Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Arbeitspolitik
2.2 Alter und ältere Arbeitnehmer
3. Aktueller Stand der demografischen Entwicklung
4. Veränderung der Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
4.1 Altersbilder
4.2 Physische Leistungsfähigkeit
4.3 Psychische (kognitive) Leistungsfähigkeit
5. Alter(n)sgerechte Arbeitspolitik
5.1 Haus der Arbeitsfähigkeit
5.2 Arbeitspolitische Bedingungen bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
5.2.1 Gesundheitsförderung
5.2.2 Ergonomie
5.2.3 Aufgabenstrukturierung
5.2.4 Lebenslanges Lernen und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer
5.2.5 Laufbahnplanung
5.2.6 Arbeitszeit
5.2.7 Gratifikation
6. Grenzen
7. Fazit
8. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die arbeitspolitischen und arbeitsorganisatorischen Rahmenbedingungen, unter denen ältere Arbeitnehmer gesund und leistungsfähig bis zum Renteneintrittsalter beschäftigt werden können, und analysiert dabei bestehende Grenzen sowie Optimierungspotenziale.
4.2 Physische Leistungsfähigkeit
Es ist nicht immer eindeutig, inwiefern Alter und körperliche Leistungsfähigkeit korrelieren, da oft auch Moderatorvariablen wie zum Beispiel Lebens- und Arbeitsgewohnheiten positiv oder negativ auf das körperliche Potential der Arbeiter einwirken (vgl. Ilmarinen J. E., 2004, S. 35). Trotzdem finden sich negative Zusammenhänge zwischen Muskelkraft, Lungenkapazität, Knochendichte und Herz-Kreislauf-System, die ab dem fünften Lebensjahrzehnt eintreten. Einseitige körperliche Belastung, wie zum Beispiel bei der Fließbandarbeit, fördern den körperlichen Leistungsabbau zusätzlich (vgl. Gündisch, 2012, S. 35f.). Diese körperlichen Veränderungen sind allerdings nicht irreversibel. Durch regelmäßiges Training der Muskulatur und des Kreislaufs kann die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter von 45-65 konstant gehalten werden (vgl. Ilmarinen J. E., 2004, S. 35). Der altersbedingten Verringerung der Homöostase, also beispielsweise der Fähigkeit, den Blutdruck konstant zu halten, kann man allerdings nicht entgegenwirken. Die Schwächung des Immunsystems, der Bedarf nach längeren Regenerationsphasen und die verminderte Bewegungsgeschwindigkeit sind Folgen dieser körperlichen Veränderung. Aufgrund dessen ist es notwendig, mehr Zeit für ältere Arbeitnehmer bei der Bearbeitung körperlich herausfordernder Tätigkeiten einzuplanen (vgl. Sonntag & Seiferling, 2017, S. 24). Allerdings muss gesagt werden, dass die körperliche Belastung in vielen Betrieben durch die voranschreitende Mechanisierung und Automatisierung abgenommen hat (vgl. Gündisch, 2012, S. 36).
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen des demografischen Wandels für die Rentenversicherung und die Notwendigkeit, ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten.
2. Begriffsdefinition: Definiert die zentralen Begriffe Arbeitspolitik sowie die verschiedenen Ebenen des Altersbegriffs.
3. Aktueller Stand der demografischen Entwicklung: Analysiert die demografischen Trends wie sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung als Treiber für den Fachkräftemangel.
4. Veränderung der Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer: Hinterfragt Defizitmodelle und beleuchtet die tatsächliche physische und psychische Entwicklung der Leistungsfähigkeit.
5. Alter(n)sgerechte Arbeitspolitik: Stellt das "Haus der Arbeitsfähigkeit" vor und diskutiert spezifische Maßnahmen wie Gesundheitsförderung, Ergonomie und Weiterbildung.
6. Grenzen: Diskutiert die praktischen Grenzen der Umsetzbarkeit betrieblicher Maßnahmen und weist auf potenzielle gesundheitliche Risiken durch Überforderung hin.
7. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines präventiven Ansatzes über den gesamten Erwerbsverlauf.
8. Ausblick: Skizziert aktuelle Trends in der Unternehmenspraxis und fordert ein Umdenken hin zu einer lebensphasenorientierten Personalpolitik.
Alter(n)sgerechte Arbeitspolitik, Ältere Arbeitnehmer, Haus der Arbeitsfähigkeit, Demografischer Wandel, Leistungsfähigkeit, Ergonomie, Gesundheitsförderung, Lebenslanges Lernen, Weiterbildung, Laufbahnplanung, Arbeitszeitgestaltung, Gratifikation, Prävention, Arbeitsgestaltung, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch arbeitspolitische Maßnahmen die Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer sichern können, um dem demografischen Wandel und Fachkräftemangel zu begegnen.
Zu den Kernbereichen gehören die demografische Entwicklung, die Analyse der tatsächlichen Leistungsfähigkeit im Alter, das Modell des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ sowie konkrete Gestaltungsansätze für den Arbeitsalltag.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitgeber durch präventive Maßnahmen die Beschäftigungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten können, ohne die Gesundheit der Mitarbeiter durch Fehlbelastungen zu gefährden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Anwendung des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ von Tempel und Ilmarinen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ als Strukturmodell und die detaillierte Beschreibung praktischer Maßnahmen wie Gesundheitsförderung, Ergonomie, Aufgabenstrukturierung, lebenslanges Lernen, Laufbahnplanung, Arbeitszeitregelung und Gratifikationssysteme.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Alternsmanagement, Arbeitsfähigkeit, Demografie, Ergonomie, präventive Arbeitspolitik und Kompetenzentwicklung.
Es dient als integrativer Rahmen, um die verschiedenen betrieblichen Gestaltungsfelder (Gesundheit, Kompetenz, Werte, Arbeit) systematisch zu verknüpfen und das Zusammenspiel dieser Faktoren für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit zu verdeutlichen.
Die Arbeit betont, dass Maßnahmen nicht erst bei bereits eingetretenen Defiziten (korrektiv) ansetzen sollten, sondern präventiv über den gesamten Erwerbsverlauf hinweg gestaltet werden müssen, um altersbedingten Verschleiß gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die Autorin stellt im Kapitel über Grenzen fest, dass körperlich schwer arbeitende Berufsgruppen (z.B. Bauarbeiter) andere ergonomische Herausforderungen haben als Bürokräfte, weshalb eine differenzierte Betrachtung nach Gewerbesektoren unerlässlich ist.
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