Fachbuch, 2019
114 Seiten
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Supply Chain Management (SCM)
2.2 Controlling
3 Supply Chain Controlling (SCC)
3.1 Notwendigkeit
3.2 Definition
3.3 Abgrenzung des SCC von dem SCM
3.4 Ziele und Zielgrößen
3.5 Steuerungsobjekte und Aufgabengebiete
3.6 Kennzahlen und Kennzahlensysteme im SCC
3.7 Die wesentlichen Instrumente im Rahmen des SCC
4 Der Optimierungsprozess von Supply Chains
4.1 Der Ausgangspunkt für eine SC-Optimierung
4.2 Ausgewählte Methoden und Konzepte des SCM zur SC-Optimierung
4.3 Steuerung der optimierten Supply Chain über das SCC
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für Supply Chain Management (SCM) und die Rolle des Supply Chain Controllings (SCC) als Instrument zur unternehmensübergreifenden Steuerung zu vermitteln. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Optimierungspotenziale in komplexen Lieferketten identifiziert und effektiv umgesetzt werden können, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
3.1 Notwendigkeit
„Die Akteure einer Supply Chain sind in ein heterogenes Interessenbündel integriert.“103 Das SCM versucht deshalb die kontinuierlichen Spannungsverhältnisse zwischen den Akteuren einer SC auszuloten: Einerseits erhoffen sich die SC-Partner aus der Kooperation eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit. Andererseits streben diese rechtlich selbstständigen Unternehmen die Autonomie an. Aufgrund dieser denkbaren Interessenkonflikte innerhalb einer SC sind die unterschiedlichen Zielvorgaben der Unternehmen häufig kaum abgestimmt (Kostenreduzierung, Qualitätsverbesserung, Forcierung von Schnelligkeit und Agilität und Steigerung der Kundenzufriedenheit). Insofern ist das traditionelle Controlling primär unternehmensintern ausgerichtet und spielt bei der Erfassung der Abläufe im Netzwerk eine untergeordnete Rolle. Aus diesem Grund ist ein Controlling bzw. Supply Chain Controlling (SCC) notwendig, das unternehmensübergreifend ausgerichtet ist, sodass sich unterschiedliche Zielvorgaben der Unternehmen im Netzwerk harmonischer zueinander verhalten.104 Der Bedarf an Führungsunterstützung durch das SCC ist jedoch grundsätzlich auf die drei wesentlichen Herausforderungen im SCM, wie Dynamik, Intransparenz und Komplexität von unternehmensübergreifenden Entscheidungsprozessen zurückzuführen (vgl. Abschn. 2.1.5). Deshalb hat insbesondere die unternehmensübergreifende Koordination von Supply Chains zur Erreichung der SC-Ziele mithilfe des SCC einen hohen Stellenwert.105 Zugleich könnte davon ausgegangen werden, dass das SCC die Wirksamkeit des SCM verbessert und damit auch den Profit.106
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung globaler Wertschöpfungsketten und die damit einhergehende Komplexität für Unternehmen, welche ein integriertes SCM und SCC erforderlich macht.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Fundamente für Supply Chain Management und Controlling gelegt, um die Verzahnung beider Disziplinen zu verdeutlichen.
3 Supply Chain Controlling (SCC): Dieses Kapitel widmet sich der Notwendigkeit und den Instrumenten des Controllings im Supply-Chain-Kontext, inklusive Kennzahlen, SCOR-Modell und Balanced Scorecard.
4 Der Optimierungsprozess von Supply Chains: Hier werden praxisnahe Optimierungsansätze wie Lean Management und ECR diskutiert sowie die unternehmensübergreifende Prozesskostenrechnung als Steuerungsinstrument eingeführt.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass SCC essenziell ist, um Effizienzverluste in Netzwerken zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit durch zielorientierte Steuerung zu sichern.
Supply Chain Management, Supply Chain Controlling, Prozesskostenrechnung, SCOR-Modell, Balanced Scorecard, Lean Management, Efficient Consumer Response, Kennzahlensysteme, Benchmarking, Prozessoptimierung, Kostenoptimierung, Logistik, Wertschöpfungskette, Effizienz, Effektivität
Die Publikation befasst sich mit der Konzeption und Implementierung eines unternehmensübergreifenden Supply Chain Controllings, das dazu dient, komplexe Logistikprozesse in Netzwerken effizienter zu gestalten.
Zentrale Themen sind die Integration von Controlling-Instrumenten in das Supply Chain Management, der Einsatz von Kennzahlensystemen zur Performance-Messung und die Optimierung von Wertschöpfungsketten durch moderne Konzepte.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie durch das junge Teilgebiet des Supply Chain Controllings Optimierungspotenziale in Lieferketten identifiziert und durch gezielte Managemententscheidungen realisiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und verbindet klassische Controlling-Methoden mit spezifischen Ansätzen des Logistikmanagements, wie der unternehmensübergreifenden Prozesskostenrechnung und dem SCOR-Modell.
Der Hauptteil erörtert die Notwendigkeit des SCC, stellt verschiedene Kennzahlensysteme wie die Balanced Scorecard vor und detailliert den Prozess der unternehmensübergreifenden Prozesskostenrechnung zur Kalkulation und Steuerung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Supply Chain Management, SCOR-Modell, Prozesskostenrechnung, Lean Management, ECR und die Steuerung von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozessen.
Während klassisches Controlling primär unternehmensintern agiert, fokussiert sich das SCC auf die netzwerkübergreifende Koordination von Material-, Informations- und Finanzflüssen und integriert zudem beziehungsrelevante Aspekte zwischen Partnern.
Das SCOR-Modell dient als Industriestandard, um Supply-Chain-Prozesse in fünf Hauptmanagementprozesse zu gliedern, wodurch Ineffizienzen messbar werden und Benchmarking zwischen Partnern ermöglicht wird.
Sie ermöglicht eine verursachungsgerechte Zuordnung indirekter Kosten, was besonders in komplexen Logistiknetzwerken notwendig ist, um die tatsächliche Rentabilität und Optimierungspotenziale einzelner Prozessschritte oder Kundenaufträge zu identifizieren.
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