Magisterarbeit, 2004
118 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Training im Leistungssport
2.2 Konzeptionelle Positionen zu den Systemen Nachwuchsleistungssport und Spitzensport
2.2.1 Die Konzeption der RTP vor dem Hintergrund von Trainingswissenschaft und Trainingslehre
2.3 Herkunft und Entwicklung aktueller Rahmentrainingspläne und Trainingskonzeptionen
2.3.1 Die Etappen von Nachwuchstraining im Kontext der Rahmenkonzeptionen am Beispiel der Sportart Radsport
2.3.2 Herkunft und Entwicklung aktueller Rahmentrainingspläne und Trainingskonzeptionen der Sportart Radsport
2.4 Der Trainingsmittelkatalog des Bund Deutscher Radfahrer vor dem Hintergrund der folgenden Untersuchung
2.4.1 Herkunft des Trainingsmittelkataloges
2.4.2 Die Darstellung der spezifischen Trainingsbereiche des BDR vor dem Hintergrund ihrer Durchführung
2.5 Herleitung der Grundannahmen
3 Methodologie
3.1 Forschungsmethoden
3.2 Hypothesenformulierung
3.3 Operationalisierung
3.4 Anmerkungen zur Datenerhebung
3.5 Versuchspersonen
3.6 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 H1: Unterschiede im Belastungsumfang international erfolgreicher und national erfolgreicher Radsportler.
4.1.1 H1 a1: Unterschied in den sportartspezifischen Belastungskategorien
4.1.2 H 1 a2 Unterschied „international erfolgreicher“ und „national erfolgreicher“ Radsportler in sportart – unspezifischen Belastungskategorien
4.1.3 H1 b: Unterschied der Umfänge in der Belastungskategorie „Grundlagenausdauer“
4.1.4 H1 c: Unterschied der Umfänge in der Belastungs-kategorie „Entwicklungsbereich“
4.1.5 H1 d: Unterschied der Umfänge in der Belastungs-kategorie „Spitzenbereich“
4.1.6 H1 e: Unterschied im Umfang der Belastungskategorie „Kraft mit Rad“
4.1.7 H1 f: Unterschied im Umfang der Belastungskategorie „Kompensationsbereich“
4.1.8 H1 g: Unterschied in der Belastungskategorie „Wettkampfkilometer“
4.1.9 H1 h: Unterschied in der Belastungskategorie „allgemeine athletische Ausbildung“
4.1.10 H1 i: Unterschied im Umfang der Belastungskategorie „Kraft andere Mittel“
4.2. H 2: Größerer Umfang „international erfolgreicher“ Nachwuchsradsportler gegenüber „national erfolgreicher“ Nachwuchsradsportler
4.2.1 H 2 a: Größerer Umfang in den Gesamtumfängen sportartspezifischer Belastungskategorien bei „international erfolgreichen“ Sportlern
4.2.2 H2 b: Größerer Umfang in sportartunspezifischen Belastungskategorien bei „international erfolgreichen“ Radsportlern
4.3 H3: Richtung des Unterschieds im Umfang der einzelnen Belastungskategorien.
4.3.1 H3 a: Unterschied in den Belastungsumfängen der Belastungskategorie „Grundlagenausdauer“
4.3.2 H3 b: Unterschiede in den Belastungsumfängen der Belastungskategorie „Entwicklungsbereich“
4.3.3 H3 c: Unterschiede in den Umfängen der Belastungs-kategorie „Spitzenbereich“
4.3.4 H3 d: Unterschiede in den Umfängen der Belastungs-kategorie „Kraft mit Rad“
4.3.5 H3 e: Unterschiede in den Umfängen der Belastungskategorie „Kompensationsbereich“
4.3.6 H3 f: Unterschiede in den Umfängen der Belastungskategorie „Wettkampfkilometer“
4.3.7 H3 g Unterschiede in den Umfängen der Belastungskategorie „allgemeine athletische Ausbildung“
4.3.8 H3 h Unterschiede in der Belastungskategorie „Kraft andere Mittel“
4.4 H IV: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgaben des Umfanges der gegebenen Belastungskategorien bei „international-“ und „national erfolgreichen“ Sportler
4.4.1 H IV a: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgaben der Belastungskategorie „Grundlagenausdauer“
4.4.2 H IV b: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgaben in der Belastungskategorie Entwicklugsbereich
4.4.3 H IV c: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgabe für die Belastungskategorie „Spitzenbereich“
4.4.4 H IV d: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgabe für die Belastungskategorie „Kraft mit Rad“
4.4.5 H IV e: Unterschied im Grad der Erfüllung der Vorgabe für die Belastungskategorie „Kompensationsbereich“
4.4.6 H IV f: Unterschied im Grad der Erfüllung der Belastungskategorie „Wettkampfkilometer“
4.4.7 H IV g: Unterschied im Grad der Erfüllung der Belastungskategorie „allgemeine athletische Ausbildung“
4.4.8 H IV h: Unterschied im Grad der Erfüllung der Belastungskategorie „Kraft andere Mittel“
4.5 H V: Zusammenhang von juvenilen Erfolgen und Erfolgen im Erwachsenenalter bei identischen Personen.
5. Diskussion
5.1 Hypothese 1
5.2 Hypothese 2
5.3 Hypothese 3
5.4 Hypothese 4
5.5 Hypothese 5
5.6 Zusammenfassende Diskussion
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die prognostische Validität von Rahmentrainingsplänen im männlichen Bahnradsport. Ziel ist es zu analysieren, ob internationale und nationale Leistungserfolge mit quantitativen Unterschieden in der Durchführung von vorgegebenen Trainingsbelastungen korrelieren und ob juvenile Wettkampferfolge als Indikatoren für spätere Erfolge im Erwachsenenalter dienen können.
2.3 Herkunft und Entwicklung aktueller Rahmentrainingspläne und Trainingskonzeptionen
Bei der „Planung und systematischen Entwicklung von sportlichen Leistungen“ handelt es sich um ein eng mit der Kategorie Leistungssport im territorialen Bereich der DDR verbundenes Begriffspaar (vgl. Stark, 2003, S. 45). Aufgrund der Wurzeln der untersuchten Rahmentrainingspläne ist es notwendig, sich mit deren Entwicklungsgeschichte, theoretischem Hintergrund sowie deren inhaltlicher Aufschlüsselung auseinanderzusetzen.
Erste Vorläufer dieser „Pläne zur kontinuierlichen Leistungsentwicklung“ existierten bereits in der Zeit vor der Gründung des Deutschen Turn und Sportbundes (DTSB) im Zusammenhang der Sportbewegung der DDR (vgl. Stark, a.a.O.) zur Vorbereitung von 55 DDR – Sportlern auf die Olympische Spiele von Cortina d’ Ampezzo innerhalb einer gemeinsamen deutschen Olympiamannschaft. Mit der Gründung der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHFK) in Leipzig sowie der Installation einer Abteilung Leitungssport mit Hilfe eines starken sowjetischen Einflusses (Stark, a.a.O.) begann die Arbeit an einem „Trainingssystem“. Den Ausgangspunkt bildete die Vorstellung, dass „Höchstleitungen, d.h. olympische Medaillen (…) nur durch eine langfristige, zielstrebige und systematische Trainingsgestaltung über mehrere Jahre möglich sei“ (Stark, 2003, S. 47).
Die langfristige Trainingsplanung wurde anschließend durch Lehnert (in: Stark, 2003, S. 47) wie folgt definiert:
„Unter langfristiger Trainingsplanung versteht man den systematischen, auf den allgemeinen Gesetzen der Entwicklung der Persönlichkeit des Sportlers und der sportlichen Höchstleistungen aufgebauten pädagogischen Prozess (der die wichtigsten Bestandteile des Trainings umfasst) über mehrere Jahre (2, 3, 4, 8 Jahre und noch mehr)1, mit dem Ziel, sportliche Höchstleistungen zu erzielen“ (Lehnert 1961, S. ? zitiert nach Stark, 2003, S.47).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Nachwuchsleistungssports im Kontext des organisierten Sports und thematisiert den gesellschaftlichen sowie finanziellen Druck, der auf der Produktion von Spitzenleistungen lastet.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die Konzepte der nationalen Spitzensportförderung, diskutiert die historische Entwicklung von Rahmentrainingsplänen und setzt sich kritisch mit den den Plänen immanenten Trainingsannahmen auseinander.
3 Methodologie: Der methodische Teil beschreibt die Datenerhebung durch Belastungsprotokolle und erläutert die Anwendung quantitativer Analysemethoden (Querschnittsanalyse) zur Überprüfung der Hypothesen.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Belastungsumfänge und Erfüllungsgrade, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen international und national erfolgreichen Sportlern liegt.
5. Diskussion: Das Kapitel diskutiert die erhobenen Daten kritisch im Hinblick auf mögliche Fehlinterpretationen und hinterfragt die Reliabilität quantitativer Trainingsvorgaben ohne empirische Validierung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Problematik starrer, kollektiver Trainingsvorgaben im Kontext komplexer menschlicher Entwicklungsprozesse.
Radsport, Nachwuchsleistungssport, Rahmentrainingspläne, Trainingssteuerung, Belastungsumfang, Trainingswissenschaft, Leistungsaufbau, Validität, Trainingskonzeption, Leistungssport, empirische Untersuchung, Erfolgswahrscheinlichkeit, Trainingsmittelkatalog, Bahnausdauer, Nachwuchsförderung
Die Arbeit untersucht die prognostische Validität von Rahmentrainingsplänen im Bahnradsport und prüft, ob die strikte Einhaltung dieser Vorgaben tatsächlich einen signifikanten Unterschied in der Leistungsentwicklung bewirkt.
Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Fundierung von Trainingsvorgaben im Nachwuchsbereich, der Vergleich von Belastungsprofilen verschiedener Leistungsgruppen und die kritische Analyse des deutschen Fördersystems.
Die Forschungsfrage ist, inwiefern sich national und international erfolgreiche Radsportler in der quantitativen Durchführung ihrer Trainingsmerkmale unterscheiden und ob diese Unterschiede als erfolgsbestimmend gelten können.
Es wird ein quasi-experimenteller Versuchsplan angewendet, der eine quantitative Querschnittsanalyse sowie eine längsschnittliche Analyse der Trainingsprotokolle umfasst, ergänzt durch inferenzstatistische Verfahren.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe der Trainingsplanung, stellt die methodische Vorgehensweise dar und präsentiert die Ergebnisse der statistischen Auswertungen zu verschiedenen Belastungskategorien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Radsport, Nachwuchsleistungssport, Rahmentrainingspläne, Belastungsumfang, Trainingssteuerung und empirische Wirksamkeitsprüfung.
Die Wahl fiel auf diesen Bereich, da hier die meisten vollständigen Protokolle für die definierte Variable „Erfolg“ vorlagen, was die Datenqualität der Analyse sichert.
Das DDR-Sportsystem dient als historischer Referenzpunkt, da viele aktuelle Trainingsvorgaben auf diesen historischen Normen basieren, deren wissenschaftliche Konsistenz der Autor kritisch hinterfragt.
Die Untersuchung zeigt, dass zwischen den Leistungsgruppen kaum systematische Unterschiede in den Belastungsumfängen bestehen, was die Annahme eines direkten Zusammenhangs zwischen der Striktheit der Vorgaben und dem sportlichen Erfolg in Frage stellt.
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