Examensarbeit, 2011
152 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Phänomen Musikvideo: Entwicklung, Ästhetik, Analyse und Interpretationszugänge
2.1.1 Von der visuellen Musik zum Musikvideo
2.1.2 Clips als „Werbende Klangaugen“: MTV & VIVA
2.1.3 Der schleichende Untergang der Musiksender
2.2 Die Ästhetik des Musikvideos
2.2.1 Ästhetische Merkmale: Der Videoclip als Augenmusik
2.2.2 Untersuchungsdimensionen: Strukturelle Elemente des Videoclips
2.2.3 Klassifikatorische Modelle und analytische Verfahren
3 Björks Biografie und künstlerische Entwicklung
3.1 Björks Kindheit von 1965 bis 1977
3.2 Björks Teenagerjahre von 1979 bis 1986
3.3 Debut: Start in die Solokarriere von 1993 bis 1995
3.4 Das zweite Album Post und die Jahre 1995 bis 1997
3.5 Homogenic und die Zeit von 1997 – 1999
3.6 Selmasongs & Dancer in The Dark zwischen 1999 – 2001
3.7 Vespertine zwischen 2001 – 2004
3.8 Medúlla und die Zeit zwischen 2004 bis 2007
3.9 Volta im Jahr 2007
4 Analyse der Musikvideos von Michel Gondry
4.1 Die Clipästhetik von Michel Gondry
4.2 Human Behaviour
4.3 Army Of Me
4.4 Isobel
4.5 Hyperballad
4.6 Jóga
4.7 Bachelorette
4.8 Declare Independence
5 Analyse der Musikvideos von Chris Cunningham
5.1 Die Clipästhetik von Chris Cunningham
5.2 All is Full Of Love
6 Videoclips des Regisseurs Spike Jonze
6.1 It‘s Oh So Quiet
6.2 Triumph of a Heart
7 Überlegungen zum Kunstunterricht an der Realschule
7.1 Bezüge zum Bildungsplan und Freiburger Filmcurriculum
7.1.1 Kompetenzen am Ende der sechsten Jahrgangsstufe
7.1.2 Kompetenzen am Ende der achten Jahrgangsstufe
7.1.3 Kompetenzen am Ende der zehnten Jahrgangsstufe
7.1.4 Ermittlung des Anforderungsniveaus anhand von Schülerbeispielen
7.2 Björks Musikvideos im Kunstunterricht
7.2.1 Human Behaviour: Produktion eines Clips mit narrativen Elementen
7.2.2 It`s Oh So Quiet: Ein Performance-Video drehen
7.2.3 Army of Me: Einen narrativen Clip vorbereiten und drehen
7.2.4 Jóga: Experimentelle Kameraarbeit zum Thema Natur
7.2.5 Declare Independance: Eine Videoinstallation zum Thema Kettenreaktion erstellen
7.2.6 All Is Full Of Love: Analyse und digitale Bildcollage
7.2.7 Hyperballad: Analyse und Gegenüberstellung der virtuellen und realen Welt im eigenen Art-Clip
8 Resümee
Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Musikvideos von einer reinen Werbeform hin zu einem eigenständigen Kunstwerk, wobei der Fokus auf dem künstlerischen Werk der isländischen Musikerin Björk und ihren bedeutendsten Clip-Regisseuren liegt. Zudem wird erörtert, wie diese Videoclips im schulischen Kunstunterricht analysiert und produktiv eingesetzt werden können.
Die Ästhetik des Musikvideos
Der wesentliche Unterschied zwischen Musikvideos und Spielfilmen ist, dass die Clips im Gegensatz zum Film und seinem Soundtrack erst nach der Musik entstehen. Der Clip-Regisseur wird also durch die Musik zu Bildern inspiriert – ganz im Gegensatz zu Spielfilm-Regisseuren, denen es in erster Linie um Erzählung, Dramaturgie und Schauspiel geht. Diese visuelle Arbeitsweise hat zur Folge, dass Videoclips in den allerseltensten Fällen rein erzählende Werke sind. Aufgrund ihrer assoziativen Bildhaftigkeit weisen sie einen weitaus stärkeren metaphorischen Charakter als Spielfilme auf. Dies kommt ihrem eigentlichen Sinn, nämlich Stimmungen statt Überlegungen beim Zuschauer auszulösen, zugute. Das Maß an Metaphorik und Narrativität ist in den verschiedenen Musikvideos unterschiedlich stark ausgeprägt und hängt in erster Linie von der Arbeits- und Denkweise des Clip-Regisseurs ab.
Substanziell bei verschiedenen Definitionen des Musikvideos sind folgende Aspekte: die durch den Song verursachte zeitliche Begrenzung, die Materialität des Mediums (Video) sowie dessen Funktion, nämlich die des Werbemittels für den jeweiligen Song und Interpreten. Videoclips sind Teil einer Cross-Culture, „in der sich avantgardistische Tendenzen der Medienkunst und Elemente der Populärkultur verbinden“. Hier verschmelzen künstlerische Avantgarde, Werbung und Kommerz miteinander in einem Medium.
1 Einleitung: Einführung in Björks künstlerische Bedeutung und die Rolle des Musikvideos als zentrales kulturelles Medium.
2 Das Phänomen Musikvideo: Entwicklung, Ästhetik, Analyse und Interpretationszugänge: Analyse der historischen Entwicklung von Musikvideos sowie theoretische Grundlagen ihrer ästhetischen Merkmale und Analysemethoden.
3 Björks Biografie und künstlerische Entwicklung: Detaillierter Lebenslauf der Künstlerin von der Kindheit bis zum Jahr 2007 unter Berücksichtigung ihrer musikalischen Entwicklung und wichtigsten Alben.
4 Analyse der Musikvideos von Michel Gondry: Untersuchung von Ästhetik und Arbeitsweise des Regisseurs Michel Gondry anhand seiner Musikvideos für Björk.
5 Analyse der Musikvideos von Chris Cunningham: Betrachtung der düsteren und surrealen Ästhetik von Chris Cunningham, insbesondere im Kontext seiner Zusammenarbeit mit Björk.
6 Videoclips des Regisseurs Spike Jonze: Analyse der burlesken und narrativen Arbeiten von Spike Jonze am Beispiel ausgewählter Musikvideos.
7 Überlegungen zum Kunstunterricht an der Realschule: Didaktische Ansätze zur Integration von Musikvideos in den Kunstunterricht, inkl. Kompetenzstufen und praktischer Aufgabenstellungen.
8 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der künstlerischen Entwicklung Björks und der Bedeutung ihrer Musikvideos als Inspiration für den schulischen Kontext.
Musikvideo, Björk, Videokunst, Clip-Regisseur, Ästhetik, Michel Gondry, Chris Cunningham, Spike Jonze, Musikdidaktik, Kunstunterricht, Realschule, Interdisziplinarität, Performance, Narrativ, Avantgarde
Die Arbeit analysiert Musikvideos als moderne Kunstform am Beispiel von Björk und ihren Regisseuren, um deren ästhetische sowie didaktische Bedeutung zu beleuchten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Symbiose von Bild und Ton, die künstlerische Handschrift bedeutender Clip-Regisseure sowie die Verwertbarkeit dieser Videos im schulischen Kunstunterricht.
Das Ziel ist es, das Musikvideo als ernsthafte Kunstform zu rehabilitieren und praxisnahe Ansätze für deren Behandlung im Kunstunterricht der Realschule zu entwickeln.
Es werden filmwissenschaftliche Analysetheorien mit kunstpädagogischen didaktischen Konzepten kombiniert, um sowohl die Werke als auch deren Unterrichtspotenzial zu erschließen.
Neben einer ausführlichen Biografie Björks stehen detaillierte Werkanalysen von Musikvideos der Regisseure Michel Gondry, Chris Cunningham und Spike Jonze im Mittelpunkt.
Die Arbeit ist geprägt durch die Schnittstellen von Musik, Film, Ästhetik, Didaktik und die interdisziplinäre Verknüpfung von Theorie und Praxis.
Besonders ist der direkte Bezug zwischen den analysierten Kunst-Clips und den konkreten methodischen Anleitungen für Lehrkräfte zur Unterrichtsgestaltung.
Björks Werk dient als Paradebeispiel für eine stetige künstlerische Evolution, die Pionierarbeit in der Kombination von avantgardistischen Bildern und populärer Musik leistet.
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