Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition und Einordnung
2.2 Entwicklung und aktueller Stand der Technik
3 Analyse der Treiber und Hemmnisse
3.1 Technische Treiber und Hemmnisse
3.2 Gesellschaftliche Treiber und Hemmnisse
3.3 Politisch-rechtliche Treiber und Hemmnisse
3.4 Wirtschaftliche Treiber und Hemmnisse
3.5 Beurteilung
4 Mögliche Auswirkungen der Technologie
4.1 Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr und die Stadt
4.2 Auswirkungen auf die Wirtschaft
5 Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Evolution des autonomen Fahrens sowie die aktuellen Treiber und Hemmnisse unter verschiedenen Gesichtspunkten zu untersuchen. Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche wird analysiert, wie sich diese Technologie auf den öffentlichen Verkehr und die Wirtschaft auswirkt.
2.1 Definition und Einordnung
Das automatisierte Fahren ist ein evolutionärer Prozess, der von der Kombination und Summe unterschiedlicher Einzelfunktionen geprägt ist. Letztere sind beispielsweise Bremsregelsysteme wie das Antiblockiersystem (ABS), das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) und der Notbremsassistent, die auch als Teilfunktionen des automatisierten Fahrens gesehen werden können. Diese Funktionen helfen bei automatisierten kontrollierten Ausweich- und Bremsmanövern. Auch der Begriff der Vernetzung spielt in dieser Betrachtung eine wichtige Rolle. Sowohl die Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet und anderen Fahrzeugen als auch die Vernetzung von Funktionen sind wesentliche Gesichtspunkte bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Ein angezeigter Stau im Navigationssystem kann durch die Verbindung der Komponenten und Funktionen auch zu einer automatisierten Reduzierung des Tempos bis hin zur Notbremsung führen.
Betrachtet man die aktuellen öffentlichen Debatten über das autonomen Fahren, wird ersichtlich, dass kein einheitliches Begriffsverständnis existiert. Um eine einheitliche Terminologie auf nationaler und internationaler Ebene zu schaffen, wurden in den letzten Jahren Begriffsdefinitionen von verschiedenen Instituten veröffentlicht. Diese beschreiben die stufenweise Verschiebung der Aufgabenteilung zwischen Mensch und Maschine. Die beiden meistzitierten Definitionen stammen von der SAE International (SAE Int. – ehemals Society of Automotive Engineers) und dem Verband der Automobilindustrie (VDA). SAE Int. veröffentlichte im Jahr 2014 den Standard J3016: ‚Taxonomy and Definitions for Terms Related to On-Road Motor Vehicle Automated Driving Systems‘ mit einer Klassifizierung von sechs Stufen. Dieser liefert verschiedene Kriterien sowie eine Beschreibung, anhand der eine Einordnung vorgenommen werden kann. Er vereinfacht somit die Kommunikation und die technische wie auch politische Zusammenarbeit. Die von einem Expertengremium der deutschen Automobilindustrie festgelegten sechs Stufen des VDA wiederum orientieren sich an den Ergebnissen der Arbeitsgruppe ‚Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung‘ der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die beiden Begriffsdefinitionen ähneln sich in ihren Dimensionen, unterscheiden sich jedoch in den Fachbezeichnungen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Mobilität ein und legt das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit dar, welche die technologische Entwicklung des autonomen Fahrens betreffen.
2 Grundlagen: Hier erfolgt eine definitorische Einordnung der Automatisierungsstufen (basierend auf SAE Int. und VDA) sowie ein Überblick über die historische Entwicklung der Technik bis zum heutigen Stand.
3 Analyse der Treiber und Hemmnisse: Dieses Kapitel untersucht detailliert technische, gesellschaftliche, rechtliche und wirtschaftliche Faktoren, die den Fortschritt der Technologie entweder begünstigen oder durch Hürden verzögern.
4 Mögliche Auswirkungen der Technologie: Es werden die prognostizierten Folgen des autonomen Fahrens für urbane Räume, den öffentlichen Verkehr sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beleuchtet.
5 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die wissenschaftliche Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfelder.
Autonomes Fahren, Automobilindustrie, Fahrerassistenzsysteme, Disruption, Digitalisierung, Mobilitätswende, 5G-Technologie, Verkehrssicherheit, Künstliche Intelligenz, Haftungsrecht, Geschäftsmodelle, Patentanmeldungen, Simulation, vernetzte Fahrzeuge.
Die Arbeit analysiert die Evolution sowie die technologischen, gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des autonomen Fahrens.
Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Grundlagen, der Einordnung in Automatisierungsstufen, den Treibern und Hemmnissen der Entwicklung sowie den Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für den aktuellen Stand und die zukünftige Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu schaffen und die damit verbundenen Chancen und Risiken kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt eine systematische qualitative Literaturrecherche, um den Stand der Technik und aktuelle Entwicklungen aufzuarbeiten und in Relation zu setzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Treiber und Hemmnisse aus unterschiedlichen Perspektiven sowie eine Prognose der technologischen Auswirkungen auf Infrastruktur und Wirtschaft.
Die zentralen Begriffe sind Autonomes Fahren, Automobilindustrie, Verkehrssicherheit, disruptive Technologie, digitale Transformation, 5G und neue Geschäftsmodelle.
5G wird als essenzielle Infrastruktur betrachtet, da es die notwendigen hohen Datenraten ermöglicht, um vernetzte Fahrzeuge in Echtzeit mit einem IT-Backend kommunizieren zu lassen.
Die Verschiebung der Verantwortung vom menschlichen Fahrer auf das Fahrzeugsystem wirft komplexe juristische Fragen zur Haftungsverteilung zwischen Hersteller, Softwareanbieter und Halter auf.
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