Bachelorarbeit, 2018
34 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Analyse von Bosnien-Herzegowina
2.1 Historischer Hintergrund und politische Verhältnisse
2.2 Ökonomische Entwicklung und Handel
3 Vergleich zum Beitritt Kroatiens
3.1 Historischer Ablauf
3.2 Gegenüberstellung der Tauglichkeit Kroatiens
3.2.1 Politik
3.2.2 Ökonomie
3.3 Folgen des EU-Beitritts
4 Chancen und Risiken eines Beitritts
4.1 Analyse der Tauglichkeit für einen EU-Beitritt Bosnien-Herzegowinas
4.1.1 Politische Kriterien
4.1.2 Wirtschaftliche Kriterien
4.1.3 Acquis Kriterien
4.2 Mögliche Auswirkungen eines EU-Beitritts
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Chancen und Risiken eines potenziellen EU-Beitritts von Bosnien-Herzegowina. Dabei wird analysiert, inwieweit das Land die geforderten politischen und wirtschaftlichen Kriterien erfüllt und welche Lehren aus dem Beitrittsprozess Kroatiens für eine zukünftige Aufnahme gezogen werden können.
3.2.1 Politik
Wie im letzten Kapitel deutlich wurde, zeigte sich in Kroatien bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine positive Entwicklung in vielen Bereichen der Wirtschaft und der Politik. Im Gegensatz zu Bosnien-Herzegowina kam es bereits nach dem Zerfall Jugoslawiens ein politischer Machtwechsel, von der kommunistischen Politik hin zu einer Mehrparteiendemokratie, welcher schnell und friedlich verlief.54 Dieses politische System Kroatiens ist seit der Etablierung größtenteils stabil, während die politische Lage in Bosnien-Herzegowina stets angespannt war, da die Verfassung durch den Daytoner Friedensvertrag etabliert und durchgesetzt wurde und eine eher instabile politische Situation darstellt. Denn wie bereits geschildert, ist das politische System Bosnien-Herzegowinas sehr komplex und bietet viel Spielraum für Konflikte, wobei das kroatische eine stabile Demokratie darstellt.
Ein Problem, das in beiden Ländern nach wie vor aktuell ist, ist die Spaltung der Gesellschaft.55 Die Bevölkerung beider Länder ist in drei Ethnien unterteilt, wobei die Aufteilung der Herkünfte in Kroatien weit weniger divers ist. Dieses Problem gewichtet sich demnach weitaus stärker in Bosnien-Herzegowina, da der Konflikt bereits durch die dreiköpfige Präsidentschaft in der Verfassung verankert ist und dadurch eine Diskriminierung der einzelnen Ethnien im Land vorprogrammiert ist. Eine weitere Problematik in beiden Ländern waren Verletzungen der Menschenrechte nach Ende des Krieges. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied, da es in Bosnien-Herzegowina vermehrt zu Verletzungen kam, welche hauptsächlich durch Spannungen innerhalb der Ethnien verursacht wurden.56 In Kroatien hingegen blieben diese nach Beendigung des Krieges weitestgehend aus.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des EU-Beitritts von Bosnien-Herzegowina ein, stellt die Relevanz der Kopenhagener Kriterien dar und erläutert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Analyse von Bosnien-Herzegowina: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes unter Berücksichtigung der Folgen des Bürgerkriegs.
3 Vergleich zum Beitritt Kroatiens: In diesem Kapitel wird der EU-Beitrittsprozess Kroatiens analysiert und mit der Situation in Bosnien-Herzegowina verglichen, um Lehren für eine mögliche Integration zu ziehen.
4 Chancen und Risiken eines Beitritts: Dieses Kapitel bewertet die Tauglichkeit Bosnien-Herzegowinas hinsichtlich der Kopenhagener Kriterien und analysiert die potenziellen Auswirkungen eines EU-Beitritts.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Beitritt in naher Zukunft aufgrund der bestehenden strukturellen Defizite und der Risiken für die heimische Wirtschaft derzeit nicht absehbar ist.
Bosnien-Herzegowina, Europäische Union, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Beitrittskandidat, Wirtschaftswachstum, Politische Stabilität, Kroatien, Reformen, Transformationsprozess, Arbeitsmarkt, Korruption, Strukturwandel, Handelsbilanz, Südosteuropa.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Chancen und Risiken eines möglichen EU-Beitritts von Bosnien-Herzegowina unter besonderer Berücksichtigung der politischen und wirtschaftlichen Anforderungen.
Die zentralen Themen sind die Einhaltung der Kopenhagener Kriterien, die ökonomische Lage nach dem Bürgerkrieg, der Vergleich zum erfolgreichen Beitrittsprozess Kroatiens sowie die strukturellen Reformanforderungen.
Das Ziel ist es, zu bewerten, ob Bosnien-Herzegowina die Voraussetzungen für eine EU-Mitgliedschaft erfüllt und welche positiven oder negativen Konsequenzen ein Beitritt für das Land hätte.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der aktuelle Daten und Berichte der Europäischen Kommission ausgewertet und mit der historischen Entwicklung sowie dem Fallbeispiel Kroatien in Beziehung gesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme von Bosnien-Herzegowina, einen Vergleich mit dem EU-Beitritt Kroatiens sowie eine detaillierte Prüfung der politischen, wirtschaftlichen und Acquis-Kriterien.
Die wichtigsten Begriffe sind EU-Beitritt, Bosnien-Herzegowina, Kopenhagener Kriterien, Strukturreformen, ökonomische Stabilität und Transformationsprozess.
Aufgrund der komplexen, dezentralen Struktur, die durch das Daytoner Friedensabkommen geschaffen wurde, bestehen Vetomöglichkeiten und Blockademechanismen, die eine effiziente Entscheidungsfindung und Umsetzung notwendiger Reformen erschweren.
Kroatien dient als Referenzmodell, da es ein vergleichbares geographisches und historisches Umfeld aufweist und bereits einen erfolgreichen EU-Beitrittsprozess abgeschlossen hat, wodurch Stärken und Schwächen der bosnischen Ausgangslage deutlicher werden.
Zu den Haupthindernissen zählen die politische Unsicherheit, ein hohes Maß an Korruption, organisierte Kriminalität sowie eine ineffiziente Bürokratie, die das unternehmerische Umfeld unattraktiv gestalten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Beitritt in naher Zukunft zu früh wäre, da die notwendigen strukturellen Reformen noch nicht ausreichend umgesetzt sind und die Risiken eines ökonomischen Einbruchs momentan überwiegen.
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