Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,7
1. Reaktionsfähigkeit als Wettbewerbsfaktor in Zeiten hoher Volatilität
2. Volatilität im Rahmen der Unternehmenssteuerung
2.1 Begriff der Volatilität
2.2 Bereiche der Volatilität und Anforderungen für Unternehmen
2.3 Wichtige Ansätze für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur
3. Bandbreite geeigneter Steuerungsinstrumente
3.1 Klassifizierung der Instrumente
3.2 Beurteilung der Instrumente
4. Analyse selektierter Instrumente im Umgang mit Volatilität
5. Handlungsempfehlungen für eine volatilitätsresistente Unternehmenssteuerung
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit identifiziert, ordnet und bewertet Instrumente, die Unternehmen beim Umgang mit einer volatilen Marktsituation unterstützen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren und Risiken zu minimieren.
2.1 Begriff der Volatilität
Dem Wortursprung nach beruht die Volatilität auf dem lateinischen Wort „volatilis“ und bedeutet demnach veränderlich, beweglich oder flüchtig.12 Eine intensive Verwendung erfährt der Begriff Volatilität bereits über viele Jahre im Finanzbereich zur Beschreibung von Kursschwankungen auf dem Wertpapiermarkt, eine differenzierte Definition im unternehmerischen Bereich ist als Grundlage dieser Arbeit jedoch notwendig.
Allgemein wird Volatilität im vorherrschenden unternehmerischen Sprachgebrauch durch unerwartete und kurzfristige Marktschwankungen beschrieben13, wobei eine eindeutige und gültige Definition in der Literatur bislang ausbleibt.14 Obwohl verschiedene Autoren auch differenzierte Aspekte in ihrer jeweiligen Definition berücksichtigen, legen alle modernen Interpretationen der Literatur den zentralen Fokus auf den Aspekt des Schwankungsausmaßes. Besonders häufig werden Definitionen der Mitwirkenden aus dem Kernteam der Ideenwerkstatt des Internationalen Controller Vereins zitiert, weshalb dieser Arbeit eine gemeinschaftlich verfasste Definition dieser Ideenwerkstatt zugrunde gelegt wird:
„Volatilität beschreibt die eingetretene und erwartete Schwankungsbreite und -häufigkeit der für Unternehmen relevanten externen und internen wirtschaftlichen Parameter, deren Ablaufmuster schwer prognostizierbar sein können.“15
Die Intensität sowie die Häufigkeit der Schwankungen nehmen hierbei in Richtung Wachstum und auch in Richtung Rezession zu.16 Von hoher Bedeutung ist, dass Volatilität auf verschiedene Unternehmen nicht im selbigen Ausmaß, sondern unternehmensindividuell wirkt.17
1. Reaktionsfähigkeit als Wettbewerbsfaktor in Zeiten hoher Volatilität: Dieses Kapitel erläutert, warum die zunehmende Dynamik und Unsicherheit der Märkte ein neues Managementverständnis erfordern.
2. Volatilität im Rahmen der Unternehmenssteuerung: Hier werden der Begriff der Volatilität definiert, ihre Auswirkungen auf Beschaffungs- und Absatzmärkte dargestellt sowie notwendige Änderungen in der Unternehmenskultur diskutiert.
3. Bandbreite geeigneter Steuerungsinstrumente: In diesem Kapitel werden diverse Steuerungsinstrumente klassifiziert und anhand eines Kriterienkatalogs systematisch bewertet.
4. Analyse selektierter Instrumente im Umgang mit Volatilität: Dieses Kapitel untersucht detailliert die Eignung ausgewählter Instrumente wie rollierende Forecasts, Szenario-Technik und treiberbasierte Kennzahlensysteme.
5. Handlungsempfehlungen für eine volatilitätsresistente Unternehmenssteuerung: Hier werden praktische Empfehlungen für Unternehmen abgeleitet, um sich besser gegen Volatilität zu wappnen.
6. Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung des Controllings als Business Partner in einem volatilen Umfeld zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Volatilität, Unternehmenssteuerung, Controlling, Agilität, Wandlungsfähigkeit, Resilienz, Unternehmenskultur, Business Intelligence, Predictive Analytics, rollierender Forecast, Szenario-Technik, treiberorientierte Kennzahlensysteme, Informationskultur, Business Partner, Marktschwankungen.
Die Arbeit behandelt den Umgang mit Volatilität als eine der zentralen Herausforderungen für moderne Unternehmen und analysiert, wie das Controlling hierfür adäquate Instrumente bereitstellen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Flexibilisierung der Planung, der Förderung einer offenen Unternehmenskultur sowie dem Einsatz moderner IT-gestützter Analysewerkzeuge.
Das Ziel ist die Identifikation und Bewertung geeigneter Steuerungsinstrumente sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen, um Unternehmen volatilitätsresistenter zu machen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Herleitung von Kriterien sowie ein Scoring-Modell zur systematischen Bewertung und Auswahl geeigneter Controllinginstrumente.
Im Hauptteil werden zunächst die Anforderungen an Unternehmen definiert, danach verschiedene Instrumente wie der rollierende Forecast, die Szenario-Technik und BI-Ansätze analysiert und ihre jeweilige Eignung für das volatile Umfeld beurteilt.
Wesentliche Begriffe sind Volatilität, Agilität, Wandlungsfähigkeit, Business Intelligence, treiberorientierte Kennzahlensysteme und Controlling.
Eine offene Kultur fördert Transparenz und den schnellen Informationsaustausch, was die Reaktionsgeschwindigkeit des Unternehmens bei unerwarteten Ereignissen deutlich erhöht.
Im Gegensatz zur starren, oft jährlichen Budgetierung ermöglicht ein rollierender Forecast eine kontinuierliche Anpassung der Prognosen an aktuelle Marktentwicklungen.
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