung im Bildungssystem der DDR im Fokus stehen. Das vierte Kapitel widmet sich der Methodologie der Arbeit, die auf der Grounded Theory und der kritischen Diskursanalyse basiert. Kapitel 5 präsentiert die Ergebnisse der Analyse von Erstlesefibeln, wobei insbesondere die Analyseergebnisse und deren Diskussion im Anschluss an Judith Butler dargestellt werden.
Erstlesewerke, Geschlechterrollen, Rollenstereotype, Retraditionalisierung, DDR, Gender Studies, Judith Butler, Poststrukturalismus, kritische Diskursanalyse, Volk und Wissen.
DDR-Fibeln propagierten oft ein Bild der Gleichstellung, in dem Frauen berufstätig waren, um klassische Rollenklischees vordergründig zu überwinden.
Die Arbeit untersucht die These, ob nach der Wiedervereinigung eine Retraditionalisierung stattfand, also eine Rückkehr zu klarer definierten, konservativen Geschlechtsrollen.
Dieser Verlag hatte in der DDR eine Monopolstellung für Schulbücher und war somit zentral für die staatliche Erziehung und die Vermittlung von Rollenbildern.
Die Untersuchung basiert auf poststrukturalistischen Ansätzen, insbesondere auf Judith Butlers Theorie zur performativen Konstruktion von Geschlecht.
Ziel ist es, die gesellschaftliche Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit in Bildungsmaterialien kritisch zu hinterfragen und zeitlich einzuordnen.
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