Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche
2.1 vertriebliche Rahmenbedingungen
2.1.1 Wettbewerbsdruck
2.1.2 Demografischer Wandel
2.1.3 Verändertes Nachfrageverhalten
2.2 marktliche Rahmenbedingungen
2.2.1 Regulatorik
2.2.2 Niedrigzinsumfeld
2.2.3 Digitalisierung
3. Kooperation in der Versicherungsbranche
3.1. Grundlagen
3.1.1 Wertschöpfungskette der Versicherungsunternehmen
3.1.2 Allgemeine Kernkompetenzen eines Versicherers
3.1.3 Kooperationsformen in der Branche
3.2 Kooperationspotentiale und Herausforderungen
3.2.1 Produktgestaltung
3.2.2 Underwriting
3.2.3 Risikotransfer
3.2.4 Kapitalanlange
3.2.5 Schadenmanagement
3.2.6 Vertrieb
4. Schlussbetrachtungen
Diese Arbeit analysiert die aktuelle Situation der deutschen Versicherungswirtschaft, die durch veränderte Rahmenbedingungen und einen hohen Wettbewerbsdruck geprägt ist. Das Ziel besteht darin, Kooperationen als eine strategische Antwort auf diese Herausforderungen zu untersuchen und zu erörtern, unter welchen Bedingungen die Auslagerung von Wertschöpfungsaktivitäten an spezialisierte Partner zu einer Effizienzsteigerung führen kann.
3.2.1 Produktgestaltung
Auf der Wertschöpfungsstufe der Produktgestaltung sind Aktivitäten wie die Marktforschung, die Konzeptentwicklung, die Tarifbildung, die Produktwartung, die Tarifanpassung, die technische Statistik und die fachtechnische Revision zu finden. Die Versicherungsprodukte werden auf dieser Wertschöpfungsstufe somit risikotechnisch, wie auch juristisch, konzipiert und überprüft. Über eine differenzierte Produktpalette kann sich ein Versicherer von dem restlichen Markt und den eigenen Wettbewerbern abheben. Die Produkt- und Tarifgestaltung ist somit zu einem wichtigen Wettbewerbsinstrument auf dem hart umkämpften Versicherungsmarkt geworden.
Der Kunde sieht sich den in der Produktgestaltung entwickelten Produkten auf dem Markt gegenüber. Er entscheidet dann individuell und auf Grundlage seiner eigenen Risikoneigung und Risikobeurteilung, ob ein generelles Bedürfnis nach dem angebotenen Produkt besteht. Ist dies der Fall, wird in einer weiteren Betrachtung der Preis für die Risikoabsicherung berücksichtigt. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung des Kunden wird jedoch der Preis, im Verhältnis zu der Nutzenstiftung des Produktes sein, sodass der Preisbildung und der Tarifierung der Produkte eine hohe, weil sich stark auf den Vertrieb auswirkende, strategische Bedeutung zu Teil wird. Die große strategische Bedeutung der Produktgestaltung und Tarifierung wird auch an dem benötigten Fachwissen deutlich. Betrachtet man z.B. den Bereich der Industrieversicherung, so wird man hier nur eine geringe Anzahl an fachlich hochqualifizierten Anbietern für diese Produkte finden. Die Tarifierung dieser großen und komplexen Industrierisiken gilt somit als sehr anspruchsvoll.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die komplexen Herausforderungen der deutschen Assekuranz infolge von Marktöffnungen, verstärkter Regulierung und dem Niedrigzinsumfeld, wodurch das Wertschöpfungsmanagement und Kooperationen an strategischer Bedeutung gewinnen.
2. Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Treiber wie den zunehmenden Wettbewerbsdruck, demografische Veränderungen, verändertes Kundenverhalten, regulatorische Anforderungen durch Solvency II, das Niedrigzinsumfeld sowie die Auswirkungen der Digitalisierung.
3. Kooperation in der Versicherungsbranche: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Wertschöpfungskette eines Versicherers und das Konzept der Kernkompetenzen erarbeitet, um anschließend die verschiedenen Stufen – von der Produktgestaltung bis zum Vertrieb – auf ihr Kooperationspotential hin zu analysieren.
4. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Abkehr von vollständig integrierten Wertschöpfungsstufen unumgänglich ist und Kooperationen eine flexible, effiziente Lösung zur Nutzung fremder Kernkompetenzen bieten.
Versicherungswirtschaft, Kooperation, Wertschöpfungsmanagement, Kernkompetenzen, Wettbewerbsdruck, Solvency II, Niedrigzinsumfeld, Digitalisierung, Transaktionskostentheorie, Make-or-Buy-Entscheidung, Produktgestaltung, Underwriting, Schadenmanagement, Vertrieb, Strategische Allianz.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie deutsche Versicherungsunternehmen durch Kooperationen auf aktuelle Marktveränderungen und Herausforderungen reagieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf den externen Rahmenbedingungen der Branche, der theoretischen Bestimmung von Kernkompetenzen sowie der operativen Umsetzung von Wertschöpfungsaktivitäten durch hybride Organisationsformen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen die Auslagerung von Wertschöpfungsschritten an Kooperationspartner die Effizienz eines Versicherers steigern kann.
Der Autor nutzt insbesondere das Konzept der Wertschöpfungskette nach Porter, den Kernkompetenz-Ansatz nach Prahalad und Hamel sowie die Transaktionskostentheorie zur Fundierung der Make-or-Buy-Entscheidungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Branchenumwelt und eine systematische Analyse der Kooperationspotentiale entlang der Wertschöpfungsstufen Produktgestaltung, Underwriting, Risikotransfer, Kapitalanlage, Schadenmanagement und Vertrieb.
Wesentliche Begriffe sind Kooperation, Wertschöpfungsmanagement, Kernkompetenzen, Wettbewerbsdruck und Effizienzsteigerung.
Da das Underwriting eine Kernfähigkeit darstellt, können Versicherer durch Automatisierung und die Einbindung externer IT-Kompetenzpartner Prozesse effizienter gestalten, ohne die Kontrolle über ihre Zeichnungsrichtlinien zu verlieren.
Das Niedrigzinsumfeld erschwert das Erwirtschaften von Garantiezinsen, weshalb Versicherer vermehrt auf professionelles Asset-Management angewiesen sind, was wiederum Kooperationen mit Banken oder spezialisierten Asset-Management-Gesellschaften attraktiv macht.
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