Masterarbeit, 2014
93 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 - Internationale Strategische Allianz, eine Kooperationsform zwischen Unternehmen
1.1 Begriffserklärungen
1.1.1 Strategie
1.1.2 Allianz
1.1.3 International
1.1.4 Definition des Terminus „Internationale Strategische Allianz“ (ISA)
1.2 Kurzvorstellung verschiedener Kooperationsformen zwischen Unternehmen
1.2.1 Joint Ventures
1.2.2 Akquisitionen
1.2.3 Fusionen
2. Entstehung, Motive, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen Internationaler Strategischer Allianzen
2.1 Die Spieltheorie als möglicher theoretischer Erklärungsansatz für die Entstehung Strategischer Allianzen
2.2 Motive zur Bildung von Internationalen Strategischen Allianzen nach Müller-Stevens/Hillig
2.2.1 Der Zugang zu neuen Märkten
2.2.2 Ressourcenmotiv: Zugang zu Know-How, Finanziellen Ressourcen und Personalressourcen
2.2.3 Kostenmotive
2.2.4 Zeitmotive: Erzielen von Zeitvorteilen
2.2.5 Spekulative Motive
2.3 Erfolgsfaktoren und Spannungsfelder Internationaler Strategischer Allianzen
2.3.1 Regelmäßige Kommunikation zwischen den Partnern : 90%
2.3.2 Regelmäßige Erfolgskontrolle: 83%
2.3.3 Gezielte Partnerselektion: 80%
2.3.4 Unterstützung des Top Managements: 79%
2.3.5 Komplementarität der strategischen Ziele: 76%
2.3.6 Management der Allianz
2.3.7 Personelle Konstanz an den Schnittstellen: 65%
2.4 Landeskulturelle Unterschiede als Herausforderung und Erfolgsfaktor Internationaler Strategischer Allianzen
2.4.1 Die Kulturdimensionen von Hofstede als Grundlage zu Identifizierung der Unterschiede zwischen Landeskulturen
2.4.1.1 Machtdistanz
2.4.1.2 Unsicherheitsvermeidung
2.4.1.3 Maskulinität/Femininität
2.4.1.5 Lang/Kurzzeitorientierung
2.4.2 Kultureller Fit als mögliche Lösung für die Zusammenarbeit in ISA trotz kultureller Unterschiede
3 - Wachstumsstrategie
3.1 Definition
3.2 Der theoretische Erklärungsansatz: Die Wachstumsstrategie nach Ansoff
3.2.1 Marktdurchdringungsstrategie
3.2.2 Produktentwicklungsstrategie
3.2.3 Markterweiterungsstrategie
3.2.4 Diversifikationsstrategie
4- Analyse der Internationalen Strategischen Allianz Renault-Nissan
4.1 Kurzvorstellung beider Unternehmen
4.1.1 Renault
4.1.2 Nissan
4.2 Motive zur Bildung der ISA Renault-Nissan
4.3 Überprüfung der Erfolgsfaktoren der ISA Renault-Nissan
4.3.1 Kurzvorstellung der japanischen Landeskultur
4.3.2 Kurzvorstellung der französischen Landeskultur
4.3.3 Landeskulturen Frankreich und Japan nach den Ergebnissen der Kulturdimensionen von Hofstede im Vergleich
4.3.4 Einfluss von Carlos Ghosn : Top Manager, Cost-Killer, Weltbürger
4.3.5 Umsetzung des kulturellen Fits bei der ISA Renault-Nissan
4.3.6 Cross-Cultural Teams von Ghosn als organisatorische Ausrichtung der ISA Renault-Nissan und konkrete Umsetzungsstellen der theoretischen Erfolgsfaktoren
4.3.7 Überprüfung der Erfolgsfaktoren Partnerselektion und Komplementarität der Ziele bei der ISA Renault-Nissan
4.4 Umsetzung der gemeinsamen Wachstumsstrategie bei der ISA Renault-Nissan
4.4.1 Marktdurchdringungsstrategie
4.4.2 Produktentwicklungsstrategie
4.4.3 Markterweiterungsstrategie
4.4.4 Diversifikationsstrategie
4.4.5 Ergebnisse der Aktivitäten der ISA Renault-Nissan
Fazit
Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die internationale strategische Allianz zwischen Renault und Nissan als Modell für erfolgreiches Unternehmenswachstum. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie diese Kooperation Wachstum realisierte, welche Erfolgsfaktoren dabei ausschlaggebend waren und wie die spezifischen Herausforderungen aus kulturellen Unterschieden zwischen den Partnern bewältigt wurden.
4.3.4 Einfluss von Carlos Ghosn : Top Manager, Cost-Killer, Weltbürger
Carlos Ghosn, geboren am 9. März 1954 in Porto Velho (Brasilien), Kind eines libanesischen Vaters und einer französischen Mutter, die aber in Nigeria (Afrika) geboren wurde und aufgewachsen ist, ist CEO von Renault, CEO von Nissan und Präsident des Allianz Board Renault-Nissan. Er besitzt sowohl die brasilianische, als auch die französische Staatsbürgerschaft, spricht Portugiesisch, Französisch, Englisch, Spanisch, Arabisch und mittlerweile auch Japanisch. Seine Karriere als Top Manager fing 1978 bei Michelin an. Seine erste Herausforderung bekam er 1985 als er zum Generaldirektor der Michelin South American Division ernannt wurde.
Da der Sitz der Firma für Lateinamerika in Brasilien war, war es Ghosn eine Rückkehr in die „Heimat seiner Kindheit“. Allerdings war die Situation der Firma nicht erfreulich. Die South American Division machte seit Jahren große Verluste wegen einer Inflation und es gab viele Konflikte zwischen den 9000 Mitarbeitern (Mehrheit Brasilianer) und dem Management (Franzosen und Brasilianer). Carlos Ghosn bekam höchstpersönlich von Francois Michelin, CEO des Familienunternehmens Michelin, den Auftrag, dorthin zu gehen und Ordnung in allen Bereichen mit allen Mitteln wiederherzustellen.
Als Carlos Ghosn in Brasilien ankam, nahm er sich zuerst Zeit, zu beobachten, die Situation zu analysieren und mit allen Beteiligten zu sprechen. Nach seiner Analyse der Situation, stellte Ghosn fest, dass mehr als die Inflation in Brasilien, die Unfähigkeit der französischen und brasilianischen Top-Manager über die kulturellen Barrieren hinaus zusammenarbeiten zu können, der Grund war, warum das Unternehmen Verluste machte. Er entschied sich in allen Abteilungen und auf allen Ebenen der Hierarchie „cross-cultural management teams“ zu bilden, mit dem Auftrag Lösungen für eine Zusammenarbeit und Antworten für die Krise zu finden. Zum ersten Mal, setze Carlos Ghosn diese Methode ein, die zum Markenzeichen seines Managements werden sollte.
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von internationalen Wachstumsstrategien dar und definiert das Ziel, die Allianz Renault-Nissan als erfolgreiches Beispiel zu analysieren.
1 - Internationale Strategische Allianz, eine Kooperationsform zwischen Unternehmen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Strategie, Allianz und internationale Kooperation und grenzt verschiedene Formen wie Joint Ventures, Akquisitionen und Fusionen voneinander ab.
2. Entstehung, Motive, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen Internationaler Strategischer Allianzen: Das Kapitel behandelt theoretische Erklärungsmodelle zur Entstehung von Allianzen, analysiert Motive und Erfolgsfaktoren sowie die besondere Rolle landeskultureller Unterschiede.
3 - Wachstumsstrategie: Hier werden Wachstumsstrategien nach Ansoff theoretisch erläutert, wobei insbesondere die Kategorien Marktdurchdringung, Produktentwicklung, Markterweiterung und Diversifikation betrachtet werden.
4- Analyse der Internationalen Strategischen Allianz Renault-Nissan: Dieses umfangreiche Kapitel prüft die Anwendung der theoretischen Erfolgsfaktoren und Wachstumsstrategien in der Praxis der Renault-Nissan-Allianz und analysiert dabei kulturelle Einflüsse sowie die Rolle von Carlos Ghosn.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Allianz Renault-Nissan ein erfolgreiches Beispiel für Wachstum durch internationale strategische Kooperation darstellt.
Renault-Nissan, Strategische Allianz, Wachstumsstrategie, Carlos Ghosn, Interkulturelles Management, Hofstede, Ansoff-Matrix, Erfolgsfaktoren, Marktdurchdringung, Synergien, Unternehmenskultur, Landeskultur, Globalisierung, Automobilindustrie, Kooperationsmanagement
Die Arbeit untersucht die internationale strategische Allianz zwischen den Automobilherstellern Renault und Nissan und analysiert, wie diese Partnerschaft das Unternehmenswachstum beider Firmen über Jahre hinweg positiv beeinflusst hat.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen strategischer Allianzen, die Analyse von Wachstumsstrategien (insbesondere nach Ansoff), das Management interkultureller Herausforderungen und die praktische Anwendung dieser Konzepte auf die Renault-Nissan-Allianz.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Allianz Renault-Nissan trotz unterschiedlicher Landeskulturen Synergien nutzen konnte, um erfolgreich zu wachsen, und welche Erfolgsfaktoren dabei die entscheidende Rolle spielten.
Die Arbeit verfolgt eine deduktive Vorgehensweise, bei der aus bestehenden wissenschaftlichen Theorien (wie der Spieltheorie, den Kulturdimensionen von Hofstede und der Ansoff-Wachstumsstrategie) Annahmen abgeleitet und mit der realen Situation der Allianz Renault-Nissan verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Allianzmotive und Erfolgsfaktoren, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der japanischen und französischen Landeskultur sowie eine konkrete Untersuchung, wie die Allianz diese Theorien in der Praxis umgesetzt hat.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Strategische Allianz, Renault-Nissan, Interkulturelles Management, Ansoff-Matrix, Erfolgsfaktoren und Unternehmenskultur beschreiben.
Carlos Ghosn wird als zentrale Integrationsfigur dargestellt, der durch seine multikulturelle Erfahrung und seine spezifische Managementmethode (insbesondere die Bildung von Cross-Cultural Teams) die Barrieren zwischen der japanischen und französischen Unternehmenskultur überbrückte.
Die Allianz setzte nicht auf eine erzwungene Verschmelzung, sondern auf eine von Ghosn moderierte Koexistenz, bei der gegenseitiges Verständnis gefördert und gezielte organisatorische Strukturen (wie CCTs) geschaffen wurden, um die kulturelle Vielfalt in produktive Zusammenarbeit zu übersetzen.
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