Bachelorarbeit, 2017
30 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Vorstellung der Autoren und ihrer Werke
2.1 Francesco Petrarca und der Canzoniere
2.2 Gaspara Stampa und die Rime
3 Thematischer Vergleich
3.1 Liebesauffassung
3.1.1 Canzoniere
3.1.2 Rime
3.1.3 Vergleich
3.1.3.1 Religiöse Einflüsse
3.1.3.2 Humanismus
3.1.3.3 Fazit
3.2 Darstellung der/ des Geliebten
3.2.1 Canzoniere
3.2.2 Rime
3.2.3 Vergleich
3.3 Eifersucht
3.3.1 Canzoniere
3.3.2 Rime
3.3.3 Vergleich
3.4 Erotik
3.4.1 Canzoniere
3.4.2 Rime
3.4.3 Vergleich
4 Schlussbetrachtung
5 Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die thematische Wandlung bestimmter Aspekte in der Liebeslyrik vom 14. Jahrhundert bis zum Cinquecento. Anhand eines vergleichenden Analyserasters zwischen Francesco Petrarcas „Canzoniere“ und Gaspara Stampas „Rime“ wird erforscht, wie sich inhaltliche Differenzen in der Darstellung der Liebe, des Geliebten, der Eifersucht und der Erotik im Zuge des Humanismus entwickelt haben.
3.1.1 Canzoniere
Schon in der ersten Strophe des Proömiums des Canzoniere wird die Liebe des lyrischen Ichs zu seiner Angebeteten Laura als „giovenile errore“ angesehen. Der Autor begegnet dieser Liebe retrospektiv mit Scham:
[…] Ma ben veggio or sì come al popol tutto favola fui gran tempo, onde sovente di me mesdesmo meco mi vergogno.
Dieses Schamgefühl wird mitunter daraus ersichtlich, dass der Autor es weitgehend vermeidet, Lauras Namen zu nennen – in allen 366 Gedichten des Canzoniere wird sie nur einmal angesprochen. In vielen anderen Gedichten werden Paranomasien verwendet. Diese Wörter sind dem Namen Laura klangähnlich, haben aber eine andere Bedeutung. Beispiele hierfür sind „lauro“, „l’oro“, „l’aurora“. Homonyme, gleichlautende Wörter mit anderer Bedeutung, wie „l’aura“ kommen seltener vor. Auf der einen Seite wird durch diese sprachliche Technik vermieden, Lauras Namen zu nennen. Auf der anderen Seite bleibt Laura durch ebendiese Evokation ihres Namens im gesamten Canzoniere allgegenwärtig.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der inhaltlichen Wandlung der Liebeslyrik zwischen Petrarca und Stampa und begründet die Auswahl der Vergleichskriterien.
2 Vorstellung der Autoren und ihrer Werke: Dieses Kapitel liefert biographische und werkimmanente Grundlagen zu Francesco Petrarca und Gaspara Stampa.
3 Thematischer Vergleich: Der Hauptteil analysiert detailliert die Liebesauffassung, die Darstellung des Geliebten, Eifersucht und Erotik in beiden Werken und arbeitet Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Stampa petrarkistische Motive zwar aufgreift, diese jedoch im Kontext des Humanismus und ihrer persönlichen Lebensumstände maßgeblich weiterentwickelt.
5 Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Primär- und Sekundärquellen auf.
Petrarkismus, Liebeslyrik, Francesco Petrarca, Gaspara Stampa, Canzoniere, Rime, Humanismus, Schmerzliebe, Eifersucht, Erotik, Liebesauffassung, Literaturvergleich, Cinquecento, Subjektivität, Weiblicher Petrarkismus
Die Arbeit beschäftigt sich mit der thematischen Weiterentwicklung petrarkistischer Motive in der italienischen Liebeslyrik des 16. Jahrhunderts, am Beispiel der Werke von Francesco Petrarca und Gaspara Stampa.
Die Autorin untersucht vier spezifische Aspekte: die generelle Liebesauffassung, die Art und Weise der Darstellung der geliebten Person, das Eifersuchtsmotiv und die Rolle der Erotik.
Ziel ist es zu zeigen, dass sich inhaltliche Differenzen zwischen Petrarca und Stampa durch den historischen Wandel, insbesondere durch den Einfluss des Humanismus und die veränderte Rolle der Frau, erklären lassen.
Es wird eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primäre Texte beider Dichter anhand ausgewählter inhaltlicher Kriterien gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Liebesauffassungen (inklusive religiöser und humanistischer Einflüsse), Charakterisierungen der Geliebten, das Auftreten von Eifersucht sowie die Intensität erotischer Beschreibungen.
Neben den Eigennamen der Autoren sind Begriffe wie „Petrarkismus“, „Schmerzliebe“, „Humanismus“ und „Subjektivität“ zentral für das Verständnis der Argumentation.
Während Petrarca seine Liebe aufgrund christlicher Glaubensmoral oft als sündhaft und mit Reue verbunden darstellt, bejaht Stampa ihre Liebe und die sinnliche Erfahrung, auch wenn sie petrarkistische Leitmotive nutzt.
Petrarca hält die erotischen Momente in einer idealisierten, spirituellen Sphäre, wohingegen Stampa eine gelebte, körperlich erfüllte Liebe besingt, die sich durch eine größere Direktheit auszeichnet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

