Bachelorarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Persönlichkeit
2.1.1 Die Big Five und ihre möglichen Auswirkungen auf die Berufswahl
2.1.2 Hypothesen – Persönlichkeit bei Soldaten
2.2 Stress
2.2.1 Stressbewältigung
2.2.2 Hypothesen - Stressbewältigung bei Soldaten
3 Methoden
3.1 Stichprobe
3.2 Messinstrumente und Datenerhebung
4 Ergebnisse
4.1 Statistische Analyse
4.1.1 Big Five Inventory
4.1.2 COPE-Inventory
4.2 Vergleich der Ergebnisse mit zivilen Studenten
4.2.1 Big Five Inventory
4.2.2 COPE-Inventory
5 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede in den Persönlichkeitseigenschaften und Stressbewältigungsstrategien zwischen studierenden männlichen Offizieren der Bundeswehr und zivilen männlichen Studenten. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob der Militärdienst oder eine selektive Berufswahl zu charakteristischen Ausprägungen bei Soldaten führt und wie diese sich im Umgang mit Stress manifestieren.
2.2 Stress
Im Allgemeinen ist Stress eine Alarmreaktion des Körpers auf einen Reiz, welcher Gefahr oder eine bevorstehende Bedrohung ankündigt (Selye, 1950). Diese Reaktion geht mit diversen Körperfunktionen einher und wird oft in Zusammenhang mit Cannons Fight-or-flight-response gebracht (Cannon, 1915). In der Psychologie wird Stress aus drei Zugängen betrachtet.
Im Situationsansatz (Stress als Input) geht man davon aus, dass Stress von externen Reizen wie kritischen Lebensereignissen oder Umweltbedingungen abhängt (Holmes & Rahe, 1967). In der Life Stress-Forschung von Holmes und Rahe wurde bei Probanden untersucht, ob schwerwiegende Lebensereignisse stattgefunden haben und ob beziehungsweise wie stark diese eine Anpassung oder gar Umstellung erforderten. Alternativ stellte Lazarus die Hypothese auf, dass nicht die einschneidenden und eher selten auftretenden Ereignisse, sondern viel mehr die alltäglichen kleinen „daily hassles“ für aus Stress resultierende Krankheiten verantwortlich seien. Um die Stressoren zu klassifizieren, müsse zwischen selbstwertbezogenen Stress-Situationen und physischen Gefährdungssituationen unterschieden werden. Darüber hinaus war für eine generelle Klassifikation entscheidend, ob es sich um physikalische, physische oder soziale Stressoren handelte und ob der Stressor kontrollierbar, vorhersagbar und zeitlich nah war.
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungskontextes sowie der Relevanz der Untersuchung von Persönlichkeitsentwicklung und Stressbelastung bei Soldaten.
2 Theorie: Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Persönlichkeitsdimensionen (Big Five) und Stressbewältigungsansätzen sowie Formulierung der Hypothesen.
3 Methoden: Beschreibung der Stichprobenzusammensetzung, der Erhebungsmethode mittels Onlinefragebogen und der eingesetzten psychologischen Testverfahren.
4 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Datenanalyse sowie der Vergleich der Ergebnisse zwischen der militärischen und der zivilen Stichprobe.
5 Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext bestehender Literatur, kritische Reflexion des Studiendesigns und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Persönlichkeit, Big Five, Stressbewältigung, COPE-Inventory, Soldaten, Offiziere, Wehrdienst, Zivildienst, Stress, Stressoren, Coping-Strategien, psychische Belastung, Bundeswehr, Persönlichkeitsentwicklung, Berufswahl
Die Arbeit untersucht, ob sich studierende männliche Offiziere der Bundeswehr in ihren Persönlichkeitseigenschaften und ihren Strategien zur Stressbewältigung signifikant von zivilen männlichen Studenten unterscheiden.
Die zentralen Felder sind die Persönlichkeitspsychologie unter Anwendung des "Big Five"-Modells sowie die Stressforschung mit dem Fokus auf verschiedene Coping-Mechanismen (Stressbewältigung).
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Dienst als Soldat mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen korreliert und ob Soldaten aufgrund ihrer Ausbildung und ihres sozialen Umfelds andere Bewältigungsstrategien bei Stress wählen als Zivilisten.
Es handelt sich um eine quantitative Online-Fragebogenstudie. Zur Auswertung der Persönlichkeit und Stressbewältigung werden statistische Verfahren (t-Tests) und Kennwerte (wie Cohens d) genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Methodenbeschreibung sowie die statistische Auswertung und den anschließenden Vergleich der beiden Gruppen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Persönlichkeit, Big Five, Stressbewältigung, COPE-Inventory, Soldaten, Offiziere und Stress.
Die Studie zeigt, dass männliche Offiziere im Mittel weniger neurotisch, weniger offen für neue Erfahrungen, dafür aber gewissenhafter und extrovertierter sind als die zivile Vergleichsstichprobe.
Ja, die Arbeit stellt fest, dass zivile Studenten deutlich häufiger vermeidende Bewältigungsstrategien anwenden als Soldaten, was unter anderem mit der höheren Gewissenhaftigkeit der Offiziere und dem soldatischen Umfeld in Verbindung gebracht wird.
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